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![]() Willi Nr. 158 - April 2008 |
KnappkorteKnappkorte´s Senf: Namen - Schall und Rauch? Aber nun zu wichtigeren Sachen. Habt Ihr gehört, oder gelesen, was sich unser so genannter Umweltminister Siegmar Gabriel wieder erlaubt hat? Mit der Flugbereitschaft hat er sich aus dem Urlaub in „Malle“ zu einem Termin nach Deutschland und zurück fliegen lassen, dabei 44 Tonnen Kohlendioxid ausgeschieden, und auch noch 50.000 Euro Kosten verursacht. Und das war nicht das erste Mal, dass der sich solche Dinger geleistet hat. Und jedes Mal, wenn er von einem vorwitzigen Journalisten auf seinen dicken Dienst-Audi angesprochen wird, rastet der dicke Gabriel aus, solche kritischen Nachfragen mag er nicht. Nun ist es schon klar, er kann nicht in einem „Smart“ von Termin zu Termin jagen, zumal er auch gar nicht da hinein passen würde. Aber wie wär´s denn mit einer (scheinbar) nachvollziehbaren Erklärung zu diesem Thema, das haben doch Politiker sonst auch drauf. Zu seiner „Flugstunde“ nörgelte er beleidigt: „Ich werde meinen Urlaub nicht noch einmal unterbrechen, wenn ich hinterher doch nur Ärger bekomme“. Er hat da etwas, glaube ich, falsch verstanden. Er bekam keinen Ärger wegen des unterbrochenen Urlaubes, sondern aufgrund der offensichtlichen Unverhältnismäßigkeit seines Reiseverhaltens. Wenn ich übrigens zu meinen Willi-Terminen fahre, habe ich nachher stets eine Anzeige wegen „Beförderungserschleichung“ (Schwarzfahren) an der Hacke. Das badet allerdings nicht der Steuerzahler aus, sondern mein Herausgeber. (Da wäre ich nicht mehr so sicher! D. Herausgeber) Was habe ich da vor wenigen Tagen in unserer größten Hammer Tageszeitung gelesen? Der Hammer Bahnhof wird befördert, er darf sich bald „Hamm Hauptbahnhof“ nennen. Donnerlittchen, das ist ein Ding. Aber ein Wehrmutströpfchen ist dennoch dabei, denn die vor Jahrzehnten eingenommenen Vororte unserer Stadt, die einen eigenen Bahnhof unterhalten, müssen auf den Halteschildern vor ihren Ortsnamen den ihrer Mutterstadt, nämlich „Hamm“, setzen. Und das ist schon eine dicke Kröte, den die Bockum-Höveler oder die Heessener schlucken müssen, denn wenn die sich dann und wann mal schweren Herzens entschlossen haben, zum Einkaufen die Hammer City aufzusuchen (weil´s hochwertige Waren nun mal nur hier gibt . . !), sind sie stets „nach Hamm“ gefahren, also ins Ausland sozusagen. Nun werden die Vororte also endgültig von dem Moloch geschluckt. Aber davon abgesehen, wenn ich ganz ehrlich sein soll, ich habe überhaupt nicht wahrgenommen, dass sich unser Bahnhof schon lange nicht mehr mit dem Titel „Haupt“ schmücken durfte. Ihr etwa? Übrigens, noch einen Satz zum auf-der-Zunge-zergehen lassen: Markus Söööder, bayerischer Europa-Minister, sagte kürzlich: „Meine Partei (Christlich Soziale Union) sollte sich nicht zu sehr auf soziale Themen konzentrieren!“ ??
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