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Willi Nr. 157 - März 2008

Kochen mit Willi

Häschen in der Grube oder „Hoppel’s Traum“
von Uli Schwarz - Fahrradhändler -
Unerbittlich hatte der Patron des Schwarzmeister-Clans bisher jeden Haustierwunsch abgeschmettert. Anna konnte noch so flehendlich  betteln - Vater blieb hart. Bis zu dieser einen schwachen Minute, die selbst schon achtjährige Weiber sofort erkennen und gnadenlos ausnutzen.

Das Kaninchen „Hoppel“ zog mit Brüderchen in die „Felix“-Bude! Interne Machtkämpfe ließen eine schnelle Trennung allerdings ratsam erscheinen. Ein Asyl in Sachsen auf einem Hof für psychisch gestörte Kaninchen war schnell gefunden.  Die bekannte Hasenflüsterin Dr. S. Schenk-Rundteil kümmerte sich sofort liebevoll um die gepeinigte Seele. Das Alleinsein machte aber auch Hoppel schwer zu schaffen. Er wurde auch noch aggressiver und, um das Fass zum Überlaufen zu bringen, biss er die Hand, die ihn fütterte! - Das war der Anfang vom Ende… Zu dieser traurigen Story, nun das passende Rezept:

„Hoppel’s  Traum“  -  heißt im Rheinland „Dippe Haas“
Das Kaninchen in Stücke zerteilen (siehe Foto oben rechts) und mit Zwiebelscheiben, Knoblauch und Thymian drei Tage in Rotwein marinieren. Dann herausnehmen, trockentupfen, salzen und pfeffern. In einem großen Topf mit Zwiebelscheiben in Butterschmalz anbraten. 100 g Bauchspeck-Scheiben, 250 g geriebenes Schwarzbrot und ¼ Liter Rotwein hinzufügen und ca. 70 Minuten gut verschlossen bei 150° Grad im Ofen schmoren lassen. Gelegentlich Wein nachgießen. Das Kaninchenblut mit süßer Sahne verrühren und die Soße damit andicken.

Dazu gibt es Klöße oder Salzkartoffeln, je nach Geschmack. Als Getränk empfehle ich Belgisches Trapisten Bier „CHIMAY“ Grande Reserve (9 % !)
Guten Appetit!

PS. Hoppel starb übrigens eines natürlichen Todes und liegt    im   Garten    begraben - eingerahmt von schwedischen Findlingen.
Müssen wir das jetzt glauben? D. Red.

 

 
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