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![]() Willi Nr. 163 - September 2008 |
Kneipenszene50 Jahre Gaststätte Kaiserquelle Das ist schon etwas Besonderes, wenn es einer Gaststätte gelingt, in der heutigen Zeit so ein Jubiläum zu feiern. Den Gastronomen wird es aber auch nicht leicht gemacht. Das Rauchverbot in Kneipen, die aggressive Preispolitik der Brauereien - der Endverbraucher kauft sein Bier wesentlich billiger im Getränkehandel ein, als der Gastwirt beim Getränkegroßhandel - andauernd weiter steigende Rohkosten, Transportkosten, Energiekosten. und, und, und. Wo soll das denn hinführen? Das Ehepaar Eikhoff eröffnete 1958 die „Kaiserquelle“. Bierlieferant war die Warsteiner Brauerei. Nach über 30 Jahren mit dem Ehepaar Eikhoff übernahm 1992 der heutige Eigentümer Werner Weig das Lokal. Mit anschließender umfangreicher Renovierung und dem Einbau einer neuen Theke sowie mit rustikaler Bestuhlung wurde eine besonders gemütliche Atmosphäre geschaffen, in der sich die Gäste auch heute noch besonders wohl fühlen. Werner Weig verpachtete die Gaststätte zunächst an Nikolaos Sarafakis, bevor Frau Wrede kurzzeitig eine Art Pizza-Service von dort betrieb. Danach war Erhard Philipper 12 Jahre der Wirt in der „Kaiserquelle“. Im September vor zwei Jahren hat sich der beliebte Wirt aus Altersgründen zurückgezogen und den Zapfhahn an die, aus dem Westen bekannte, Wirtin Lemonia Schulz übergeben. Neben den leckeren Bieren - Isenbeck, Warsteiner, Frankenheim-Alt gibt es auch eine Speisenkarte. Die Chefin kocht hier selbst! Steaks, Schnitzel, Suppen, natürlich auch Frikadellen, aber auch andere leckere Gerichte, die der Gast vorher bei ihr bestellen kann. Lemonia Schulz fühlt sich in der „Kaiserquelle“ sehr wohl. Sie hat ein tolles Verhältnis zu ihren Gästen und sie versteht es, diese gut zu unterhalten. Kurzum, sie ist eben eine gute Wirtin. Vor kurzem wurde im Hinterhof ein kleiner Biergarten und eine Überdachung errichtet. „Damit unsere Raucher nicht im Regen stehen müssen“, erzählt uns Lemonia. „Hoffentlich gibt es noch ein paar schöne Tage, damit der kleine Biergarten noch entsprechend genutzt werden kann.“
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