Rückblick
Leinwand - Holz - Airbrush:c2. Hammer Künstlergarten
Kulturwerkstatt bietet Kunst zum Anfassen
Am Samstag, den 9. August lud die Kulturwerkstatt auf Initiative des Hammer „Gesamtkunstwerkes“ Ralf Grimm zum „2. Hammer Künstlergarten“ in „Hoppe´s Bier-Garden“ ein. Das Außengelände der Kulturwerkstatt erwies sich als ideale Location für die Präsentation der Werke von den fünfzehn Künstlern, die der Einladung gefolgt waren. Unter ihnen auch Jürgen Mevis, Klaus Marquas, Martina Rambeaud, Hilde Stork (die ebenso wie Rambeaud ein Atelier in der Kulturwerkstatt hat), Kai Wohlgemut und natürlich Ralf Grimm.
Das Wetter war den Künstlern und den Veranstaltern wohl gesonnen und bescherte den Akteuren und den zahlreichen Besuchern einen entspannten und sonnigen Nachmittag. Die Kommunikation unter den beteiligten Künstlern und mit dem Publikum stand neben der Präsentation der Werke im Vordergrund, was nicht heißen sollte, dass interessierte Kunstfreunde nichts erwerben konnten. Das war natürlich möglich und kam auch vor. Besonderes Interesse gab es aber an der Arbeit der Kunstschaffenden, man konnte ihnen über die Schulter schauen und das entstehen eines Werkes vom Anfang bis zum Ende miterleben. Der Hammer Graffity- und Airbrush-Künstler Kai Wohlgemut hat zum Beispiel spontan mit mehreren Fachkollegen einen Fahrradständer des HoppeGarden in ein Kunstwerk verwandelt (Foto unten) und die Freie Jugendkunstschule der Kulturwerkstatt gab einen Einblick in ihre vielfältige Arbeit.
Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz, am Nachmittag gab’s frische Waffeln mit Schlagsahne und der rustikale Backstein-Grill bot ein amerikanisches Barbecue mit Spare-Ribs und Steaks. Die deutsche Rostbratwurst fehlte auch nicht.
Am Abend traf dann das Dortmunder Musikanten-Duo
„The Horses - running wild“ (ein, und präsentierte einem gutgelaunten Publikum in äußerst unterhaltsamer Weise Lieder von Johnny Cash, Rio Reiser, Mungo Jerry oder Ry Cooder. Immer wieder verließen die beiden die Terrassen-Bühne, und zogen durch den vollbesetzten Biergarten von Tisch zu Tisch, um ihre Musik hautnah ´rüber zu bringen, was ihnen mit Bravour gelang.
Künstler, Veranstalter und Publikum waren sich einig, der „3. Hammer Künstlergarten“ wird folgen.
Band-Contest der „JU“ Hamm: „Anothermind“ siegte
Musik setzte sich im HoppeGarden durch
Was macht eine Partei, wenn sie junge Leute für sich gewinnen will? Sie lädt ein zum Flatrate-Saufen, das zieht immer, ist aber etwas umstritten. Also ist Musik die weitaus bessere Lösung. Und für die entschied sich am Samstag, den 23. August die Junge Union Hamm. Sie lud ein zu einem Band-Contest, Ort des Geschehens war der HoppeGarden der Kulturwerkstatt in der Oberonstrasse. Über zweihundert junge Leute sind der Einladung gefolgt, selbst die Veranstalter waren freudig überrascht ob der guten Resonanz. Die wenigen älteren Gäste unter dem Publikum wirkten fast wie Fremdkörper, waren aber wohl eher die Eltern einiger der jungen Musiker auf der Hoppe-Bühne.
Den Anfang machten an diesem Abend bereits um 19.00 Uhr „State of Affairs“ die übrigens ihren ersten Auftritt überhaupt absolvierten. Das war schon starker Tobak, was meine Ohren da aushalten mussten. Zugegeben, meine Hörorgane haben die fünfzig bereits überschritten, aber Musik kann ich trotzdem immer noch erkennen, wenn sie denn stattfindet. Der sogenannte „Kotzgesang“ des Sängers ließ eventuell vorhandene Texte nur erahnen, aber wen interessieren schon Worte. Der Sound war gewaltig, und reichte völlig aus, das Publikum zu unterhalten. Die „Golden Dookies“ als zweite Band des Abends waren erstaunlich leise, zunächst dachte ich an einen Soundcheck, doch der Auftritt war bereits im Gange. Der Sound war etwas verworren und wenig beherzt, aber so übel war die Band nicht. „Blood Soaked“ im Anschluss zeigten sich wieder absolut kompromisslos und strapazierten Gehörgänge und Nerven musikalischer Ästheten, fanden aber beim jungen Publikum durchaus großen Anklang. Erst die späteren Sieger des Wettbewerbes, „Anothermind“ ließen als vierte Band erkennen, dass sie wirklich mehr als Sound-gewitter draufhaben. Rockige und punkige Songs mit Wiedererkennungswert und witzigen, launigen Texten („Döner macht schöner“) und eine professionelle Performance machten sie zum Highlight des Abends. Dem konnten auch „Your Inner Enemy“ und „Deafening Silence“ nichts mehr entgegensetzen. Schließlich bildeten „Ashes to Ember“ außer Konkurrenz den musikalischen Abschluss des Abends. Für sie war dieses übrigens der letzte gemeinsame Auftritt, da zwei der Musiker in Zukunft eigene musikalische Wege gehen wollen.
Das Publikum stimmte per Wahlzettel ab (schon mal für die Kommunalwahl in 2009 Kreuzchen üben) und entschied sich in der Mehrheit für „Anothermind“. Und das war richtig so!
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