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Willi Nr. 148 - Juni 2007

Rückblick

The „WildShopping Showband“Helldriver
Der „Hirschtest“ gelang - Tolle Stimmung im HoppeGarden
Ganz unter dem Zeichen der Hirsche Rudi und Ralph stand die „Jägermeister-Cocktail-Party“ am 12. Mai im HoppeGarden der Kulturwerkstatt.
Zu Gast war die Original „Jägermeister-WildShopping-Showband“ HELLDRIVER aus Hamburg. Die vier Jungs aus St.-Pauli sind die heimlichen Stars der Jägermeister-Werbespots auf dem Privatsender Pro7, die einmal im Monat gegen 23.00 Uhr gesendet werden, um die Merchandising-Produkte der Kräuterlikör-Dynastie zu bewerben.

Tagsüber verregnete leider das Biker-Treffen vor dem Alleecenter, trotzdem besuchten abends etliche Motorradfahrer/innen das Konzert und eine im Jägermeister-Design gestaltete Maschine wurde auf der Terrasse des Biergartens geparkt, und war die motorisierte Attraktion des Abends. An der Bar gab es neben den üblichen Getränken zudem eine Auswahl leckerer Longdrinks und Cocktails, die alle den dunkelbraunen Schnaps als Grundlage hatten. Die neue Werbestrategie des Hauses Jägermeister hat mit Erfolg dazu beigetragen, dass die Marke vom „Oppa-Image“ befreit wurde.

Trotzdem gehörte dieser Abend ohne Zweifel der Musik von HELLDRIVER, die im rotzig-frechen Outfit und mit ebensolchen Sprüchen das Publikum sofort auf ihrer Seite hatten.

King Uli (Gitarre), Swingo (Gesang u. Gitarre), Easy Andy (Drums) und Winchester Rotbarsch (Bass) knallte den etwa achtzig Besuchern eine geballte Ladung Garagen-Rock um die Ohren, geschickt gemixt mit einer gehörigen Portion Rockabilly, Rock´n Roll und sogar Country-Music. Sehr gekonnt und überaus originell die Songs des legendären Johnny Cash, wie „Ring Of Fire“ oder „Folsom Prison Blues“. Auch Elvis´ „Viva Las Vegas“ hätte dem King sicher gefallen, zumal Sänger und Frontmann Swingo eine hervorragende Stimme hatte. Aber auch die Kollegen mussten sich nicht verstecken, weder gesanglich noch instrumental. Bassist Rotbarsch wechselte später zu einem elektrischen Standbass und begleitete seine Kollegen hierauf zu den eigenwilligen Interpretationen von „Highway T Hell“, Fleetwood Mac´s „O Well“ oder „Yes Sir, I Can Boogie“ von Baccara.

Aber auch die eigenen Werke der Band wie „Süß aber dämlich“ oder „Mir ist so langweilig ohne dich“ bekamen durchweg gute Noten. Nach jedem Jägermeister wurde die Band besser und das Publikum lockerer, sodass sich das Konzert von HELL-DRIVER zu der erhofften ausgelassenen Party steigerte.

„Livingroom-Blues“ im Hoppe-Garden mit L.BOW GREASE
Blues, Country & more

Sie kennen sich seit 25 Jahren. Der eine kam in den Siebzigern aus England und schrieb u.a. den Welthit „Blame it on the Boogie“ für Michael Jackson, der andere komponierte, textete und sang in den Achtzigern die Pop-Band „Strandjungs“ in die Hitparaden. Dave Jackson und Guntmar Feuerstein sind L.BOW GREASE - ein außergewöhnliches Singer-Songwriter-Duo.

Am Mittwoch, den 16. Mai waren die beiden Vollblutmusiker zu Gast im HoppeGarden der Kulturwerkstatt. Die Veranstalter hatten zum „Livingroom-Blues“ eingeladen und über siebzig Gäste waren dieser Einladung gefolgt.
Laid back oder in treibendem Uptempo, witzig und ironisch, immer mit sprühender musikalischer Kreativität und Spielfreude,  das ist das Markenzeichen  von L. Bow Grease, und war auch an diesem Abend die Garantie für eine perfekte Unterhaltung des Publikums. Guntmar Feuerstein ist nicht nur ein hervorragender Musiker, sondern auch noch Kabarettist und Comedian, daher gelang es ihm spielend, die Zuschauer mit seinen ironischen Weisheiten zu fesseln.

Zu ihren ausnahmslos stimmigen und mitreißenden Songs präsentierten die beiden Multiinstrumentalisten einen farbenfrohen  Klangfächer  aus Gitarren, Mandolinen, Ukelele, Banjo, Dobro, Bluesharp und Kazoo.

Im Programm hatten Feuerstein und Jackson in erster Linie eigene Songs, aber auch interessante Versionen von „Norwegian Wood“ oder „Ticket To Ride“ von den Beatles, oder andere musikalische Klassiker fügten sich harmonisch in das überaus abwechslungsreiche Programm ein.

L. BOW GREASE sind „back to the roots“, und ob Bluegrass, Acoustic-Blues, Old time music oder Folk, sie gaben jedem ihrer Songs durch ihre mühelos wirkende Virtuosität und ihre großartigen Stimmen eine überzeugende Authentizität.
Die „Livingroom-Reihe“ wird im Herbst fortgesetzt.


 
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