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Kinotipp

Der ewige Gärtner
Kinofilm mit Pharmakritik

Am 12. Januar wird „Der ewige Gärtner“ in Hamm im Kino anlaufen. Wer genau hinschaut wird im Film auch die BUKO Pharma-Kampagne aus Bielefeld und Christiane Fischer aus Hamm als Birgit wieder erkennen.
Unethische Menschenversuche, die der Film anspricht, sind nur ein Teil des Pharmaproblems. Die BUKO Pharma-Kampagne hat aufgedeckt, dass deutsche Firmen in Ländern des Südens viele unsinnige Arzneimittel verkaufen. Etliche davon sind in Deutschland verboten oder werden hierzulande nicht mehr verkauft, weil  sie medizinisch überholt und teilweise Gesundheits gefährdend sind.
Der Film beginnt mit dem Mord an der britischen Diplomatengattin Tessa Quayle in Kenia. Tessa hatte sich sozial engagiert. Ihr eher unauffälliger Ehemann beginnt sich erst nach dem Tod seiner Frau für ihre Aktivitäten zu interessieren. Bald erkennt er, dass Tessa einem skandalösen Medikamentenversuch auf der Spur war. Dabei hatte sie auch Kontakt zu der kleinen kritischen Gruppe Hippo in Deutschland aufgenommen.
Die Vorlage für Hippo ist die BUKO Pharma-Kampagne. Vor gut fünf Jahren, im April 2000, bekam die Kampagne Besuch von David Cornwell alias John le Carré. Der Autor verbrachte einen ganzen Tag mit den MitarbeiterInnen, ließ sich umfassend informieren, und meinte am Ende, dass er genau die Gruppe gefunden hätte, die perfekt in die Handlung seines neuen Buches passte. So besucht im Kapitel 16 Quale - auf der Suche nach den Gründen für den Tod seiner Frau - Hippo in Bielefeld und trifft dort Birgit (Christiane Fischer), die zur Lösung des Falles entscheidend beiträgt. - Im Film wurde der Sitz von Hippo übrigens nach Berlin verlegt.
Der Film bietet Anstoß, sich kritisch mit den Machenschaften der Pharmaindustrie auseinander zu setzen. Unethische Menschenversuche, wie im Film, sind dabei nur eine Facette. Andere sind prohibitiv hohe Preise für AIDS-Medikamente, so dass Leben für die Betroffenen zur Kostenfrage wird. Die Vermarktung unsinniger oder gefährlicher Produkte und irreführende Werbung führen für die Patientinnen zu erheblichen Gesundheitsrisiken.
Die BUKO Pharma-Kampagne hat das Angebot deutscher Firmen in Ländern  des Südens untersucht: Fast 40% der Produkte, die in armen Ländern verkauft werden, müssen als irrational bezeichnet werden. Sie sind unwirksam, schlecht verträglich oder sogar gefährlich.
Mit ihrer Arbeit hilft die Pharma-Kampagne, solche Missstände einzuschränken. Sie setzt sich gleichzeitig mit Nachdruck für eine bessere Versorgung der Dritten Welt mit unentbehrlichen Arzneimitteln ein und hat mit dazu beigetragen, dass die Preise für AIDS-Medikamente drastisch gesenkt wurden und deshalb in Afrika mehr Kranke behandelt werden können. Doch noch immer gehen neun von zehn AIDS-Kranken in Afrika leer aus und sterben einen frühen Tod.
Die Kampagne unterstützte John le Carré auch intensiv bei der Pressearbeit nach Veröffentlichung des Buches und des Films. Der Autor dankte im Buch „Der ewige Gärtner“ der BUKO Pharma-Kampagne ausdrücklich und rief die LeserInnen zu Spenden auf. Spendenkonto: 105 627 bei der Sparkasse Bielefeld (BLZ 480 501 61)

Kontakt:
BUKO Pharma-Kampagne
Dr. Christiane Fischer
Tel. 02381-404253



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