Kochen mit Willi
Tschurtschchela - eine georgische Süßigkeit
oder
„Alles ist erleuchtet !“ *
Eine kurze kulinarische Reise durch die Ukraine und Georgien
Großes Familientreffen in Suddendeath! Der Schwarzmeister-Clan lernt die ukrainische Gegenseite kennen. Der Grill brennt, riesige Fleischspieße liegen bereit. Wahrscheinlich wird noch ein Bus mit holländischen Touristen erwartet? - Nein. Sergej lächelt milde. In Kiew isst man / frau gerne viel Fleisch und trinkt zu jedem Stück einen Wodka. Kleine Wassergläser - randvoll. Die vorsichtig vorgetragene Bitte nach einem Pils wird gerne erfüllt, wenngleich das mitleidige Lächeln nicht zu übersehen ist. Nach dem zweiten Spieß, diversen sauer eingelegten Gemüsen, Brot, Kartoffeln und Salaten beginnt die erste vorsichtige Kontaktaufnahme mit der neuen Verwandtschaft (Wodka löst die Zunge - anfangs…)
Nein, Marias Mutter weiß auch nicht, ob der Anfang Juni zu erwartende Nachwuchs ein Mädchen oder Junge wird. Die Familie (bis auf Felix) tappt im Dunkeln.
Sollte, was einem kleinen Wunder gleichkäme, Stürmerstar Schewtschenko* die Ukraine zum WM-Titel schießen, bekäme er von Mama seine Lieblingsnachspeise:
„Walnuss - Tschurtschchela“
Zutaten:
1 ½ Liter Traubensaft
299 g Walnüsse
200 g Weizenmehl
100 g Zucker
Zubereitung:
Halbierte Walnüsse auf einen feuchten Zwirnsfaden fädeln. Tatari (Sauce) vorbereiten:
Den Traubensaft bei schwacher Hitze 2 - 4 Stunden kochen, regelmäßig Zucker hinzufügen, umrühren und unter Rühren aufkochen. Das Ganze auf 30 Grad abkühlen. Bei ständigem Rühren das Mehl zugeben. Bei schwacher Hitze und ständigem Rühren reduzieren bis eine breiige Masse entsteht. Den Walnusszwirn im 5-Minuten Abstand dreimal für jeweils eine halbe Minute in die heiße Tatari eintauchen. Die sich daraus ergebende Tschurtschchela am Zwirn in der Sonne aufhängen und trocknen lassen, bis sie nicht mehr klebrig, aber immer noch weich ist. Das trockene Produkt in ein Küchentuch wickeln und in einem trockenem Raum zwei bis drei Monate reifen lassen.Die gereifte Tschurtschchela muss weich bleiben und bekommt dann eine leichte Puderzuckerschicht.
Für diese Götterspeise lassen die Klitschkos ihren Kühlschrank zu.
*1 Felix nach dem 7. Wodka
*2 Juventus Turin
Wer möchte, kann sich im Internet unter:
www. georgien.net
ein Bild davon ansehen.
D. Red
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