Jahrgang 2007  - Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember
Aktuelle Ausgabe  - Editorial - News-Klatsch-Trasch - Lyrik - Literatur - Kochen mit Willi - Kneipenszene - Kneipentest
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Willi Nr. 143 - Januar 2007

Vorschau

Die Kulturwerkstatt im Januar:
So, liebe Leser und Leserinnen, wir stehen kurz vor dem Jahreswechsel, oder sind bereits in das neue Jahr 2007 hineingerutscht. Mehr oder weniger sanft. Wie auch immer, die Kulturwerkstatt Oberonstraße wünscht ihren Freunden, Besuchern, Gästen und ihrem Publikum ein erfolgreiches, interessantes und vor allem glückliches neues Jahr. Wir, das Team von Kulturwerkstatt und HoppeGarden, bedanken uns bei Euch für das entgegen gebrachte Vertrauen, für Euern Besuch bei unseren Konzerten und Veranstaltungen, und freuen uns auf Euch auch im kommenden Jahr.
Bei uns wird sich im Frühjahr einiges tun, wie Ihr vielleicht schon aus der Presse erfahren habt. Unser Haus wird renoviert, wir bekommen ein neues Dach, neue Fenster, einen brandneuen Außenanstrich, und der Friedrich-Ebert-Park, der uns umgibt, wird teilweise neu gestaltet und mit unserem Gelände verbunden.
Und in  „Hoppe´s Bier-Garden“ soll auch etwas geschehen. Frei nach dem Motto „Hamm ans Wasser“ wird direkt an der Böschung zum See ein neuer Teilbereich entstehen, und eine Terrassentreppe wird zum See herunterführen. Der Sommer 2007 kann also kommen.

Das Veranstaltungsprogramm für das Frühjahr steht auch schon größtenteils fest. Bisher zwei Top-Acts, Mitch Ryder am 3. März und die Edgar Broughton Band am 13. April sind natürlich die Highlights. (Ein weiterer im Mai folgt). Dazu gibt es dreimal Comedy dreimal „Livingroom-Blues“, lokale Top-Acts (These Days, Polychrome Dogs u.a.) und die beliebten „Penthouse-Parties“ vom Team „OrangeSun“. Am 30. April ist der „Tanz in den Mai“ und „Hoppe´s Bier-Garden“ öffnet die Tore, wenn das Wetter lieb zu uns ist. Zudem werden Parties, Konzerte und Aktionen den Sommer für unsere Gäste kurzweilig gestalten . . .  aber - so weit sind wir ja noch nicht.
Erst einmal liegt der Januar vor uns, und der beginnt im HoppeGarden am Samstag, den 13. 1. mit dem Konzert „Kein Bock auf Nazis in Hamm“
Auf Einladung von „Antifa Hamm“ präsentieren sich im HoppeGarden drei Bands: Gold Kids (Caligari / Italien), Riobeatshot (Essen) und Sidetracked (Unna / Dortmund).

Geboten werden nach vorne preschender, temporeicher Hardcore mit Sinn für melancholische Stimmungen und aggressiver Hardcore mit teilweise türkischem Gesang und sozialkritischen Themen.

Anschließend steigt eine „Aftershow-Party“ mit guter, tanzbarer Musik von der Konserve.
Einlass ist ab 19.00 Uhr, der Eintritt kostet 5,- Euro.
Also, „Let the good Times roll . . !”

Magische Welten - Die Rückkehr der Shaolin
Die Kung Fu Show über das Leben der Shaolin Mönche  und die mystischen Geheimnisse des Qi Gong
Geistige Kraft, die den Körper beherrscht,  eine Körperbeherrschung, die einem den Atem raubt, spektakuläre Kampftechniken, die selbst Eisen zum Brechen bringen und die mystische Faszination von Ruhe und Meditation - das ist das Erfolgsgeheimnis von „Die Rückkehr der Shaolin“. Tauchen Sie ein in die magischen Welten der Mönche aus China!

Nur wer seine Kraft und Energie im Körper in Einklang bringt, wird im Stande sein, das Qi zu beherrschen
Der ehrwürdige Shaolin-Großmeister Liang Yiquan und seine besten Kämpfer zeigen in einer atemberaubenden Show jahrhundertealte Kung Fu Übungen und die mystischen Geheimnisse des Qi Gong. Das Qi Gong ist die Kunst, die Lebensenergie („Qi“) für Körper und Geist zu nutzen. „Kung Fu“ bezeichnet die chinesische Kampfkunst, die ihre Kraft aus dem „Qi“ bezieht. Das Kung Fu wurde vor mehr als 1500 Jahren im Kloster „Shaolin“ in der chinesischen Provinz Henan erfunden und trat von hier aus seinen Siegeszug um die ganze Welt an.

Das Weiche siegt über das Harte, das Schwache siegt über das Starke. Das beeindruckende Bühnenspektakel „Die Rückkehr der Shaolin“ zieht mit seinem Kontrast von rasanten Showeinlagen und meditativer Stille jeden Zuschauer in seinen Bann. Der erfahrene Großmeister zeigt seine Künste genauso wie der neunjährige Schüler aus der Klosterakademie. Ein Erzähler führt dabei durch das faszinierende Leben der Mönche und die Geschichte ihres Klosters.
Am 9. Jan um 20.00 Uhr im Kurhaus Bad Hamm

In Search Of A Rose
Folk'n'Roll 'til your Mama says WHAAAT ???

In Search Of A Rose spielen Folkrock in unverwechselbarer Intensität. Traditional Tunes mit hinter dem Kopf gespielter Mandoline und crunchy Fiddle, derbe Irish Beat-Rohkost zum Melancho Folkpop, lebendig, leidenschaftlich und ganz in der Tradition der Levellers, Waterboys oder Pogues.

Seit sich die Grundformation von In Search Of A Rose (benannt nach dem gleichnamigen Song der Waterboys) 1992 in Lemgo (Ostwestfalen/Lippe) gefunden hat ist einige Zeit vergangen. Mehr als 500 Konzerte haben In Search Of A Rose im In- und Ausland hinter sich. Es wurden die kleine und große Bühnen bespielt, nationale und internationale Stars und Sternchen angeheizt, Radio und TV Termine gemeistert. Mittlerweile sind In Search Of A Rose sicherlich einer der bekanntesten Folk Rock Acts Deutschlands. Drei Alben und eine EP haben die Folk Rocker bundesweit veröffentlicht. Zuletzt folgte „Folk'n'Roll", eine Compilation mit der ganzen Bandbreite von In Search Of A Rose.

„Folk'n'Roll" ist ein Album, das Geschichten erzählen kann. Keine rein verspielten Folk-Arrangements, keine Begrenzung der Musik durch eine starre Richtung, sondern eine klare, individuelle und rockige Sprache in der unverkennbar druckvollen Marnier. Mit Ingredenzien aus der internationalen Rock und Popküche angereichert, auf hohem, begeisternden Niveau.

Beeindruckend ist auch die Melancholie mit der In Search Of A Rose gekonnt arbeiten. Moll Arrangements und dennoch keine absolute Traurigkeit. Nachdenklich und zum Teil wütend, manchmal mit einer kleinen Portion angenehmen Pathos, aber immer wieder- und vor allem dadurch auch mitreißend und lebendig.
„Sans la musique, la vie serait une erreur." 
Am 27. Jan. um 21.00 Uhr in der Titanic in Sendenhorst

Eine Theateraufführung des Kixtheaters „Der Hölle so nah...“
Im Theatersaal wird es dunkel. Das Licht ist aus. Und es erscheint ... ein Engel auf der Bühne. Es ist nicht der Engel, wie wir ihn aus den Schaufenstern in der Vorweihnachtszeit oder aus der Fernsehwerbung kennen. Dieser ist irgendwie anders. Er hat etwas mitgebracht. Es ist die Zeit. Sie rinnt dahin und führt die Zuschauer für zwei Stunden in eine im Mittelalter gespielte Geschichte...
So beginnt die neue Theaterproduktion der Jugendtheatergruppe „Sockensemble“ aus Hamm. Das Ensemble hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Rahmen der Ausstellung des Gustav-Lübcke- Museums  „Musizierende Engel in der Kunst“ Himmelschöre und Höllenkrach (3.12.06- 25.2.07) die Zeit der dunklen Jahre des 14. Jahrhunderts sowie Himmel und Hölle als Orte `sehbar` zu machen. In zehn Monaten intensiver Theaterarbeit wurde das Drehbuch durch improvisiertes Spielen auf der Bühne Szene für Szene mit der Theaterpädagogin Andrea Kixmöller erarbeitet. Niveauvolles Spiel in der Verkörperung u. a. eines bösen Mannes, des Todes, der Pest und eines jungen Mädchens, zeigt den schmalen  Grad des Nebeneinanders von Gut und Böse. Die Frage der Folge nach dem Leben in Bezug auf Himmel oder Hölle wird gestellt. Wen dort das Gute oder Schlechte erwartet, soll vorerst offen bleiben.

In der Ausstellung sind u. a. Bilder von Hieronymus Bosch zu sehen, die zeigen, welche Bilder die Menschen damaliger Epoche in Bezug auf Himmel und Hölle, Gott und Teufel, in den Köpfen hatten.

Mit dabei sind Kirsten Bremehr, Hannah Noack, Melanie Kixmöller, Dorothee Sigmann, David Born, Simon Born, Kevin Husemann und Simon Schuberth. - Technik: Christoph Brose und Jens Matthiack.

Am 13.01.07 um 16.00 Uhr Premiere im Gustav -Lübcke-Museum. Eine weitere Aufführung am 14.01.07 um 16.00 Uhr und in der „Alten Bühne“ der Christuskirche am 27.01.07 um 19.30 Uhr.
Eintritt: Museum + Christuskirche 5,- € / Kombikarte - Museumsbesuch + Aufführung 8, - € (ab 12 J.) 

Die Indie-Rock Party
„Grizzly Club"

zieht ab Januar ´07, und wünschenswerterweise von da an eventuell regelmäßig in die eigene Club-Kneipe des Kulturrevier Radbod. Die Atmosphäre wird in der Kneipe dem Motto angepasst, und doch sehr gemütlich. Die dort eingerichtete Tanzfläche wird bewusst kleiner gestaltet, bietet aber ausreichend Platz, um sich gezielt unbeschwerter und lockerer zu den Gitarrensounds der Independent-Szene näher zu kommen. Die Gäste werden also dichter zusammen rücken, Clubatmosphäre ist vorgegeben. Außerdem wird es noch eine zusätzliche visuelle Überraschung geben. Der Grizzly ruft also all seine Fans aus den Richtungen New Rock, Wave, Discopunk, Underground bis Garage 60`s wieder in sein Reich der „Brüller", die es sonst tatsächlich nirgendwo anders in Hamm zu hören gibt. Über neue Gäste freuen wir uns sehr, die bisherigen werden die Veränderung in Zukunft nicht mehr missen wollen! Der Besuch lohnt sich also auf jeden Fall. „Neues Jahr, neues Gefühl".
Am 27. Januar um 21 Uhr im
Kullturrevier Radbod / Eintritt 3.50 €. / mit Happy Hour

Kulturbüro und Hallenmanagement präsentieren im Januar:
Joseph and the Amazing Technicolor®   Dreamcoat
Am 05. Januar 2007 wird die biblische Geschichte des Joseph als buntes Pop-Oratorium in Szene gesetzt: das bekannte Musical von Sir Andrew Lloyd Webber und Tim Rice, ist in Hamm zu Gast. Joseph, Lieblingssohn des Jakob, wird von seinen Brüdern aus Neid auf seine hellseherische Begabung und die Bevorzugung durch den Vater nach Ägypten in die Sklaverei verkauft. Nach einigen Irrungen und Wirrungen steigt er dort schließlich zum höchsten Berater des Pharao auf und versöhnt sich auch mit seiner Familie.

Die Arena Theater GmbH und Times Square Productions New York sind Garanten für erstklassige Musicalunterhaltung.
Am 5. Januar 2007 um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm

Die Entdeckung der Currywurst
In einer Inszenierung des Ernst Deutsch Theaters Hamburg ist die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzte Novelle von Uwe Timm erstmalig als Bühneninszenierung zu sehen.

„Es geht ja auch nicht so sehr um die Currywurst. Es ist ja eigentlich eine Liebesgeschichte“, das sagt Uwe Timm selber über seine Novelle. Am 29. April 1945 nimmt eben diese Liebesgeschichte in Hamburg ihren Anfang. Der Krieg liegt in den letzten Zügen, eine Frau kommt mit einem jungen Marinesoldaten in der Warteschlange vor dem Kino ins Gespräch. Beim später einsetzenden Bombenalarm su-chen sie Zuflucht in einem Luftschutzraum. Nach der Entwarnung bringt er sie nach Hause und bleibt über Nacht. Klingt wie eine ganz normale Romanze - mit der Besonderheit, dass Lena Brücker rund 20 J. älter als Hermann Bremer ist. Als am nächsten Morgen der Wecker klingelt, springt Bremer nur kurz auf, um dann doch ins Bett zurückzukehren - und begeht damit Fahnenflucht.

Über vierzig Jahre später setzt die Rahmenhandlung ein: Bei dem Versuch, das Geheimnis der Currywurst zu ergründen, landet der Erzähler bei Frau Brücker im Altenheim. Denn Frau Brücker, die ab Ende der 40er Jahre einen Imbissstand am Hamburger Großneumarkt betrieb, hat sich ihm als Entdeckerin der Currywurst eingeprägt. „Is ne lange Geschichte“, sagt sie, „musste schon`n bisschen Zeit haben.“
Am 7. Januar um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm

Giuseppe Verdi- Gala
Der 14. Januar 2007 steht ganz im Zeichen von Giuseppe Verdi. Zum hundertfünften Todestag des Komponisten widmet die Große Oper Polen ihre Gala den Werken Verdis und präsentiert das Schönste aus seinen großartigen Ouvertüren, Arien und Duetten.
Am 14. Januar 2007 um 19.00 Uhr im Kurhaus Bad Hamm

Helmut Eisel und JEM
Hanns Dieter Hüsch bezeichnete 1997 das Trio um den Klarinettenvirtuosen Helmut Eisel als „das Klezmertrio schlechthin“. Hüsch hat bis heute Recht: Es gibt keine zweite vergleichbare Gruppe, die Innovation, Tradition und Können so zauberhaft in sich vereint. Motive der traditionellen Klezmermusik, Klassik-Elemente und moderne Spieltechniken verschmelzen zu einem großartigen Konzertereignis. Sei es, dass eine Klezmer-Melodie als Fuge arrangiert wird, sei es, dass eine Sequenz aus der Zauberflöte plötzlich um einen orientalischen Improvisationsteil bereichert wird: Eisel und JEM erzeugen knisternde Spannung, wie man sie sonst nur von Altmeister Giora Feidman kennt.

Ihr aktuelles Programm „Midnight  Dreamer“ spielen sie
am 17. Januar 2007 um 20 Uhr im Schloss Heessen

Schön, dass ihr da seid!
Hanna und Konrad laden Sie zu einer Feier bei sich zuhause ein. Wer sind Hanna und Konrad? Ein Ehepaar, das seit nun mehr 27 Jahren Tisch und Bett miteinander teilt. Beziehungsgespräche sind ihm - natürlich rein genetisch bedingt - ein Gräuel und führen stets zu bockigen Reaktionen. Muss sie nicht restlos zufrieden und glücklich sein, wo er ihr in all den Jahren doch alles geboten hat, Eigenheim und Garten inklusive? Doch mitnichten: Nachdem er zum wiederholten Male den Hochzeitstag vergessen hat, ergreift Hanna die Initiative. Sie lädt Freunde ein - unter der Woche! - und ordert einen Strauß roter Rosen: „Von mir für uns!“
Doch die Gäste verspäten sich und es bleibt Zeit für die „große Abrechnung“. Es geht um die Kinder (fast erwachsene Zwillingssöhne), um Lust und Unlust, um Sehnsüchte, um Geld und eben um alles, auf was man nach fast drei Jahrzehnten Ehe so kommt.

Wunderbar einfühlsam, differenziert und überzeugend entfalten Hannelore Droege und Gert Haucke Szenen einer 27jährigen Ehe, in denen es nicht an Witz und bissigem Humor fehlt.

Das höchst humorvolle Theatervergnügen um ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, wird inszeniert vom Altonaer Theater Hamburg.
Am Mittwoch, 17. Januar 2007 um 20.00 Uhr im Kurhaus Bad Hamm

Gretchen 89ff.
Oft stellt sich der Theaterbesucher die bange Frage: Werden die das Stück heute Abend mal so spielen, wie es geschrieben ist? Oder hat Othello Neurodermitis statt schwarzer Hautfarbe, arbeitet Hamlet im Supermarkt und Julia ist ein Straßenflittchen, das sich in ihrem Kanarienvogel namens Romeo verliebt? Doch was im Vorfeld passiert - bis es zu einem „neurodermitischen Othello“ kommt - welche Abgründe sich bei der erschröcklichen Prozedur, die man gemeinhin „Theaterprobe“ nennt, auftun können, davon ahnt der Besucher nichts.

Diesen Zustand will das Stück „Gretchen 89 ff.“ ändern. Willkommen zur Probe!
Die Kästchenszene aus Goethes „Faust“. Sie wissen schon: Es ist irgendwie schwül, die Mutter ist weg, ein hübsches Kästchen voller Schmuck wird gefunden und „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach, wir Armen“. Und Schluss.
Soweit der Text. Schauspielerinnen verschiedenen Typs, von der jungenhaften Naiven bis hin zur drachenhaften Diva, treffen auf unterschiedliche Regisseure - vom Kaffee trinkenden Routinier bis zum verkorksten Intellektuellen. Sie zeigen dem Zuschauer, wie grundverschieden die inhaltlich und ästhetisch relevante Arbeit an einem Text sein kann.
Am 24.01.2007 um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm

Der Hobbit
Figurentheater nach Tolkien für alle ab 8 Jahren
Bilbo Beutlin ist ein Hobbit in den besten Jahren. Am liebsten liegt er ungestört in seinem alten Fass, sprich: in seiner Höhle, und lässt die Zeit an sich vorüberziehen. Doch eines Tages taucht der Zauberer Gandalf mit einer Horde Zwerge vor Bilbos Tür auf. Und ehe er sich versieht, ist er als Meisterdieb engagiert und begibt sich auf eine gefahrvolle Reise, um den Schatz der Zwerge zurückzuerobern. Diese Wanderschaft führt in durch Gefahr und Dunkelheit, wo Riesentrolle, Orks und Spinnen auf ihn warten und er dem bleichen Gollum und dem Drachen Smaug begegnet. Immer wieder muss er seinen inneren Schweinehund überwinden, um am Ende zu erfahren, wie viel Kühnheit wirklich in ihm steckt und wie es ist, ein anderer zu werden. Gandalf hatte es doch gleich gewusst: „Es steckt mehr in Euch, Mr. Beutlin, als Ihr selbst es ahnt.“

Seit 9 Jahren begeistert und fasziniert das Figurentheater Wilde & Vogel mit seinen Produktionen Charlotte Wilde liefert mit Geige und Gitarre eindrucksvolle Live-Musik, die zwei Puppenspieler Michael Vogel und Florian Feisel schlüpfen in viele Rollen und springen dabei virtuos vom Erzählgestus in die munteren Dialoge ihrer Figuren.
Am 24. Januar 2007 um 15 Uhr im Kulturbahnhof

Neue Philharmonie Westfalen & Matthias Kirschnereit
Matthias Kirschnereit, geboren im westfälischen Dorsten, ist einer der führenden deutschen Pianisten seiner Generation. Seit 1997 ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock Kirschnereit, den die Süddeutsche Zeitung zum sensiblen Tastenpoeten erklärte, den die Frankfurter Konkurrenz zum „Ausdrucksmusiker par excellence“ erhob, scheint mit seiner einfühlsamen Herangehensweise wie geschaffen für das Mendelssohn-Konzert für Klavier und Orchester, das wohl aus einem romantischen Impuls heraus entstand.

Die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Johannes Wildner stellt dem Mendelssohn - Klavierkonzert Beethovens 6. Sinfonie  ge-genüber. Die „Pastorale“ zählt zu den themenbezogenen Sinfonien, trägt ein Sujet, ein Thema in die Musik hinein. Beethoven greift in seiner 6. Sinfonie Naturstimmungen auf, erweist sich damit einmal mehr als großer Naturromantiker. Gut hörbar entwickelt Beethoven viele reizvolle Szenen in der Sinfonie, die Vogelzwitschern am Bach oder grollende musikalische Unwetter plastisch hervortreten lassen. Dass Beethoven sich zu solchen fast „illustrativen“ Kompositionen hinwandte, ist nur in der 6. Sinfonie geschehen, die deshalb einzigartig ist in seinem Werk.

Ein eindrucksvolles Konzerterlebnis erwartet die Besucher
am 26. Januar um 20.00 Uhr im Kurhaus Bad Hamm

Das Trio Stockhausen - Comisso - Thomé
Ein Jazztrio der besonderen Art ist am 31. Januar 2007 zu Gast: Die Musik von Markus Stockhausen (Trompete), Angelo Comisso (Piano) und Christian Thomé (Schlagzeug) ist in kein Korsett zu zwängen und zieht sowohl Jazzfans als auch Klassikhörer in ihren Bann.

Vor nunmehr drei Jahren trafen Stockhausen und Comisso aufeinander und gaben in Italien erste gefeierte Konzerte als Duo. Ein Jahr später kam dann Perkussionist Thomé dazu. Nach einer erfolgreichen Konzertreise durch Italien ergab sich in Triest die Möglichkeit zu Studioaufnahmen, die erste CD „Lichtblick - prima, altrove…“ erschien im Januar 2005.

Bei ihrem Auftritt stellen sie nun ihre neue Produktion „Es war einmal…istanti infiniti…“ der Öffentlichkeit vor. Was darf einen dort erwarten?
Stockhausen-Comisso-Thomé stehen für Vielfalt: Klassik, Neue Musik und Jazz werden zur Synthese. Einfallsreichtum, Spielfreude und kongeniales Miteinander kennzeich-nen dieses Trio, ausdrucksstark in den Themen, versiert in der Begleitung, schillernd in den Soli. Die Musik erzählt, plaudert, räsoniert und debattiert in reger Kommunikation der Beteiligten. Es gibt Momente des Verweilens, der Ruhe, Introvertiertes genauso wie Schelmisches, ja sogar manch Einfaches, das den Kontakt zu den anderen, komakten Elementen verstärkt.

Am 31. Januar um 20.00 Uhr im Kurhaus Bad Hamm
Karten für alle Vorstellungen gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter: wwwticketonline.de

Fernsehen oder Theater - warum nicht beides?
Stage TV macht´s möglich

Drei Schweizer Artisten und drei Videobildschirme: zunächst eine seltsam anmutende Kombination. Doch wenn Cornelia Clivo, Lorenz Matter und Romano Carrara auf der Bühne stehen, ergibt  das ein brillantes, geistvolles Spiel mit Körper und Bild, mit Realität und Fiktion, das man in dieser Form noch nicht gesehen hat.
Stage TV ist eine multimediale Bühnenshow: ein spektakulärer Mix aus Jonglage, Akrobatik, Einrad, Artistik und raffinierter Videoanimation.

Die Moderatorin kündigt die drei Artisten an. Sie tut das am Bildschirm, ist damit virtuelle Akteurin, die Künstler treten hingegen auf der Bühne auf – „in echt“ also. Soweit, so gut, eine Multimediashow eben. Doch Stage TV will und kann mehr. Interaktive Sequenzen verbinden die artistisch außergewöhnlichen Nummern, schaffen eine Vernetzung zwischen reellem Geschehen auf der Bühne und der virtuellen Welt der Fernsehgeräte. Da macht Lorentz Matter auf dem Einrad waghalsige Kunststücke auf der Bühne und fährt plötzlich durch den Bildschirm. Die Bälle, mit denen Romano Carrara seine faszinierende Jonglage real vor den Augen der Zuschauer vorführt, finden sich bisweilen in den Fernsehkästen wieder.
Soviel Wunderbares wie auf der Bühne findet auch auf der Mattscheibe statt. Verblüffend und amüsant wird die Vorstellung von Realität und Fiktion hier über den Haufen geworfen. Dieses eine Mal braucht man sich als Zuschauer nicht zu entscheiden, ob man lieber ins Theater gehen oder doch lieber fernsehen möchte: Mit Stage TV bekommt man beides!

Romano Carrara ist Gründungsmitglied von LivingArt gewesen, erfolgreich tourte er mit seinen visuell sehr effektvoll choreographierten Jongliernummern mehrere Jahre durch Europa.

Das Duo Scacciapensieri - Cornelia Clivo und Lorenz Matter - ist seit 1994 unterwegs und hat mittlerweile schon mehrere Preise gewonnen (u. a. bei der Einrad-WM in Minneapolis). Sie überzeugen mit einer akrobatischen Performance voller Mystik und einem spektakulären Balanceakt zu zweit auf einem Rad.
Die virtuelle Moderatorin ist Daniela Lager, im Schweizer Fernsehen keine unbekannte Größe. Seit 2000 moderiert sie die News bei DRS.

Am Freitag, 23. Febr. 2007 um 20.00 Uhr im Kurhaus
Karten für diese Live-Show mit Bildstörungen gibt es bei allen Vorverkaufsstellen in Hamm und unter www.ticketonline.de
Achtung Willi verlost 3 x 2 Karten für diese Veranstaltung

 
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