KneipentestWilli´s Kneipkur, heute: Restaurant „Torino“Italiener im Schatten des Doms Schon fast ein Traditions-Lokal ist das Restaurant „Torino“, direkt an der Pauluskirche gelegen, an der Ecke der Widumstraße. Denn fast schon seit ich denken kann (. . . ? d. Red.) lädt eines der ältesten italienischen Restaurants in der City seine Gäste zum Verweilen ein. Gerade im Sommer ist es ein angenehmer Aufenthaltsort, denn vor dem Lokal kann man, besonders an Markttagen, dem regen Treiben auf dem Pauluskirchenplatz zusehen, dabei einen kühlen, prickelnden Prosecco genießen, sich von den vorbeieilenden, sich im Einkaufsstress befindlichen Passanten beneiden lassen ( „. . . naja, wenn die sich das leisten können, in der Sonne zu sitzen und Prosecco zu genießen . . .) oder sich aus der umfangreichen Speisenkarte des „Torino“ ein Gericht seines Vertrauens erwählen. Natürlich geht das alles auch jetzt, im Winter, aber es wäre doch manchmal empfindlich ungemütlich, draußen, vor dem Lokal. Warum also gehen sie nicht einfach hinein, liebe Leser und Leserinnen, denn auch drinnen ist es urgemütlich. Zwar ist die Einrichtung teilweise etwas „ommerich“ (das heißt, die Möblierung erinnert mich an das Wohnzimmer meiner Omma), aber auch dort habe ich mich immer sehr wohl gefühlt. Viele Pflanzen, und in der Weihnachtszeit natürlich die entsprechenden Dekorationen, sorgen für ein stimmungsvolles Ambiente. Lichterketten leuchten um die Wette und auch in der Nichtweihnachtszeit erstrahlt das recht große Lokal in mediterranem Glanze. Die Speisenkarte ist recht üppig, vorwiegend italienisch-üppig, versteht sich. Aber nicht nur, denn das Rumpsteak mit Steinpilzen, der gemischte Fischteller mit Reis und Salat oder frische Muscheln, in der dafür geeigneten Jahreszeit, sind schließlich international. Das „Farum Torino“ ist Rinderfilet und Schweinefilet mit Sauce Bernaise und Pfifferlingen, hinter „Bistecca al Gorgonzola“ verbirgt sich ein Rumpsteak mit der gerade erwähnten Käsesoße und das Rumpsteak mit Schnecken und Champignonsoße nennt sich „Bistecca dello Chef“. Natürlich gibt es jede Menge Pizzen, Salate, Nudelgerichte (Schwarze Bandnudeln mit Parmesan und Krabbenchreme) und mein Lieblingsgericht besteht aus Schweinemedallions, pikanter Tomatensoße mit Paprika und Zwiebeln und Salzkartoffelecken. Den Namen kenne ich nicht, ich bestelle nach Nummer. Das Bier im „Torino“ habe ich noch nicht probiert, denn zum italienischen Essen genießt man traditionsgemäß Rotwein, und der war lecker und erschwinglich. Überhaupt sind die Preise im „Torino“ durchaus maßvoll und angemessen, die Bedienung ist freundlich und kompetent, was man nicht von allen Lokalen in der Innenstadt behaupten kann. Also, es gibt Gründe genug, das „Torino“ zu besuchen. |
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