Jahrgang 2007  - Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember
Aktuelle Ausgabe  - Editorial - News-Klatsch-Trasch - Lyrik - Film - Kochen mit Willi - Kneipenszene - Kneipentest
Knappkorte - Anachronistin - Musikszene Hamm - Unterwegs - Rückblick - Vorschau - Was los ist

Willi Nr. 153 - November 2007

Unterwegs mit Willi

Wir sind Helden am 11.10. in der Halle Münsterland
Ja, es ist schon ein Kreuz mit dem Internet, oder vielleicht auch ein Segen? Ich erinnere mich genau, es war wohl ein halbes Jahr her, als ich vorm Fernseher saß und gedankenlos etwas rumzappte. Da, auf MTV lief ein Konzert von „Wir sind Helden“, und da es mir die Helden schon seit längerem angetan hatten, blieb ich dort hängen. Nicht nur das, dank dem Laptop auf meinem Schoß und Wireless LAN-Verbindung ins Internet, war ich bereits eine viertel Stunde später stolzer Besitzer zweiter Tickets für das Konzert am 11.10. in Münster.

Ja, ich gebe es zu. Ich bin jenseits der 30, und gehörte damit, zusammen mit meiner Begleiterin, zu den eher älteren Besuchern des Konzerts. „Wir sind Helden“ singen nicht gerade Texte, deren Sinn sich beim ersten Hören erschließt, und wenn ich sehe, dass junge Leute sich davon begeistern lassen, zuhören und mitsingen können, soll mich das wohl freuen!

Das Konzert begann pünktlich 5 Minuten zu spät mit der französischen Vorband „One Two“. Zum ersten Mal hab ich hier eine Vorband erlebt, die richtig gut abging und bereits zu Anfang für wirklich gute Stimmung sorgte. Die vier Jungs spielten eine gute halbe Stunde. Nachdem sie verschwunden waren (und ihren Kram noch selbst von der Bühne räumen mussten), begannen die Rowdys damit, wieder Kabel zu verlegen, Gitarren zu stimmen und Soundchecks zu machen. Sollte das nicht eigentlich vorher passieren? Die gute Stimmung, die „One Two“ aufgebaut hatten, war jedenfalls wieder verpufft.

Wie sich herausstellen sollte, war sie in Wirklichkeit nur in einen temporären Zwischenspeicher übergegangen, denn als das Licht ausging, und die echten Helden endlich die Bühne betraten, wurde sie wieder befreit und alle Leute rockten und sangen gleich gut mit. Was folgte, waren zwei Stunden super Stimmung. Es macht wirklich Spaß Sängerin Judith zu beobachten, und zu sehen, wie sie ihre Musik lebt, liebt und fühlt. Da ist richtig viel Energie in der Luft.

Gefehlt hat mir nichts. Alles, was man als Helden-Fan so hören möchte war dabei, noch ist das Repertoire mit drei Alben ja auch noch überschaubar. Ob „Von hier an blind“, „Soundso“, „Denkmal“ oder „Nur ein Wort“, alles wurde gespielt und alles wurde vom Publikum wohlwollend „mitgerockt“.

Gegen 23 Uhr verließen wir dann die Halle, vor der schon einige Väter und Mütter mit laufendem Motor auf Ihre „Kleinen“ warteten. Ja, so gut möchte ich es auch noch mal haben. Ich musste selber fahren, und hinterher noch den Babysitter nach Hause bringen!

Ein super Abend, auch für „Große“! Danke, Ihr Helden! (as)

 

 
Aktuelle Ausgabe - Forum - Archiv - Impressum - willi@hamm.net - nach oben
© 2002-2006 Stadtführerverlag, Reinhard Bialas - designed by municDesign