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Willi Nr. 159 - Mai 2008

Kunst

Patrice Jacopit in Düsseldorf: „Refugien“ - Ausstellungs-Eröffnung im NRW-Landtag
Unter Freunden fühlte sich Patrice Jacopit am 16. April im Düsseldorfer Landtag, denn zur Eröffnung seiner Ausstellung „Refugien“, in der der in Frankreich geborene Hammer Künstler fast dreißig seiner neuesten Werke präsentiert, sind nicht wenige seiner Fans und Freunde aus Hamm angereist. Jacopit, dem wir an dieser Stelle noch nachträglich zum 57sten Geburtstag gratulieren möchten, ist der zweite Hammer Künstler nach Otmar Alt, der im Foyer der CDU-Fraktion im Düsseldorfer NRW-Landtag seine Werke ausstellen kann. Die Eröffnungsrede hielt der Hammer Landtagsabgeordnete Oskar Burkert. Hamms OB Thomas Hunsteger-Petermann, der unerwartet als Überraschungsgast erschienen war, würdigte den Hammer Künstler ebenfalls, während Museums - Chefin Dr. Ellen Schwintzer über die neue Schaffensperiode Jacopits referierte. Ob die drei Genannten ein Bild des Künstlers erworben haben, wurde nicht bekannt. Die Ausstellung ist bis zum 8. Mai zu sehen.
Die Reisegruppe, der ich die Ehre hatte anzugehören, wurde organisiert von unserem Freund Rudi Riemer. Und wer ihn kennt, weiß, dass der Abend nach dem offiziellen Teil noch lange nicht beendet war. Schließlich hat die Düsseldorfer Altstadt so einiges zu bieten, was einen der drei mitreisenden Gastronomen zu der Bemerkung veranlasste: „ . . . da können wir in Hamm nur von träumen“ So ist es!

Schöpfung und Zerstörung - Weronika Psotta stellt im Arbeitsgericht aus
Ihre Bilder sind meistens nicht  gegenständlich, wirken eher durch ihre Farben und Formen. Fantasie ist gefragt beim Betrachter, der wohlwollend das sieht, was er sehen möchte. Eine gelungene Komposition von Farben beeindruckt auf den ersten Blick, dann erst werden Formen sichtbar, wie Geheimnisse im Verborgenen. Gespachtelte Farbelemente bringen eine neue Dimension ins Licht. Mit Blattgold und verschiedenen Farbschichten setzt Weronika Psotta zusätzliche Akzente, die Bewegung bringen und eine gewisse Spannung in den Bildern bewirken.
In der neuen Ausgabe von „artistwindow“ ist Frau Psotta mit drei ihrer Werke vertreten. Darunter auch unser Mai-Titelbild, welches wir „Schmetterlinge im Bauch“ genannt haben, das aber  in Wirklichkeit „Motyle“ heißt (polnisch: Schmetterlinge).
Auf unsere Frage, wie ihre Bilder entstehen, hat uns die Künstlerin in einem Gespräch
erzählt:
„Um den Malprozess in Gang zu setzen, brauche ich einen auslösenden Moment, innere seelische Zustände sowie Träume und Verborgenes aus dem Unterbewusstsein. Alle meine Emotionen, Lust und Frust, die gesamte Gefühls- und Farbenpalette sind in meinen Bildern erkennbar.“
„Ihre Bilder sind farblich so intensiv, was bedeuten die Farben für Sie?“
„Eine bunte Welt ist für mich eine reine, schöne Welt, dabei sind die Farben natürlich wichtige Inspiration. Bei mir entsteht sofort eine Vorstellung darüber, wie ich meinem Bild ein Gesicht und Spannung gebe. Farben sind die Transportmittel meiner Kommunikation mit der Leinwand.“
„Warum haben Sie ihre Ausstellung Schöpfung und Zerstörung genannt?“.
„Mein Malprozess ähnelt dem Lebensprinzip von Schöpfung und Zerstörung, von Leben und Tod. Ich trete beim Malen in einen Dialog mit der Leinwand, wo ich erschaffe und zerstöre. Der Eingriff in die Farboberfläche zeigt oft mein Kampf und die Bestimmung der Bildwirkung. Dem Streit folgt die Versöhnung! Erst zerstöre ich die Harmonie des Bildes, Durch Kratzen und Schaben sind auch Strukturen deutlich zu sehen. Ich verletze seine Haut, reiße Wunden hinein, dann aber versuche ich wieder zu mildern und anschließend die Ruhe zurückzugeben.“
„Was kann man in der Zukunft von Weronika Psotta erwarten?“
„Jedes neue Bild bringt mich ein Stück auf meinem Weg weiter. Meine Malweise ist leidenschaftlich, mit Herz. Mit jedem neuen Bild verbessert sich meine Technik und Ausdrucksfähigkeit.“
Die Ausstellung: Weronika Psotta: „Schöpfung und Zerstörung“ ist vom 1. Mai bis Ende Juni im Arbeitsgericht, Marker Allee zu besichtigen. (rb)

 

 
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