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![]() Willi Nr. 162 - August 2008 |
EditorialLiebe Leserin, lieber Leser Gibt es noch einen Sommer? So richtig wie früher: mit Temperaturen um 27 Grad, tagelang, wochenlang und ab und zu mal nachts ein Gewitter. Mit zufriedenen Schulkindern, die keine verregneten Ferien hatten und glücklichen Eisverkäufern, die soviel eingenommen haben, dass sie sorglos in Italien überwintern konnten. Ein richtiger Sommer ist... ja, was eigentlich? Eine Phantasie, mit blauem Himmel und ein paar weißen Wolkenbildern? Nach der Auslegung des Deutschen Wetterdienstes wird der Tag zum amtlichen Sommertag erklärt, sobald das Thermometer 25 Grad erreicht. Da kann es wochenlang regnen, hageln, schneien, stürmen und blitzen, egal - die deutsche Definition von den sommerlichen 25 Grad gilt seit über 100 Jahren. Der Sommer ist also eine Illusion, und die Freizeitgesellschaft wünscht sich Sonne und keine Wärme. Und wenn keine Sonne da ist? Dann können wir zumindest davon träumen! „Sommerträume“ heißt der Titel des Bildes von Weronika Psotta für unsere August-Ausgabe. Da kann der Wetterdienst definieren, was er will! Euer Willi
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