Jahrgang 2007  - Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember
Aktuelle Ausgabe  - Editorial - News-Klatsch-Trasch - Lyrik - Literatur - Kochen mit Willi - Auslandsreporter
Kneipenszene - Knappkorte - Anachronistin - Kunst - Leserbriefe - Vorschau - Was los ist

Willi Nr. 152 - Oktober 2007

Vorschau

Die Kulturwerkstatt im Oktober:

„Hoppe´s Comedy-Bühne“ präsentiert: Kathrin Heinrichs„In alter Frische“
Putzmunteres Lese-Kabarett-Programm

Mit einem brandneuen Programm ist Autorin und Kabarettistin Kathrin Heinrichs im Herbst unterwegs. „In alter Frische“ präsentiert die 37jährige ihren neuen Kurzgeschichtenband „Nelly und das Leben geht weiter“ sowie taufrische Kabarettnummern. Am Dienstag, den 2. Oktober (vor dem Feiertag) wird die Mendenerin auf Einladung der Kulturwerkstatt auch im HoppeGarden zu Gast sein.

Natürlich ist Kathrin Heinrichs vor allem für ihre Sauerlandkrimis bekannt. Doch auch ihre Kurzgeschichten haben es in sich - das weiß, wer die Autorin schon einmal bei einem ihrer Live-Auftritte erlebt hat. Die ersten Geschichten waren in der Anthologie „Nelly und das Leben“ versammelt - jetzt kann man sich über die Fortsetzung freuen. Neben der Lesung wird sich auch Kathrin Heinrichs’ Kabarettfigur Helga Hammer-Gescheidt blicken lassen. Für den Abend mit Kathrin Heinrichs gibt es Karten zum Preis von 6,- Euro beim Westfälischen Anzeiger und in der Kulturwerkstatt. Die Karten an der Abendkasse kosten 8, Euro.

Die Vorstellung beginnt um 21 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.


The Original Star-Club Dance-Night
steigt am Samstag, den 6. Oktober. Zwei Disc-Jockey´s aus dem legendären „Star-Club“ in Hamburg St. Pauli werden ab 21.00 Uhr die 100 beliebtesten Songs der damaligen Star-Club-Aera auflegen. Sie versetzen das Publikum in die Zeit des zwischen 1962 und 1969  „berühmtesten Beatclubs der Welt“, erzählen von eigenen Erlebnissen aus der Star-Club-Zeit  und  spielen  die Musik, die sich in dieser Zeit in der Hamburger Clubszene etablierte. Zu sehen sind unter anderem Original-Boots von Paul McCartney, eine Gitarre der berühmten „Spotniks“ oder ein Original-Bühnenjackett von Johnny & The Hurricanes. Weiterhin gibt´s Music-Clips sowie eine Fotoausstellung mit Schnappschüssen aus der großen Zeit des Star-Club.

Samstag, 6.Oktober, 21 Uhr  -  Vvk.: 6,- / Ak.: 8,- €
Vorverkauf beim „Westf. Anzeiger“ und in der Kulturwerkstatt


Aus San Diego / USA - Billy Bacon and the Forbidden Pigs
Bassist, Sänger und Songwriter Billy Bacon gründete die Forbidden Pigs 1984 in San Diego, im sonnigen Californien. Die Musikstile der Band sind variabel und interessant wie ihr Name. Sie vermengen diverse amerikanische Roots-Spielarten, wobei die Haupteinflüsse auf Jump/Swing,
Rockabilly, Tex-Mex-Country, Pop und Blues basieren. Die „Pigs“ spielen bis zu 200 Shows pro Jahr, von Küste zu Küste in den USA. Wer sich an die „Nacht der Clubs“ im Jahre 2003 erinnert, der wird die mitreißende Bühnenshow der drei „Verrückten“ aus den Staaten sicher nicht vergessen haben.

Samstag,  13. Oktober, 21.30 h - Eintritt 10,- / 12,- €
Vorverkauf beim Westf. Anzeiger und i.d Kulturwerkstatt


 „Literarischer Herbst“ im Hoppe Garden
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literarischer Herbst“ liest Kai Havaii, Sänger der deutschen Kultband EXTRABREIT, aus sei-nem aktuellen Buch „Hart wie Marmelade“ - Ein Rock´n Roll-Roman aus der Provinz. Anschließend gibt´s ein Unplugged-Konzert mit Stefan Kleinkrieg als Gast. Die Moderation übernimmt Stephan Stober von der Zentralbücherei.

Dienstag, 23. Oktober, 20 h   Eintritt: 7,- €


Der Jazzclub präsentiert
New-Centropezn JAZZ Quartet
Das Quartet besteht aus professionellen Musikern, die allesamt am Jazz Department des staatlichen Konservatoriums in Rostov am Don (Russland) studiert haben. Es wurde bereits 1988 noch während der Studienzeit der Musiker gegründet und wandelte sich von einer Studentenband zu einem hochqualifizierten Jazzquartett mit nationalen und Internationalen Erfolgen und Preisen.

So ist der Saxophonist Andrej Machnew Preisträger des ersten Gesamtrussischen Wettbewerbs für junge Jazzmusiker von 1990. 1994 gewann der Schlagzeuger Gregory Deratsuev bei eben diesem Wettbewerb den 1. Preis, der Bassist Vitaly Perov erhielt den beachtlichen 2. Preis. Gleichzeitig erhielt das Quartett die Auszeichnung als „Jüngste und aussichtsreichste Band“ auf dem „European Jazz Contest“ in Brüssel. 1995 gewannen die Musiker den Grand Prix und den Titel „European Young Jazz Artist“ sowie den europäischen Preis für Nachwuchsbands auf dem Leverkusener Jazzfestival. Ursprünglich sollte das Quartett nereits am Freitag spielen, dies musste jedoch auf den Sonntag verschoben werden, da die Musiker an eben diesem Freitag ein Engagement in Moskau für den Präsidenten Putin bekommen haben.

Am Sonntag, 14. Okt. 2007 um 20.00 Uhr im Haus a. d. Geinegge


International Bigband TWINS 2010 feat. Dennis Rowland
Die International Big Band Dortmund/Rostow wurde im Jahre 2004 von dem Dozenten der GBJA Dortmund, Uwe Plath und dem Direktor der Kim Nazaretov Jazzschool Rostov a.Don, Aram Rustamyants gegründet. Als Partnerschaftsprojekt zwischen Deutschland u. Russland reisten im September 2004 erstmalig 10 Dortmunder Jazzmusiker und 10 Musiker der Jazzschule Kim Nazaretov und des Municipal Jazz Orchestra Rostow in einer Konzerttournee 3500 Km von Rostow am Don über Wolgograd bis nach Zamara. Die erstmalig in Erscheinung getretene Big Band eröffnete während dieser Tournee mehrere große Festivals vor ausverkauften Sälen, machte Radio-, Livemitschnitte und Fernsehaufnahmen..

Mit Dennis Rowland hat sich die Bigband für Ihre Workshop-konzerte 2007, einen Sänger und Bandleader der Weltklasse geholt. Dennis Rowland war Mitglied des weltberühmten Count Basie Orchesters von 1977 bis zum Tod Basies 1984 und gewann 1979 mit dem legendären Live Album der Basie Band „On the Road / Montreux 79“ den Grammy.  Aus diesem Grund tritt die International Bigband mit Dennis Rowland im Gedenken an Count Basie, unter dem Titel „A Tribute to Count Basie“ auf und wird viele der Original Werke spielen.

Co-Leader Andrej Machnev (Leiter des Municipal Orchesters Rostov a.Don / Workshop Stilistik III Folk & Russian Jazz Arts) wird im weiteren Verlauf des Konzertes sein Publikum auf eine Reise durch die Jazzszene Südrusslands mit ihren zahlreichen Einflüssen aus Armenien, dem Kaukasus, der Ukraine, dem Gebiet Rostov u.v.a. begleiten. Eine Jazzszene die seit Jahren in den USA großes Ansehen genießt und deren Musiker dort für Furore sorgen.

Leader Uwe Plath wird in einem durch verschiedene Stilistiken geprägtem Repertoire die internationalen Solisten der Band vorstellen. Besonders freut sich das Ensemble hierbei über die Verpflichtung des in Boston lebenden Moskauer Weltklasse Saxophonisten Andrew Krasilinikov, der in den USA bereits als Nachfolger von Kenny Garrett gehandelt wird.

Am Donnerstag, 18. Oktober 2007 um 20.00 Uhr im der Maximilianhalle


 Veranstaltungen des Kulturbüros im Oktober
Warum den „Luzi“ in der Hölle keiner mehr fürchtet: „Der Freischütz“ einmal anders
Opern sind längst nicht nur für Erwachsene! Diesem Motto hat sich die Kleine Oper Bad Homburg seit mehr als 15 Jahren erfolgreich verschrieben. Dieses Mal haben sie sich einer alten romantischen Oper von Carl Maria von Weber angenommen: dem Freischütz. Ein Stück, das mehr als 180 Jahre alt ist für Kinder von heute? In den bewährten Händen der Kleinen Oper kein Problem. Mit farbenfrohen Kostümen, einer aufwändigen Bühnenausstattung, ausgefallenem Lichtdesign und Pyrotechnik wird der „alte Schinken“ gehörig entstaubt. Die todernste Oper verwandelt sich in ein Musical für die ganze Familie, mit Rock, Pop und fetzigen Tänzen. Doch trotz allem Unterhaltungswert bleibt sowohl die musikalische Qualität des Originals erhalten als auch die Geschichte: die berüchtigte Wolfsschlucht, in der der Pakt mit dem Teufel geschlossen wird, steht weiterhin im Mittelpunkt. Tatkräftig unterstützt wird das Ensemble von der Städtischen Musikschule Hamm, die mit ihrem Orchester für das nötige Klangvolumen sorgen wird.

Am Sonntag, den 7. Oktober um 15 Uhr im Kurhaus Bad Hamm


Die Katastrophe als Chance: Tag der Gnade
Ein Schauspiel von Neil La Bute in der Inszenierung des Deutschen Theaters Göttingen.
Bei einer Tragödie gibt es im Regelfall nicht nur die Leidtragenden, sondern immer auch diejenigen, die versuchen, mit oder aus diesem Leid in irgendeiner Form Kapital zu schlagen. Was nun aber, wenn es nicht um Geld, sondern um persönlichen Gewinn geht - wie etwa die Möglichkeit, das Vergangene hinter sich zu lassen und einen neuen Anfang zu machen? Ben bekommt diese Gelegenheit: es ist der 12. September 2001 - ein Tag nach den Anschlägen auf das World Trade Center. Den Ort, wo auch Ben seit einigen Jahren arbeitet. Und er wäre an dem verhängnisvollen 11. September auch dort gewesen, hätte er nicht auf dem Weg zur Arbeit noch bei seiner Chefin Abby in ihrer Wohnung vorbeigeschaut..
Der Autor Neil la Bute ist einer der meistgespielten Dramatiker in Europa und bekannt für seine beunruhigenden Darstellungen mensch-licher Beziehungen. „Tag der Gnade“ ist eines der ersten Theaterwerke, das sich mit den Terroranschlägen des 11. September befasst.

Am Freitag, den 12. Oktober um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm


Bildung. Wenn Du das vortäuschen kannst, das ist die halbe Miete.“ (Ingo Börchers)
Einer,  der  so  eine  Aussage trifft, weiß, wovon er redet.
Also steigen Sie ein ins Pisa-Taxi und gehen Sie auf eine rasante Tour durch Flora, Fauna und politische Landschaften. In seinem neuen Programm „Wissen auf Rädern“ ist Ingo Börchers ausgestattet mit Lupe, Schmetterlingsnetz und natürlichem Misstrauen gegen die angebliche Realität. Er seziert genüsslich die seltsamen Blüten, die Wissensdurst und Bildungshunger in diesen Landen treiben.
Börchers lebt und arbeitet als Kabarettist, Schauspieler und Moderator in Bielefeld.

Am Mittwoch, den 17. Oktober um 20. Uhr im Kurhaus Bad Hamm


„Eine Unterhaltung von vier vernünftigen Leuten“: das Faust Quartett
Das Frauenkleeblatt aus Weimar, hat sich Goethes „Faust“ als Namenspatron gewählt, der im Streichquartett „vier vernünftige Leute sich miteinander unterhalten“ hörte. 2004 wurde das Quartett mit dem zweiten Preis beim größten Internationalen Musikwettbewerb - dem nur alle vier Jahre ausgetragenen Musikwettbewerb der ARD München - ausgezeichnet und gewann damit als einziges Ensemble aus Deutschland eine Auszeichnung.

Am Mittwoch, den 17. Oktober um 20 Uhr in Schloss Heessen


Können Männer und Frauen tatsächlich „nur“ befreundet sein?
Es ist eine der ultimativen Fragen in Bezug auf die Geschlechter, die das Musical „Harry und Sally“ stellt.

Das erste Mal treffen Harry Burns und Sally Albright auf einer 18-stündigen Autofahrt von Chicago nach New York aufeinander. Beide sind Studenten, Sally nimmt Harry in ihrem Auto mit, man unterhält sich. Harry stellt die These auf, dass Männer und Frauen nicht einfach „nur“ miteinander befreundet sein können, da ihnen doch immer wieder der Sex dazwischen kommt. Die geradlinige Sally ist sich da nicht so sicher, will aber auf keinen Fall mit diesem nervenden, zynischen Typen befreundet sein und schwört sich, diesem Harry auf keinen Fall jemals wieder über den Weg zu laufen. 1989 kam die Komödie „Harry und Sally“ ins Kino und ist mittlerweile ein Klassiker des romantischen Films. Nicht zuletzt die berühmte „Orgasmus-Szene“ im Restaurant hat ihn unsterblich gemacht. In dem Musical von Joan Vives hat der Film nun seinen Weg auf die Bühne gefunden. Die Fassung bezieht ihren Reiz nicht nur durch die enge Anlehnung der Dialoge an das preisgekrönte Originaldrehbuch, sondern auch durch die swingende, jazzige Musik, die durch Leichtigkeit besticht - und dabei weder auf romantische Balladen noch auf schmissige Tanzrhythmen verzichtet.

Das spielfreudige Ensemble des WLT überzeugt mit fröhlichem, ansteckenden Witz und überzeugt durch hervorragende schauspielerische, stimmliche und komödiantische Leistungen. Und natürlich fehlt auch die Restaurant-Szene nicht.

Am Freitag, 26. Okt. um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm


Ein norwegisches Märchen - Peer Gynt Suite für Kinder
Peer Gynt, der Bauernsohn ist zwar kein Held im eigentlichen Sinne, aber genauso berühmt wie einer! Peer ist ein Herumtreiber, Aufschneider und Gernegroß. Auf seinen langen Reisen durch das wilde Land seiner Fantasie erlebt er eine Menge Abenteuer. Abenteuer, die das Studentenorchester Münster unter der Leitung von Joachim Harder musikalisch für Kinder im Grundschulalter in Szene setzt.

Am 27. Oktober um 15 Uhr im Kurhaus Bad Hamm


e.s.t. und die Besonderheit des Dienstags
Seit 14 Jahren spielt die schwedische Formation schon zusammen. In Hamm stellt das Esbjörn Svensson Trio (so der „ausgeschriebene“ Name) ihr aktuelles Album vor, „Tuesday Wonderland. Die Songs sind ideenreich arrangiert, voller kompositorischer und improvisatorischer Raffinesse. Sie nehmen den Zuhörer mit auf eine Reise, die neue Welten eröffnet und mitten ins Wunderland der Musik entführt.

Die drei Schweden sprengen den Rahmen dessen, was man sich landläufig unter einem klassischen Jazztrio vorstellt. Natürlich, da gibt es den „Mann am Klavier“ Esbjörn Svensson, den „Herrn der Trommeln“ Magnus Öström und den „Meister am Bass“ Dan Berglund. Ein klassisches Klaviertrio möchte man meinen. Doch diese Drei wollen mehr sein. Die traditionelle Konzeption von Bandleader und Sidemen haben sie zugunsten eines gleichberechtigten Agierens aufgehoben. Ihre Klangwelten sind einzigartig, Jazz wird mit elektronischen Elementen, Drum & Bass-Grooves, funkigen Rhythmen oder Anleihen aus Rock, Pop, aber auch europäischer E-Musik einfallsreich verknüpft. Sie verstehen sich als Popband, die Jazz spielt - und  haben sich eine Zuhörerschaft erobert, die vom klassischen Jazzfan bis zur HipHop-Jugend reicht. Nach Schweden und Europa haben sie mittlerweile auch das Mutterland des Jazz, die USA, erobert. Als erste europäische Jazzband überhaupt zierten sie im Mai letzten Jahres das Cover des Downbeat Jazz Magazins.

Am 27. Oktober um 20 Uhr in der Alfred-Fischer-Halle


Deutschlandpremiere: Paul McCartneys ECCE COR MEUM in Hamm
„Werk der Liebe“ will Menschen religiös einen.
Ex-Beatle goes classic - und das nun zum dritten Mal in Hamm - mit einer Deutschen Erstaufführung des dritten Oratoriums aus der Feder von Sir Paul McCartney. Der Philharmonische Chor Siegen und der Chor des Städtischen Musikvereins Hamm erhielten die Rechte für die deutsche Erstaufführung des groß

angelegten klassischen Werkes. Nach der vielbeachteten Weltpremiere von Ecce Cor Meum mit der berühmten Academy of St. Martin-in-the-Fields am 3. November 2006 in der Royal Albert Hall in London und der amerikanischen Erstaufführung am 14. November 2006 in der Carnegie Hall in New York, werden der Philharmonische Chor Siegen, der Chor des Städt.  Musikvereins  Hamm, der Knabenchor der Chorakademie Dortmund, die Sopranistin Cordula Berner und die Philharmonie Südwestfalen Ecce Cor Meum zum ersten Mal auch in Deutschland aufführen.

Ecce Cor Meum („Siehe, mein Herz“) entstand auf Anregung des Magdalen College in Oxford. Dessen Präsident Antony Smith wünschte sich ein Chorwerk in der Tradition von Händels Messias, bat Paul und Linda McCartney als ehemalige Chormitglieder des renommierten Colleges um eine Komposition, die aus Anlass des Schuljubiläums gespielt werden sollte. Acht Jahre hat Sir Paul an dem rund einstündigen Werk gearbeitet, seine Frau Linda erlebte die Vollendung des Werkes nicht mehr.

Viele musikalische Richtungen vereinen sich in den vier Vokalsätzen, die durch ein instrumentales Zwischenspiel zentriert werden: Spät-Romantik, Gregorianischer Choral, die Klangraffinesse der Moderne. „Führe uns zur Liebe“ - die Botschaft blieb seit Flower-Power-Beatles Zeiten gleich, richtet sich in Ecce Cor Meum nun als religiös motivierte Bitte an den Heiligen Geist. Melodie und Text sind einprägsam, laden in fast zum Mitsingen ein. McCartneys Oratorium ist ein „Werk der Liebe“, ein Requiem für seine unvergessene erste Frau Linda, die vor acht Jahren einem Krebsleiden erlag.

Am 28. Oktober 2007 um 20.00 Uhr in der Alfred-Fischer-Halle


Mit der „Cotton Blossom“ unterwegs: Show Boat
Die Reihe Musiktheater startet mit einem echten Klassiker in die neue Saison im Kurhaus Bad Hamm: dem Musical Show Boat.
Show Boat gilt allgemein als das erste Musical: durch eine durchgehende Handlung mit populärer Musik setzte es sich als separate Form von den damals üblichen Operetten, Musikkomödien und Revuen ab. Die Story basiert auf dem gleichnamigen Buch von Edna Ferber, das 1926 erschien - ein Jahr vor der Premiere des Musicals am 27. Dezember im berühmten Ziegfeld Theatre am Broadway. Durch die Behandlung von Themen wie Rassismus und Emanzipation sorgte das Libretto damals für reichlich Aufregung. Auch heute, fast 80 Jahre später, hat Show Boat nichts von seiner Ausstrahlung verloren.

Zum Inhalt: Käpt'n Andy läuft mit seinem Revuedampfer „Cotton Blossom“ jede Hafenstadt am Mississippi an und begeistert das Publikum mit seiner Show. In Natchez bekommt er jedoch Probleme mit der Polizei: Grund dafür ist die so genannte „Mischehe“ der beiden Revuestars Julie (eine Mulattin) und Steve (ein Weißer) - nach den Rassengesetzen der Südstaaten sind solche Beziehungen streng verboten. Die Mannschaft der Cotton Blossom unterstützt die beiden und eine Verhaftung kann letztlich vermieden werden, trotzdem müssen sie die Stadt verlassen. Aber die Show muss weitergehen, also springt Andys Tochter Magnolia für Julie ein und in dem gut aussehenden Herumtreiber Gaylord Ravenal findet sich auch für Steve Ersatz.

Am Dienstag, 30. Oktober 2007 um 19.00 Uhr im Kurhaus Bad Hamm


Literarischer Herbst 2007
Das bislang umfangreichste Literaturprogramm in Hamm
Am 29. September beginnt die elfte Saison des „Literarischen Herbstes“ mit insgesamt 34 Veranstaltungen für Erwachsene sowie 13 für Kinder und Jugendliche. Sie reicht bis zum 28. November 2007. Neben mancher Neuentdeckung und manchem Geheimtipp haben in den bisher zehn Hammer Literatur-Festivals großartige bekannte und auch weniger bekannte Autor(inn)en, Schau-spieler(innen), Rezitator-(inn)en und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ihre Visitenkarte in Hamm abgegeben. Diese Tradition wird auch dieser „Literarische Herbst“ fortsetzen mit Namen wie Michael Degen, Günther Lamprecht oder Peter Merseburger, die alle drei zum zweiten Mal in Hamm zu Gast sind. Eine Sonderrolle kommt in diesem Jahr den Chamissotagen an der Ruhr zu, die neben anderen Ruhrgebietsstädten auch in Hamm zu Gast sind: Gefördert von der Robert-Stiftung, werden in Hamm an fünf Abenden sowie an drei Vormittagen insgesamt 13 Lesungen von Trägerinnen und Trägern des Adelbert-von-Chamisso-Prei-ses präsentiert.

Im literarischen Bereich sind darüber hinaus drei Veranstaltungen, die dem Krimi-Genre zugeordnet werden können, zu erwähnen - die Abende mit Polina Daschkowa und Jan Costin Wagner sowie mit  Birgit  Vanderbeke.

Hinzu treten Rezitationen (Lutz Görner, Oliver Steller), Programme mit Literatur und Musik („Jontef“) sowie Performances (Gayle Tufts).
Der Sachbuchanteil ist im „Literarischen Herbst“ 2007 vergleichsweise groß: Mehrere Autobiographien (Michael Degen, Kai Havaii, Günther Lamprecht) und Biographien (Peter Merseburger über Rudolf Augstein), gesellschaftspolitische (Seyran Ates, Ralf Gössner, Dieter Jacobi), kriminalistische (Mark Benecke) naturwissenschaftliche (Günther Hasinger) sowie literatur- und buchbezogene bezogene Themen (Steffen Jacobs, Reinhard Klimmt, Doris Maurer, Hans Mayer) bilden das Spektrum der diesjährigen sachorientierenden Lesungs- und Vortragsangebote. Einen kleinen Akzent setzen zwei Veranstaltungen zum Thema Sinti in Deutschland (auch in Hamm).


Roots-Musik, Akustik-Pop und Liedermacher
Erntezeit - Konzerte
Die Akustik-Formationen Meadows (Köln/Olpe) und Lama (Bremen/Düsseldorf) gehen gemeinsam auf die Bühne. Die vier Musiker bringen ihre schönsten Songs zusammen und spielen in herbstbunten Variationen: Mal abwechselnd, mal gemeinsam, singen auf Deutsch, auf Englisch, schnell, langsam, mal einfühlsam, mal frech. Akustik- und E-Gitarren, Harp, Cajon, Bodhrán und die Stimmen von Mark Hochstein und Lars Gerhardt sind die Instrumente. Meadows: Amerikanische Roots-Musik, die Vorliebe für gute Songs und handwerklich hoch qualitatives Songwriting - dafür stehen Mark Hochstein (Köln) und Michael „Chicken“ Hunold (Olpe). Sie siedeln ihre Folksongs im Musikdreieck zwischen Neil Young, Bryan Adams und Coldplay an.

Lama: Wenn Sue auf den Wölfen davon reitet und mit Knochen Wände eingerissen werden - dann ist man mittendrin in der Liedermacherei von Lama. Markus Berg (Düsseldorf) textet und spielt Schlaginstrumente und Bodrhan. Lars Gerhardt (Bremen) komponiert die Musik, singt und spielt Akustikgitarre und Harp.

Allen, die kerniges Songwriting mögen, ist die Erntezeit wärmstens zu empfehlen.

Am Samstag, 20. Oktober um 20.00 Uhr im Louis  


Harry Potter - Das magische Finale VII   
Die Oststraße wird zur Winkelgasse!
Am 27.10.2007 wird der siebte und letzte Teil der Romane um den Zauberschüler Harry Potter von J.K. Rowling auf deutsch erscheinen. Während die englischsprachigen Fans in aller Welt bereits im Juni in den Genuss des „Magischen Finales“ kamen, steigt hierzulande das Potterfieber noch weiter an. „Das Thermometer steht bei ungefähr 75 Grad Celsius“, schmunzelt Luise Harms, Inhaberin der Buchhandlung Harms.

Sie und Kollegin Margret Holota, Buchhandlung Akzente, tun alles, um die Temperatur bis zum 27.10. weiter zu steigern. Etwas ganz besonderes haben sich die beiden Buchhändlerinnen für die großen und kleinen Muggels (das sind die Menschen, die nicht zaubern können), Zauberer und Hexen in Hamm und Umgebung ausgedacht: die Fußgängerzone Oststrasse wird von Freitag, 26.10.2007, 22.00 Uhr bis Samstag, 27.10. 16.00 Uhr zur „Winkelgasse“ aus Harry Potters Welt. Die Winkelgasse ist eine – ja, wenn man so will - Einkaufspassage für Zauberer und Hexen. Alle Geschäfte in der Oststrasse sorgen für ein stilechtes Ambiente bei Fackellicht und Kerzenschein, wenn sich um 22.00 Uhr am Freitagabend der Vorhang von der Hand des Oberbürgermeisters heben wird.

Zahlreiche Zauberer stellen ihr Können unter Beweis und natürlich gibt es „Schulstunden“, in denen die Zubereitung von Zaubertränken gelehrt wird. Die „Fette Dame“ wird das Passwort einfordern und die Klagen der „maulenden Myrthe“ werden in der Strasse zu hören sein. Butterbier und Kürbissaft werden ebenso kredenzt wie Drachenbeinchen und andere kulinarische Höhepunkte vom bekannt opulenten Festmahl in der Zaubererschule Hogwarts.

Der absolute Höhepunkt an diesem Abend ist die Einfahrt des Hogwarts-Express (gebaut vom Festkomitee des Hammer Karnevalsvereins) um 00.01 Uhr! Dann endlich darf die heißersehnte deutsche Ausgabe des siebten Bandes, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ verkauft werden.

„Wir erwarten ca. 5000 Besucher und Besucherinnen jeden Alters“, meint Luise Harms und Margret Holota ergänzt, dass die „Winkelgasse“ natürlich auf diesen Ansturm gut vorbereitet sei: „Das Parkhaus in der Brüderstrasse wird die Nacht über geöffnet sein und auch die Stadtwerke richten einen Nachtbusverkehr ein. Damit alle Zauberer und Hexen den Weg finden, wird das Parkleitsystem auf „Besenverkehr“ umgestellt.“

Eine so gewaltige Veranstaltung können selbst die fleißigsten und kreativsten Buchhändlerinnen nicht allein stemmen. Deshalb haben sich Luise Harms und Margret Holota schon in einem frühen Planungsstadium Mit-streiter und Mitstreiterinnen in’s Boot geholt: „Alle Geschäfte und Lokale in der Oststraße, der Verein City-Ost, das Stadtmarketing, die Zentralbibliothek, das Musicalensemble des Städtischen Tanztheaters Anke Lux, das Faust Theater Hamm, Akteure der Waldbühne...“, überlegt Luise Harms auf die Frage, wer zum Gelingen des Vorhabens beiträgt. Kollegin Margret Holota ergänzt: „Außerdem haben sich schon viele Vorleser und Vorleserinnen gemeldet, die die Wartezeit auf Band Sieben verkürzen werden.“

Für alle, die mehr über die Winkelgasse in Hamm und die Nacht der Nächte für Potterfans erfahren wollen, gibt es eine eigens eingerichtete Internetseite  www.winkelgasse-hamm.de auf der immer der neueste Stand der Planungen dokumentiert ist. Hier können auch diejenigen Kontakt mit den Organisatorinnen aufnehmen, die etwas zur „Winkelgasse“ beitragen oder „ihren“ Harry Potter VII vorbestellen möchten.

 

 
Aktuelle Ausgabe - Forum - Archiv - Impressum - willi@hamm.net - nach oben
© 2002-2006 Stadtführerverlag, Reinhard Bialas - designed by municDesign