
Willi Nr. 156 - Februar 2008 |
Vorschau
Die Kulturwerkstatt im Februar:
Das Frühjahr hält Einzug bei der Kulturwerkstatt, das Gebäude ist nahezu komplett saniert, die Terrassentreppe vom Biergarten zum Seeufer ist fast fertig, und die „Gute Stube“ des Hauses, der HoppeGarden, wird derzeit renoviert. Also kann das Veranstaltungsprogramm des ersten Halbjahres bald beginnen.
Der Startschuss fällt am Samstag den 9. Februar, und das Rennen beginnt mit einem Konzert, auf dem zwei oder drei junge Bands das Publikum unterhalten wollen. Mit dabei sind „ASK“ aus Hamm und „Sunny Day in December“ aus Werl.
„The Jones“ im HoppeGarden
Musikalische Gäste aus Ostdeutschland
Die Hammer Band Die Jones geben, wie schon auf dem vom Obel organisierten Benefiz-Konzert am 22. Dezember angekündigt, nun auch ihre musikalische Visitenkarte in der Kulturwerkstatt ab.
Dort wird die Band um das Gesangsduo Michael „Bon“ Borg und Nina Seewald am Samstag, den 23. Februar im HoppeGarden die ihr eigene Mischung aus AC/DC der Ära Bon Scott und Rockklassikern von Mothers Finest und Danzig, bis hin zu Christina Aguilera oder Don Henley präsentieren. Unterstützt werden die Jones von den Delta Rangers, einer Band aus dem Osten Deutschlands, die tanzbaren britischen Rock (Schublade: Kaiser Chiefs, Jet, Killers) mit zwei Gitarren, Keyboards, der obligatorischen Rhythmus-Sektion und mehrstimmigem Gesang zum Besten geben wird. Die mehrfach ausgezeichnete Band (Gewinner „New Chance Bandcampuscontest 07“ und des „Bandcampuscontest 2007) eröffnet das Konzert gegen 21.00 Uhr.
Am 23. Februar, Einlass ist ab 19.00 Uhr. Der Eintritt kostet 7,- Euro.
Gospeltrio David Tobin
David Tobin tourte mit der weltweit größten Gospel Show, den Harlem Gospel Singers. Er war ihr Vokal-Arrangeur, Chorleiter und Musikalischer Leiter. In dieser Zeit entstanden auch drei CDs, die über eine Million Mal verkauft wurden. David der schon dreimal vor dem Papst auftrat, sowie vor Präsident Bill Clinton und seiner Frau, trat auch schon auf den bekanntesten Bühnen der Welt auf wie z. B. in der Royal Albert Hall in London und dem Pentagon in Washington.
Der begnadete Sänger und Songschreiber DeJamion (DJ) McDowell geboren und aufgewachsen in Texas, wurde DJ im Alter von 8 Jahren Mitglied der Singing Boys of Houston und sang noch in verschiedenen anderen Chören in seiner Jugend. Er ist außerdem ein talentierter Schauspieler und Regisseur.
Johnny Tune (Mr. Entertainer) kommt gebürtig ausNorth Carolina. Er studierte klassischen Gesang an der North Carolina Schoool of the Arts.
Freuen Sie sich auf ein außergewöhnliches Konzert.
Am Samstag, 2. Febr. um 20 Uhr in der Lutherkirche
Eintrittskarten: VVk 12,- € erm. 9,- € / AK 15,- € erm. 12,- €
Panflöte & Harfe
Matthias Schlubeck (Panflöte) und Johanna Seitz (Harfe)
Matthias Schlubeck, 1973 in Wuppertal geboren, nahm bereits 1979 ersten Panflötenunterricht bei Erich zur Eck. Wiederholt wurde er von
Jean-Claude Mara in Süd-Frankreich unterrichtet. Im Sommer 1990 belegte er einen Meisterkurs in Frankreich bei Gheorghe Zamfir. 1993 und 1994 besuchte er Kurse bei Nicolai Pîrvu und Damian Luca. Bei dem Rumänen Damian Luca erhielt er daraufhin zeitweise Unterricht in Holland. Als Jungstudent begann er 1991 bei Prof. Manfredo Zimmermann an der Musikhochschule in Wuppertal. Im Januar 1997 bestand er dort die Prüfung der „Instrumental-Pädagogik" und die Künstlerische Abschlussprüfung (mit Auszeichnung). Darauf folgte im November 1998 sein Konzertexamen. Damit ist er in Deutschland der erste Musiker mit einem Hochschulabschluss im Fach Panflöte.
Konzertreisen führten ihn bereits in die Schweiz, nach Österreich, Belgien, Frankreich, Italien, Litauen, Spanien und in die USA. Außerdem wirkte er inzwischen bei einigen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit. Matthias Schlubeck gilt mittlerweile als einer der führenden Panflötisten der Welt.
Johanna Seitz studierte Harfe an der Musikhochschule Wuppertal und an der Folkwang Hochschule Essen. Für ihr Pädagogisches Diplom erhielt sie den Hochschulpreis, das künstlerische Diplom absolvierte sie mit Auszeichnung. Am Königlichen Konservatorium in Den Haag folgte ein Aufbaustudium mit Barockharfe, das sie mit dem „Bachelor of Music" abschloss. Neben dem Erforschen und Spielen vor allem historischer Harfentypen gilt ihre Vorliebe kammermusikalischen Besetzungen mit Alter und Neuer Musik. Als Gastmusikerin spielte sie bei „L`Arpeggiata" (Christina Pluhar), „Das Kleine Konzert" (Hermann Max), der „Batzdorfer Hofkapelle", der „Neuen Hofkapelle München" (Christoph Hammer), „Das Neue Orchester" (Christoph Spering), „La Staggione Frankfurt" (Michael Schneider) sowie an den Opernhäusern Bonn, Dortmund, Wuppertal und Gießen. Überdies ist Johanna Seitz Herausgeberin originaler Harfenmusik, die bei der Edition Walhall erschienen ist.
Zur Aufführung kommen Werke von Donizetti, Dowland, Ibert, Mara, Mozart, Schlubeck u.a. und Improvisationen sowie alte Weisen und Tänze aus dem 16. Jhdt.
Am Freitag, 15. Februar um 19.30 in der Lutherkirche
Eintrittskarten: VVK12,- € erm. 8,- € / AK 15,- € erm. 12,- €
Axel und Torsten Zwingenberger
Wenn man zum Thema Boogie Woogie recherchiert, taucht ein Name immer wieder auf: Axel Zwingenberger. Geboren 1955 in Hamburg, entdeckte der junge Axel schon früh seine Leidenschaft für das Klavier. Schnell fanden sich gleichgesinnte Pianistenfreunde. Gemeinsam präsentierte man sich beim 1. Internationalen Blues- und Boogiefestivals des WDR in Köln 1974 erstmals einer breiten Öffentlichkeit. 1975 konnte Zwingenberger bereits einen Plattenvertrag abschließen. Sein wachsender Bekanntheitsgrad führte ihn schließlich über die Grenzen Deutschlands hinaus und ermöglichte ihm Aufnahmen mit amerikanischen Starmusikern wie Champion Jack Dupree, Big Joe Turner, Mama Yancey und Sippie Wallace. Mittlerweile kann Zwingenberger auf eine stolze Anzahl (über 1000!) von Konzerten auf der ganzen Welt zurückblicken, seine Alben haben starken Einfluss auf den Pianisten-Nachwuchs. Die Musik liegt den Zwingenbergers im Blut, auch Torsten Zwingenberger ist ein erfolgreicher Musiker. Im Gegensatz zu seinem Bruder hat er sich jedoch als 15-jähriger für das Schlagzeug entschieden. Konzentrierte er sich zunächst noch auf den New Orleans Jazz, entwickelte er sich im Laufe der Zeit zum Allround-Drummer für alle swingenden und groovenden Spielarten des modernen Jazz.
Am 13. Februar um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm
Chorprobe
Vor dem großen Auftritt muss geprobt werden
Vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt: das wissen auch die Mitglieder des kleinen Laienchores, die sich im Hinterzimmer einer Kneipe zu ihrer bis dato wichtigsten Probe treffen. Großes steht ihnen bevor, denn der Geburtstag des Bürgermeisters Jakob Kuckuck steht an und die Choristen wurden ausgewählt, ein Lied - passenderweise natürlich das von dem Kuckuck, der aus dem Wald ruft - auf seiner Feier vorzutragen. Das Besondere daran ist, dass das Fest im Fernsehen übertragen wird und als Belohnung eine aus der Gemeindekasse finanzierte gemeinsame Reise in die Karibik winkt. Damit ist der Ehrgeiz der Beteiligten geweckt. Doch die Vorfreude währt nur kurz. Chorleiter Werner ist ein selbstverliebter Despot und beherrscht alle Zwischentöne vom einschleimenden Säuseln bis zum Kasernenhofgebrüll, um die kurzzeitig ausgelassene Truppe wieder unter seine absolute Kontrolle zu bringen. Seine rechte Hand ist die unterwürfig - gouvernantenhafte Korrepetitorin und Pianistin. Werner schwankt zwischen den Extremen, mal ist er Diktator, mal Vaterersatz. Doch eigentlich findet er bei seiner Truppe stets mehr zu rügen als zu loben, denn neben einem großen Geist wie ihm bleibt kein Platz für andere. Die Sängerschar ist bunt gemischt: Tenor Klaus ist eine Mischung aus Elvis und Speichellecker, Sopran Gisela stets angstvoll in ihr Strickzeug vertieft, der Alt Barbara lässt keine Gelegenheit aus, mit ihrem schüchternen Hausfrauen-Charme Werner zu becircen und Bass Heinz ist die Einfalt in Person - zum Schreien komisch und von Magengrimmen geplagt. Je nachdem welche Fäden Chorleiter Werner gerade zieht, werden die vier zu Komplizen oder Konkurrenten bei dieser anstrengenden Probe.
Die Farce von dem in Hamburg lebenden Schriftsteller Dietmar Bittrich wird von Theater Thespiskarren in Szene gesetzt.
Am Freitag, 15. Februar um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm.
Daniel Hope: Genie-Streicher mit Forscherdrang
Daniel Hope ist einer der besten lebenden Geiger, der Aufsehen erregende Konzerte mit den besten Orchestern der Welt gibt, der im wohl
besten Klaviertrio der vergangenen 50 Jahre, dem Beaux Arts Trio, kammermusikalische Weihen erhielt, der konzeptionelle Programme mit Künstlern anderer Sparten wie „War and Pieces“ mit Klaus Maria Brandauer oder Kammermusik aus dem Ghetto Theresienstadt entwickelt. So wurde Hope, was ihn auszeichnet vor den übrigen Violin-Virtuosen und -Wunderkindern: Ein Geiger, der Musik reflektiert und empfindet, der ihr Ausdruck verleiht.
Am 16. Februar 2008 um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm
Das Leben des Galilei
„Und sie bewegt sich doch!“ - diese Worte soll Galileo Galilei angeblich auf seinem Sterbebett gesagt haben. Ob nun Wahrheit oder Sage, unbestritten ist seine Bedeutung für die moderne Naturwissenschaft. Bertolt Brecht hat ein Theaterstück über den venezianischen Wissenschaftler verfasst, das in einer Inszenierung des Westfälischen Landestheaters Castrop-Rauxel präsentiert wird.
Galileo Galilei (laut Brechtscher Vorlage 46 Jahre alt) ist mit Leib und Seele Forscher, was ihm allerdings kein großes Einkommen einbringt - durch das Unterrichten von Schülern und das Erfinden nützlicher Maschinen hält er sich mühsam über Wasser. Doch dann macht der geniale Physiker mithilfe seines Fernrohres eine Entdeckung, mit der er das Weltbild seiner Mitmenschen auf den Kopf stellt: die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums! Damit widerlegt er die bis dato gültige Vorstellung einer geozentrischen Welt - was in scharfem Kontrast zu den von der katholischen Kirche verbreiteten Lehren steht.
Galilei ist überzeugt davon, dass sich jede Institution seinen wissenschaftlichen Beweisen beugen muss. Von Venedig zieht er an den Hof des Großherzogs von Florenz, um sich fortan ganz seinen Studien zu widmen. Doch für die Kirche stellen seine Entdeckungen eine existentielle Gefahr dar, es breitet sich Besorgnis über einen möglichen gesellschaftlichen Umsturz aus. Kraft und Glaube Galileis sollen zerstört werden: er gerät in die Fänge der Inquisition, die ihn zum Widerruf seiner Lehren auffordert.
Am Mittwoch, 20. Februar, um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm.
Warme, klangliche Intensität und vielfältiger Ausdruck:
Das Aríon-Trio
Einmal mehr Außergewöhnliches hat die Kammermusik-Reihe des Kulturbüros zu bieten: mit dem Aríon-Trio ist eine der wirklichen Raritäten kammermusikalischer Besetzungen zu Gast. Sopran, Horn und Klavier lassen Andrea Weigt, Stefan Henke und Rainer Gepp zu einem formvollendeten Ganzen zusammenklingen. Weiche Tongebung, warme Klangfarben und technische Perfektion bestimmen ihr Spiel.
Auf dem Programm stehen Stücke von Schubert, Richard Strauss, Franz Lachner, Conradin Kreutzer, Otto Nicolai oder auch Benjamin Britten...
Am Mittwoch, 20. Februar um 20 Uhr in Schloss Heessen
Sie haben mich verdient!
Kabarettprogramm mit Christoph Sieber
Immer wenn man glaubt, man hat bereits alles gesehen, kommt einer daher und macht etwas Neues. Christoph Sieber ist „so einer“. Mit seinem Programm sprengt er die Grenzen des Herkömmlichen: er spielt mit den Erwartungen des Publikums und nutzt dabei alle Facetten, die die Kleinkunst zu bieten hat. Neben scharfen Wortwitz und politischem Durchblick gibt es Persiflagen und Parodien, da wird auch schon mal getanzt oder eine beeindruckende Jonglage geboten. Doch bei allem Spaß ist Sieber kein Kasper, sondern ein Könner - bei seinen tragikomischen Geschichten über soziale Verlierer bleibt einem das Lachen schon mal im Halse stecken. Er ist stets am Puls der Zeit und gleitet dabei nicht unter die Gürtellinie und überzeugt mit mimischem und schauspielerischem Talent.
Am Freitag, 22. Febr. um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm
Karten für die Veranstaltungen gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter: www.ticketonline.de
Die Erfinder der Popmusik kommen nach Hamm!
„Da wissen de wenigste“: fast alle Top-Hits der letzten Jahrzehnte sind geklaut! Was auf den ersten Blick völlig unglaublich scheint, ist doch nichts als die Wahrheit. Sarah Connor, Anastacia, die Backstreet Boys, Britney Spears oder Jennifer Lopez singen nicht etwa Originale, sondern nur Coverversionen. Die eigentlichen Urheber der Songs sind die Mitglieder einer völlig unbekannten und verarmten Musikerfamilie aus Polen: die Popolskis. Unglückliche Umstände und ein gewissenloser Manager haben bis heute verhindert, dass diese genialen Künstler in den Genuss des ihnen rechtmäßig zustehenden Ruhmes gekommen sind.
Die Familiengeschichte dieser genialen Musiker beginnt mit ihrem Großvater, dem Kirchenkantor Pjotrek Popolski. Nach dem Genuss von 22 Gläsern Wodka beim Pfarrfest setzte er sich gutgelaunt auf sein Fahrrad und fuhr singend durch den Regen nach Hause. Dabei ersann er eine kleine Melodie, die später als Gassenhauer „Ei dobrze, dobrze dralla“ lokale Berühmtheit erlangte. Dieses Lied gilt in Polen als erster Popsong der Musikgeschichte - doch damit nicht genug: von Fachleuten wurden die vier Akkorde der genialen Komposition später in 90% aller internationalen Tophits wiedererkannt. Opa Popolski mag zwar der Pionier gewesen sein, doch auch die folgenden Generationen erwiesen sich als geniale Schöpfer zeitloser Musikklassiker. Das gilt besonders für die Enkel Pawel, Mirek, Janusz und Danusz, die bereits als Dreijährige ihre erste Band gründeten. Nach Problemen mit den Nachbarn mussten sie ihr Musikstudio jedoch in einen heruntergekommenen Schuppen am Rande der Stadt verlegen. Doch das tat ihrer Kompositionsleidenschaft keinen Abbruch und ein paar wahre Meisterwerke entstanden in dieser Zeit. Leider erregten sie mit ihrer Musik die Aufmerksamkeit des windigen Gebrauchtwarenhändlers Olek Priszewinski, der sich die geschäftliche Unerfahrenheit der Brüder zunutze machte und ihnen die Rechte an ihren Werken billig abschwindelte. Mit zwei prall gefüllten Koffern sämtlicher Aufnahmen verschwand er auf Nimmerwiedersehen.Seit dieser Zeit stürmen die Werke der Popolskis sämtliche Hitparaden weltweit, ohne dass die Vier auch nur einen Cent an Tantiemen zu sehen bekommen. Doch damit ist nun endlich Schluss: nach langen, brotlosen Jahren als Straßenmusiker haben sich die Brüder Popolski nun entschlossen, der Welt ihre Songs selbst und in der Originalversion zu präsentieren. Sie gaben sich den „griffigen“ Namen „The Pops“ und erzählen ihre Geschichte in einer mitreißenden Bühnenshow mit Dias und Filmeinspielungen.
Am Samstag, den 23. Februar um 20 Uhr ist es soweit: „The Pops“ endlich in Hamm! Mit musikalischen Gästen wie den eineiigen Zwillingen Henjek und Stenjek, Wodka und ganz vielen Hits im Gepäck.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.ticketonline.de
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