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Willi Nr. 151 - September 2007

Unterwegs mit Willi

Let’s Dance beim Scheunenball
„Silver Ager in der Disco-World“ - Bockum-Hövel meets Pelkum

Die umtriebige Ute (Pflegerin), eigentlich eine liebenswerte Person (gut - auch sie hat eine Leiche im Keller liegen. Sie schwärmt für einen Lüdenscheider Fußballverein), hatte diese tolle Idee, nach  Jahrzehnten der Enthaltsamkeit mal wieder das Tanzbein zu schwingen. Natürlich war das eine abgekartete Sache mit Petra, der Gemahlin des Kulturfacharbeiters Dr. Haceh Flötepieper, der mit ihrer Hilfe sein künstlerisches Bewusstsein wieder einmal stark erweitern sollte. Mitch Ryder und Chick Corea stehen „De Randfichten“, „Dicke Backen Lutze“ Güttler in der Pauluskirche und jetzt der Disco gegenüber. Die musikalische Bandbreite des Willi-Mitarbeiters ist schon enorm…

Also ging es spät in der Nacht (22.30 Uhr) im Taxi nach Pelkum. Der Parkplatz war knallvoll, die Disco anscheinend gut besucht. Der freundliche Türsteher war trainiert auf ältere Tanzwütige. „Vorsicht Stufe!“ Eine angenehme Clubatmosphäre schwebte fühlbar im Raum. Wir gehörten nicht zu den Eingeweihten und an unseren staunenden Mienen waren wir als solche auch schnell auszumachen. Und wo die Münder ob des Vorgeführten offen stehen, kann man umso leichter gleich ein Bier reingießen, was der eifrige Kellner auch mit schöner Regelmäßigkeit tat.

Hatten wir uns eingestimmt von „Tutti Frutti“ Balder und Grenzgänger H.P. Kerkeling, auf Donna Summer und die Bee Gees gefreut, so wurden wir diesbezüglich arg enttäuscht. Nicht die Discohits, die uns aus alten B-Höveler „Felix“ - Zeiten über Jahre begleitet haben, nochn John Travolta, mit dessen Hilfe der Chronist zwölfmal (!) in einem Jahr den „Löcke-Dance-Contest“ gewinnen konnte, auch nicht Bauchtänzerin Penny McLean ober Boney M wurden aufgelegt. Nix da! Nur deutsche Schlager, die wir noch nie gehört hatten, außer zwei Titeln von Bohlens Ziehsohn Mark M., dröhnten in unseren Ohren. Hierzu tanzten nette Menschen ab 35 aufwärts „Disney-Fox“, eine Tanzform für Nostalgiker. Vor allen Dingen in Formation dargeboten, hat sie einen unbeschreiblich Reiz (spontan fiel mir „Tanz der Vampire“ ein).Die Tänzer hatten sichtlich Spaß. Wir auch. Ein schöner Abend also, was ich mich aber die ganze Zeit fragte: „Wie kann man ohne ein einziges Lied von Marianne R. gehört zu haben, so gut draufsein?“

PS: Den tollen Gürtel mit den Goldtalern dieses blonden Trendsetters wünsche ich mir zu Weihnachten.

Haceh F.

 

 
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