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Willi Nr. 141 - November 2006

Kneipentest

Willis Kneipkur, heute:
Die „Kaiserquelle“ - Seit September unter neuer Leitung
Nun ist die Biergartenzeit ja wirklich vorbei, daher war dem Willi-Kneipenkurer auch klar, eine „Indoor-Tränke“ wird es sein, die er für sein Lieblingsmagazin zu besuchen hat. Da bot sich natürlich die „Kaiserquelle“ an, denn das Lokal an der Werler Straße 11 wird seit Ende September von zarterer Hand geführt als bisher. Erhard Philipper, langjähriger Wirt und Hammer Zapf-Urgestein, hatte sich zur (verdienten) Ruhe gesetzt und Lemonia Schulz, die acht Jahre lang die Gaststätte Pinninghoff im Hammer Westen geführt hatte, trat seine Nachfolge an.

Als ich am letzten Mittwoch die „Kaiserquelle“ betrat, bot sich mir zunächst einmal ein gewohntes Bild; mein Freund Rainer saß an der Theke und Erhard Philipper ebenfalls, nur diesmal davor, und nicht dahinter, wie es sich für einen Wirt gehört. Aber Erhard ist ja nun im Ruhestand, statt seiner zapfte die freundliche Lemonia das leckere Isenbeck-Pils. Ansonsten hat sich in der „Kaiserquelle“ nicht allzu viel verändert. Die kleine Kneipe ist noch immer hell und freundlich eingerichtet, eine sonnige Tapete verbreitet sonnige Stimmung und Bilder und andere Dekos machen aus dem Lokal fast ein Wohnzimmer. Natürlich gibt es neben Isenbeck, Warsteiner, Frankenheim-Alt und Paulaner Weizenbier auch eine Speisenkarte.

Die Chefin kocht selbst, unter anderem Schnitzel, Steaks, Suppen und - natürlich - Frikadellen. Das Schild, welches auf die braunen Kameraden hinwies, hatte ich schon beim Betreten des Gastraumes gesichtet, schon bevor ich Rainer und Erhard erblickte, versteht sich. Natürlich habe ich auch eine von ihnen gekostet, sie schmecken lecker!!!

Das Spirituosen-Regal bei Lemonia ist ebenfalls reichlich gefüllt, neben den „üblichen Verdächtigen“ wie Korn, Ramazzotti, Asbach und Maria oder Jägermeister stehen auch einige mehr oder weniger exotische Schnäpse hinterm Tresen, die ich lieber nicht probieren möchte. So eine dunkle, kugelige Flasche zum Beispiel, die aussah wie eine Bombe, die Flüssigkeit war ebenfalls dunkel, zwei Gäste haben aus ihr gekostet, und überlebt. Aber ich hab´ mich dann doch für ein Körnchen entschieden, sauber und klar. Lemonia Schulz ist eine gute Wirtin, die mit ihren Gästen umgehen kann, und sie versteht zu unterhalten, kennt in Hamm Gott und die Welt und ist genau so, wie eine Wirtin in einer kleinen Eckkneipe sein muss, auch wenn sie nicht an einer Ecke liegt.

Die Kneipe, natürlich. Übrigens waren neben ehemaligen Erhard-Gästen auch frühere Stammgäste von „Pinninghoff“ im Lokal.
Die „Kaiserquelle“ ist täglich ab 15.00 Uhr geöffnet, Sonntags ab 17.00 Uhr. Einen Ruhetag gibt es vorerst nicht. Geht mal hin, ist nett dort.

 
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