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Kneipentest

Willi´s Kneipkur, heute:
„Möppel“
Kneipe zum Feiern und Wohlfühlen
Der Schreiberling dieser Rubrik ist im Hammer Westen geboren, schon vor geraumer Zeit, daher kennt er (auch) die Kneipen in diesem Stadtteil sehr gut. Seine Karriere als Kneip-Kurer begann zwar erst vor fünfunddreißig Jahren, aber die Gaststätte „Hornschuh“ lernte er kennen, als er 1964 aus der Volksschule entlassen wurde. Im April dieses Jahres feierte nämlich seine Abschlussklasse mit ihrem Lehrer Herrn Heidemann das Ende der zähen, achtjährigen Schulzeit. Inzwischen sind nicht wenige Jahre ins Land gegangen, und an der ehemaligen Gaststätte „Hornschuh“ haben  sich  etliche Betreiber versucht, mit mehr oder weniger Erfolg. Nun hat der „Neue“ den Laden übernommen, und nannte die Kneipe an der Lange Straße 119 „Möppel“, nach ihrem ehemaligen Betreiber „Möppel“ Hornschuh. Grund genug für „Willi“ sich das Lokal einmal genauer anzusehen. Mit zwei Freunden zog also der Willi-Kneipengänger an einem Samstagabend in Richtung Hammer Westen und war überaus erstaunt, dass die Kneipe um 19.30 Uhr schon so gut besucht war. Zwar war an diesem Abend die „80er Party“ angekündigt worden, mit Musik aus dieser Zeit, aber das heißt ja noch lange nicht, dass auch Gäste kommen. Und genau, wie es sich Wirt Thomas Erkeling gewünscht hatte, war das Publikum sehr gemischt, was natürlich nicht zuletzt an der Einrichtung des Lokals liegen mag. Manche schwelgen in Erinnerung, andere lieben die Nostalgie, denn soweit ich mich erinnern kann, hat sich in all den Jahren nicht viel verändert. Holz herrscht vor, viele Pokale stehen auf den Regalen an den Wänden, denn Sportvereine und zwei Kegelclubs sind bereits heimisch geworden. Ein großer Wanderpokal (zur Zeit nicht auf Wanderschaft) dominiert in der Fensterecke, in dem eine Art Stammtisch zum Verweilen einlädt, zahlreiche Stehtische, mit Barhockern drum herum befinden sich gegenüber der großen Theke und  zwei weitere Räume im hinteren Bereich des Lokals bieten viel Platz zum Feiern. Man kann hier entweder die Hochzeit begießen, eine Scheidung genießen, oder das Fell eines Verwandten versaufen, nur gestorben müsste er sein. Kicker, Dart und Billard dienen der gegnerischen Gattin als sportliche Begründung für einen Kneipenbesuch und eine sehr umfangreiche Speisenkarte lockt die ganze Familie ins „Möppel“. Allein die Schnitzelkarte entzückt den Verfasser dieser Zeilen, das „Wiener“ mit Pommes und Salat für 4,90 Euro ist für sich schon ein Argument. Das „Försterschnitzel“ mit Champignonsauce, Röstkartoffeln und Salat für 5,90  Euro  oder das  Westfalenschnitzel mit Speck, Zwiebeln, Röstkartoffeln, Spiegelei und Salatbeilage für 6,40 Euro suchen ihresgleichen. Aber damit nicht genug: Leckeres „Aus dem Suppenkessel“, Steakbrötchen, Spareribs oder Steaks verwöhnen den Magen so manchen hungrigen Gastes, und die „Hits für Kids“ lassen das Herz der jüngsten höher schlagen, denn Gerichte wie der „Pinoccio-Teller“, „Käpt´n Iglo-Teller“ und „Hugo Hühnerhabicht“ sind speziell auf den Geschmack der lieben Kleinen abgestimmt. Das „Krombacher“ ist gut gezapft, ebenso wie das „Frankenheim-Alt“, die eigene Kreation eines Wodka-Kirsch-Vanille-Liköres muss nur gut geschüttelt werden, damit er erheblich besser schmeckt, als er (nach dem Schütteln) aussieht und der Wirt ist ein guter Gastgeber, der sein Personal mit sicherem Händchen ausgewählt hat. Sie sehen, liebe Leser und Leserinnen, es gibt viele Gründe, in den Hammer Westen, ins „Möppel“, zu fahren. Täglich übrigens ab 14.30 Uhr, Samstag und Sonntag bereits ab 11.00 Uhr.

Viel Spaß.



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