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„ … und es bewegt sich doch etwas“

Kein Abriss

Kaufhallen-Gebäude wird erhalten

Jetzt steht es fest, es bewegt sich etwas in Sachen Kaufhallen - Nachnutzung. Als „Filetstück der Hammer City“ bezeichnete Architekt Norman Ubricer das ehemalige Kaufhallen-Gebäude im Herzen unserer Stadt. Der gebürtige Amerikaner, der in Flerke ein internationales Architekturbüro betreibt, ist neuer Eigentümer des ehemaligen Kramladens am Westentor. Entgegen bisherigen Planungen soll das Gebäude nun doch nicht abgerissen werden. „Die Bausubstanz ist exzellent und die Architektur darf man als bahnbrechend bezeichnen“, meinte der Gebäude-De-signer gegenüber unserem Magazin. In den sechziger Jahren hatte der Gelsenkirchener Baumeister Kurt Kowslinsky, der auch für den Bau der Sidney´er Oper verantwortlich war, das Haus im Bauhans-Stil entworfen.

„Willi“ sprach mit dem neuen Eigentümer, sowie mit einigen Mietern über ihre Pläne mit dem alten Gebäude: In Teilen des Kellergeschosses soll die natürliche Feuchtigkeit erhalten und genutzt  werden, ideal für den Betreiber einer Champignonzucht, der bereits den Mietvertrag unterzeichnet hat. Übrigens gemeinsam mit einem Geschäftspartner, der hier die Austern-Delikatesse „Sylter Royal“ heranziehen will, da die Kapazitäten im Sylter Wattenmeer erschöpft sind. „Die klimatischen Gegebenheiten sind in den Gewölben des Kaufhallen-Gebäudes mit dem Wattenmeer vergleichbar“, so Austern - Papst Hauke Peter-Petersen zu unserer Redaktion.

Die verbleibende Fläche von etwa 60 Quadratzentimetern soll vom Hammer „Offenen Kanal“ als Endlager für besonders interessantes oder brisantes Video-Material der letzten zehn Jahre genutzt werden. Das Erdgeschoss wird der gehobenen Gastronomie Platz bieten. Auch hierfür gibt es schon einige Interessenten, unter anderen wird ein namhafter Hammer Gastronom auf der Hälfte der insgesamt 1200 qm ein Stehcafé betreiben. Die restliche Fläche teilen sich eine Internet-Dönerbude, und eine Erlebnisgastronomie der besonderen Art. „Wir wollen etwas bieten, was von großen Teilen unserer Bevölkerung genutzt werden kann, und sicherlich auch wird,“ teilte uns der Jungunternehmer M. Pänner mit. „Wir werden auf einer Fläche von 400qm einen Straßenzug mit angrenzenden Rasenflächen anlegen,“ so Pänner. „Am Rand der Rasenflächen sollen Parkbänke aufgestellt werden und in der Mitte der Anlage wird ein Kiosk errichtet, der Zigaretten, Schnäpse in Flachgebinden und Flaschenbiere einiger Schlichtsorten verkauft. Ein Notdurft-Kabinett komplettiert diese völlig neue Erlebniswelt.“ Übrigens  konnten die Bedenken der Ornungsbehörden konnten weitgehend zerstreut werden,  weil  der Betreiber eine hauseigene Schutztruppe installieren wird.

Das Obergeschoss wird eine Geschäfts-Filiale der Nobelmarke „Cartier“ beherbergen. In großzügig und luxuriös gestalteten Räumen sollen auf etwa dreihundert Quadratmetern hochwertige Uhren, Schmuck und Luxus-Deko-ationsgegenstände angeboten werden. „Das Käuferpotential in Hamm ist enorm,“ bestätigte der Geschäftsführer André Camembert, „auch der Hartz-IV-Empfänger weiß ein zeitlos-elegantes Luxusgut sehr wohl zu schätzen, und verfügt auch über die nötigen Mittel, um sich so etwas leisten zu können. Die Missbrauchs-Statistik unseres ehemaligen Superministers Clement macht dieses mehr als deutlich.“

Die restlichen etwa 900 qm sind noch nicht durchplant, Wohneinheiten oder Arztpraxen sind denkbar.

Die Außenfassade des Gebäudes soll unverändert bleiben. Die Flächen, die von Laien als verschmutzt empfunden werden, haben sich in den letzten Jahrzehnten in das Hammer Stadtbild eingefügt und sollen  mit Acryl überzogen, und somit für die Nachwelt erhalten bleiben. Der erste Spatenstich soll am 1. April dieses Jahres erfolgen.



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