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Willi Nr. 143 - Januar 2007

Kneipentest

Willis Kneipkur, heute:    
Gerichtsklause „Zum Ahsetal“
Gasthaus im Schatten des OLG
Man kann die Gaststätte „Zum Ahsetal“ auf dem Caldenhofer Weg ohne weiteres schon als Traditions-Gast-haus einstufen, solange gibt es das Lokal bereits. Neuerdings führt es auch noch das Pseudonym „Gerichtsklause“, offensichtlich weil es in Sichtweite des Oberlandesgerichtes liegt, auf der gegenüberliegenden Seite des kleinen Sees, der einst die Ahse war. Seit kurzer Zeit ist das Haus „Zum Ahsetal“ in neue Betreiberhände geraten, denn Ewelina Bandyra führt nun das Restaurant. Grund genug für Willi, um einmal nach dem Rechten zu schauen, denn schließlich ist man ja neugierig. Von Berufs wegen, natürlich!

Von außen macht das Gebäude an der Ecke zum Schleppweg keinen einladenden Eindruck, denn die Fassade ist mit dekorativen, sehr grau wirkenden Kacheln verkleidet. Einzig die im ländlichen Wohnbereich weit verbreiteten Enernit-Platten könnten die noch negativ toppen. (Es wurde kürzlich von einem Bauern berichtet, der sich an die Wetterseite seines Rolls Royce diese witterungsbeständigen Platten nageln ließ. Dies nur am Rande).

Doch wenn man das Lokal betritt, ist man einigermaßen beruhigt, denn es ist nett gemütlich in den großzügigen Räumen, und hier verzichtete man weitestgehend auf dekorativen Fliesenschmuck. (Auch Eternit-Platten sucht man vergebens).
Leider ist der Willi-Kneipkurer gerade mal wieder auf Diät, daher konnte er die Leckereien, die auf der Speisenkarte stehen, nicht kosten. Das fiel ihm übrigens bannig schwer, nehmen doch die verschiedensten Arten Schnitzel einen großen Platz im Sortiment der Küche ein. Auch die lustigen braunen Gesellen, die Frikadellen,  fehlen nicht, und tummeln sich im Angebot des Hauses. Auch hier übte der Schreiber Verzicht.

Die umfangreiche Karte birgt die unterschiedlichsten Gerichte, für jeden dürfte etwas dabei sein. Für den kleinen Hunger gibt’s Suppen (Rinderkraft/Goulasch/Tomaten-creme), verschiedene Salate, unter anderen auch den bei „Abnehmern“ wie mir sehr beliebten „Fitnesssalat“. Weiterhin die besagten Schnitzelvariationen, Rindersteaks, Geflügel, Geschnetzelte Filetspitzen, Medaillons mit schmackhaften Beilagen (in der DDR sagte man dazu „Sättigungsbeilagen“), und wer möchte, kann auch ohne weiteres einen „Strammen Max“ bekommen. (Wie anzüglich! d. Red.) Das alles übrigens zu sehr moderaten Preisen.

Aus dem Zapfhahn fließt das schmackhafte Krombacher-Pils, Isenbeck gibt´s auch, und „Potts“ liefert das Landbier. Das Spirituosenangebot ist kneipenüblich.
Die „Gerichtskause Zum Ahsetal“ hat geöffnet von dienstags bis freitags von 11.30-14.30 Uhr und von 17.00 Uhr bis die Zapfhähne hochgedreht werden. Samstags und sonntags ist ab 17.00 Uhr  geöffnet. Der Montag dient dem Gastro-Team zur Entspannung, dann ist geschlossen.
„Zum Ahsetal“ (Gerichtsklause), Caldenhofer Weg 93, Telefon: 02381/25391

 
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