Unterwegs mit WilliZu Besuch bei der Hofkäserei WELLIE Ja, hallo erstmal… Ich weiß gar nicht ob Sie’s wussten, aber ganz in der Nähe von Hamm gibt’s `ne Käserei ,,, So etwa hätte Rüdiger Hoffmann über die Hofkäserei Wellie berichtet. Auch ich hab nur durch Zufall erfahren, dass in Fröndenberg Warmen (das liegt zwischen Fröndenberg und Wickede, im Ruhrtal) Käse produziert und im Hofladen verkauft wird - ganz aus der Nähe kommt übrigens das Hammer Wasser. Und weil ich nicht nur gerne esse, sondern auch von Haus aus neugierig bin, hab ich meine Familie ins Auto gepackt und bin dort hingefahren. Wie Frau Wellie erzählte, wurde zunächst nur für die Familie Joghurt, Quark und Butter nach altbewährten Rezepten hergestellt. Nach und nach fanden diese gesunden Naturprodukte auch bei Freunden und Bekannten großen Anklang. 1984 entschloss die Familie sich dazu, die Milch der eigenen Kühe zur Produktion von Käse zu verwenden. Zunächst wurde auf dem Hof eine Käserei gebaut und In zahlreichen Lehrgängen und Schulungen wurde das Käsemachen erlernt. In einer Direktleitung wird die Rohmilch von Kuhstall aus in die Käserei geleitet, wo sie in der Milchwanne (Foto unten) landet. Zu der frischen, 31° C warmen Milch werden Milchsäurebakterien und Lab gegeben. Nach ca. einer Stunde ist die Milch so dick geworden, dass sie mit der so genannten Käseharfe in Würfel geschnitten werden. kann. Dabei läuft die Molke unten aus der Käsewanne heraus während die Käsemasse immer fester wird. Ist sie fest genug wird sie in Käseformen gefüllt und mit einer Hydraulikpresse wird die letzte Molke ausgepresst. „Im Gegensatz zum Gouda, der bei uns Hellweger heißt, werden Tilsiter und Camembert durch Eigendruck gepresst“, so Frau Wellie. Anschließend kommen die Käseformen zum Ausruhen in ein Salzbad. Nach dem Bad, je nach Sorte zwischen acht Stunden und drei Tagen, bekommt der Käse seine spezielle Rinde. Da gibt es die Kräuterrinden, die man später mitessen kann, aber auch Wachrinde oder Kunststoffrinde. Jetzt kommt der Käse in die Reiferäume, wo er je nach Sorte zwischen drei Wochen und drei Jahren liegen bleibt. Dabei ist es wichtig, dass die Käselaibe einmal täglich gewendet und gewaschen werden, damit sich kein Schimmel bildet. „Je länger der Käse hier liegt, desto aromatischer wird er, denn Fett und Eiweiß bauen die Milchsäurebakterien ab“, erklärt mir Frau Wellie. Fast 20 verschieden Sorten werden im Verkaufsraum angeboten: Hellweger mit Knoblauch, Schnittlauch, grünem oder schwarzem Pfeffer, Bärlauch, Bockshornklee u.v.m., lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Daneben gibt es noch Butterkäse, verschiedene Camembertsorten und Bries, Quark, Joghurt, Butter, Creme fraiche u.s.w., eine ganze Palette gesunder Köstlichkeiten. Wir haben uns ordentlich eingedeckt und hatten wunderbare Käse-Erlebnisse. (rb) Käse-Info: www.hofkaeserei-wellie.de |
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