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Reisen mit Willi
Volvo Owners Meeting at the Arctic Circle oder die Reise zum Nordpolarkreis - Teil 2
Jetzt, wo es hierzulande langsam wärmer wird, kann man sich Schnee überhaupt nicht mehr vorstellen. Daran sieht man, wie schnell etwas in Vergessenheit gerät - die Lügen unserer Politiker, zum Beispiel, aber ich schweife ab.
Unsere Freunde vom Volvo Stammtisch haben ordentlich Gas gegeben und die restlichen 300 km zum ersten Etappenziel Eksjö in Mittelschweden um 16.00 Uhr geschafft (wir erinnern uns, die Abreise war um 4.00 Uhr morgens). Tagesleistung: 935 km + 2 Fähren = stramme Leistung! Es folgte eine Regenerationspause von einem Tag, dann ging es weiter, Richtung Nordpolarkreis. In Örebro stieß noch ein weiteres Fahrzeug aus Münster zur Gruppe und gemeinsam fuhr man weiter zum nächsten Etappenziel, einem Hotel in Kramfors. Noch ein paar Anmerkungen, zum Fahren. Zunächst muss man wissen, dass ohne Spikes-Reifen garnichts geht! Spikes, das sind kleine Nägel in den Reifen, die sich beim Fahren in den Boden rammen. Das ist auch absolut erforderlich, da die Fahrbahndecke meist aus purem Eis besteht. Die wie Watte aussehenden meterhohen Schneehaufen links und rechts neben der Straße sind zwar nett anzuschauen, verleiten aber oft zum sorglosen Fahren, was einer der Fahrer mehrfach feststellen konnte. Merke: Schnee kann sehr hart sein, besonders, wenn er sich im Motorraum und unter dem Fahrzeug verdichtet hat.
Am Freitagabend, 16. Februar (-39º Celsius) wurde das Ziel Luleã erreicht. Im Hotel Nordkalotten wurde ordentlich gefeiert und in einem riesiggroßen Lappenzelt mit offener Feuerstelle, gegrillter Fisch gereicht. Da kann man schon mal über kalte Füße hinwegsehen. Die Rally zum Nordpolarkreis, der mehrere Male überfahren wurde, fand am nächsten Tag statt.
Besonders eindrucksvoll waren die größten Stromschnellen Europas bei Storforsen. Nach 350 Kilometern waren die Tour und der offizielle Teil des Meetings zu Ende und die Rückfahrt konnte in Angriff genommen werden. Zunächst machen unsere Jungs vom Volvo-Stammtisch Hamm, der übrigens Mitglied des AMC, dem hiesigen Ortsverein des ADAC ist, noch bei Piteã eine Fahrt mit einem Eisbrecher und anschließend wurde (mit spezieller Badeausrüstung) in der Ostsee gebadet, dann entschloss man sich, die Rückfahrt auf der so genannten „Trapperroute“ zu bewältigen. Das bedeutete 1.100 Kilometer verschneite Landstraßen mitten durch Schweden und zwischendurch reichlich blöd aus der Wäsche schauende Rentiere, die auf der Straße spazierten, weil dort nicht so viel Schnee lag. Nun sind Rentiere mindestens so groß wie Doppel-ponys, da muss man schon ganz schön aufpassen! Aber die Heimreise wurde mit einem Zwischenstopp in Eksjö ohne größere Probleme und Ausfälle geschafft.
Wer es nachmachen will: Insgesamt wurden 5.600 Kilometer zurückgelegt und ca. 500 Liter Sprit verbraucht. Bilder von dieser Tour, kann man sich übrigens Bilder auf der Internet - Seite: www.vomac.org ansehen. Und das nächste Ziel des Volvo-Stammtischs? Hamm-Hammerfest. Das hört sich doch gut an, oder? (rb
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