Jahrgang 2008  - Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember
Aktuelle Ausgabe  - Editorial - News-Klatsch-Trasch - Lyrik - Literatur - Kochen mit Willi - Musikszene Hamm
Kneipenszene - Knappkorte - Anachronistin - Rückblick - Vorschau - Was los ist

Willi Nr. 155 - Januar 2008

Kneipenszene

Hammer Tafelfreuden laden erneut zu Miss Sophies Geburtstagsfeier einHumor und Tischsitten gehen nach der großen Nachfrage in die zweite Runde

Nach dem großen Erfolg von „Dinner für you“ laden die Hammer Tafelfreuden ab Januar 2008 erneut zur Geburtstagsfeier von Miss Sophie ein. Gemeinsam mit ihrem Butler James und der Hotelmeisterin Bärbel „Börbel-Darling” Dautzenberg führt sie die Gäste der Hammer Tafelfreuden auf ihre unvergleichlich humorvolle und unterhaltsame Art über das rutschige Parkett der richtigen Etikette bei Tisch.

Die Fortsetzung im Frühjahr 2008 steht unter dem Motto „The same procedure as last year“. Erneut dürfen sich die Besucher auf die bewährte Situation beim „Dinner for one“ mit Petra Strassdas als Miss Sophie und Markus Wendt als Butler James freuen. Auch die wertvollen Tipps der versierten Fachfrau Bärbel Dautzenberg zu Tischsitten und den richtigen Umgang bei Einladungen werden nicht fehlen. Dabei werden natürlich der Spaß und die Unterhaltung nicht zu kurz kommen! Neben nützlichen Tipps rund um die Tischetikette gibt es für den Gaumen ein neu zusammen gestelltes Drei-Gänge-Menü mit Aperitif und ausreichend Gelegenheit, die Lachmuskeln zum Einsatz zu bringen.

Doch auch auf „Wiederholungstäter an der Gabel“ warten einige Neuigkeiten von Tisch und Teller. Nachdem geklärt wurde, wie das Tigerfell in den Besitz von Miss Sophie kam, beleuchtet das 3köpfige Team nun näher die unterschiedlichen Beziehungen zu Mr. Pommeroy, Sir Toby, Admiral von Schneider und dem „dear old friend“ Mr. Winterbottom. Und wer Miss Sophie schon einmal erlebt hat, weiß, dass es sich dabei um turbulente Verbindungen handelt, bei denen auch Butler James immer eine gewisse Rolle spielt.

Eintrittskarten für die besondere Geburtstagsfeier sind ab sofort für die folgenden Termine bei den beteiligten Restaurants der Hammer Tafelfreuden zum Preis von je 44,50 Euro erhältlich:

Donnerstag, 24.01.2008        Alte Mark
Donnerstag, 31.01.2008        Mercure Hotel Hamm
Donnerstag, 07.02.2008        Haus Splietker
Mittwoch, 20.02.2008          Hotel Lippmann am Boll
Donnerstag, 28.02.2008        Gasthof Hagedorn
Mittwoch, 05.03.2008          Haus Splietker
Donnerstag, 06.03.2008        Haus Berkemann
Donnerstag, 13.03.2008        Restaurant Mausefalle

Die Feier mit maximal 40 Gästen beginnt mit einem Empfang jeweils um 19.00 Uhr.
Weitere Informationen: Stadtmarketing Hamm GmbH, Klaus Ernst, Tel. 02381 17-3476

 

Das Karussell dreht sich
Was gab´s Neues in der Gastronomie?

Und wieder einmal ist ein Jahr vergangen, das neue steht bereits in den Startlöchern und wartet darauf, los zu laufen, um den Menschen Glück zu bringen, Erfolg und Freude. Oder aber, auch das ist möglich, einfach nur um Unheil anzurichten, oder zumindest Unsinn zu machen, was die Betroffenen natürlich nur mäßig amüsieren dürfte. Natürlich drehte sich auch das Karussell der Hammer Kneipenszene wie wild. Einige schleudert es herunter, andere springen auf, und wenn sie sich rechtzeitig festklammern können, dann drehen sie mehr oder weniger Runden mit. Zwei Bierpreiserhöhungen in den letzten eineinhalb Jahren haben alle Gastronomen erwischt, die Mehrwertsteuererhöhung sowieso. Einige haben ihre Glasbierpreise bereits erhöht, und die, die bisher darauf verzichtet haben, werden nachziehen müssen. Denn trotz Absatzrückgang des Gerstensaftes um 30% im vergangenen Jahr, hat die Industrie für Februar bereits die nächste Preiserhöhung um etwa 7% angekündigt. Da kann man bald besser Benzin saufen!

Die Schließung des „Backstage“ hatte jedoch andere Gründe, „Willi“ berichtete ja bereits darüber. Das Konzept funktionierte nicht mehr. Jedenfalls nicht in Hamm. Auch die „Umfeld-Krimi-nellen“ mussten sich einen anderen Wirkungskreis suchen, aber da die ja alle noch jung sind, dürften sie sich wohl recht schnell umorientieren können. Auch das „Amadeus“ schloss seine Pforten. Nach monatelangen Betriebsferien, in denen man nach einem neuen Konzept suchte, kam man überein, dass das beste Konzept eine Schließung sei. Nun ja, diese Idee hatte weniger der Betreiber, als vielmehr übergeordnete Stellen mit mehr Entscheidungsmöglichkeiten.

Dann starb Marianne Witteborg. Nur acht Monate nach ihrem Mann Wolfgang, der als der „Vater der Meile“ galt, gab die „Mutter der Meile“ das Zepter aus der Hand. Das Erbe, und somit die Besitzverhältnisse mussten geordnet werden, das „Tijuana“ und das „Crocodile“ wurden vorübergehend geschlossen, und inzwischen unter neuem Namen als Discothek mit Lounge wieder eröffnet. Neu eröffnet wurde auch das „Pirates“, direkt gegenüber „Harvey´s Bar“. Der Laden hat sich den Erfolg der Karibik-Piraten-Filme zu Nutze gemacht und die Einrichtung in diesem Stile gehalten. Nach Bockum-Hövel ist schließlich eine liebe alte Bekannte zurückgekehrt. Petra Strohbach, langjährige Wirtin des „Alt Hamm“ hat sich im Stadtteil Bockum niedergelassen, und das „Haus Döbbe“ übernommen. (Willi berichtete)

Noch eine erfreuliche Entwicklung: Das „Louis“ hat sich im Laufe des letzten Jahres zu einem kleinen, aber feinen Live-Club gemausert. Und dann gibt’s jetzt, seit dem Nickelaustag, das „Café del Sol“ in Hamm. In unmittelbarer Nähe der Zentralhallen wurde in Rekordzeit das Haus im Kolonial-Stil errichtet. Das Konzept der Gastro-Kette ist, wie ich finde, sehr attraktiv. Ein bisschen Cuba, ein bisschen Florida-Keys, ein Speisenangebot á la Extrablatt/Atlantico/Louis/Café-Central / Haus-Henin - usw., dazu das Hammer Wetter, was kann da schon schief gehen. Einiges! Ich habe mich schon mehrfach gefragt, was die Betreiber veranlasste, in unserer Stadt eine Filiale zu errichten. Die müssen doch vorher eine Marktanalyse erstellt haben. Wie kommen die darauf, dass so ein Lokal, an diesem Ort, gewinnträchtig funktionieren könnte. Oder haben die Inhaber folgendes im Sinn gehabt: Unsere Läden werfen guten Gewinn ab, wir müssen nun ein Haus eröffnen, das Verluste macht, damit wir weniger Steuern abdrücken müssen. Und welche Stadt fällt uns dazu ein . . . ? Hamm!!! Zynisch, zugegeben, aber nahe liegend. Zweite Möglichkeit - ich täusche mich.

Die Radbod-Gastronomie wurde geschlossen, und soll künftig nur noch bei Veranstaltungen geöffnet werden. Ein Modell, welches im HoppeGarden der Kulturwerkstatt bereits seit Ende 2004 funktioniert. Das Ausgehverhalten der Gäste hat sich verändert, dem muss man Rechnung tragen. Übrigens wird der HoppeGarden derzeit renoviert. Willi hat Einblick in die Pläne gehabt – es wird schön. Und der Meilenstein? Hat noch Betriebsferien - glaube ich.

 

 
Aktuelle Ausgabe - Forum - Archiv - Impressum - willi@hamm.net - nach oben
© 2002-2006 Stadtführerverlag, Reinhard Bialas - designed by municDesign