
Willi Nr. 163 - September 2008 |
Vorschau
REGGAE SUMMER NIGHT
Zum 11. Mal wird die Reggae Summer Night nun in Hamm gefeiert, diesmal wieder auf dem Gelände der Zeche Radbod. Etablierte Künstler, aber auch die Newcomer der Reggae Szene werden ein vielfältiges Programm aus den verschiedene Bereichen des Reggae live auf der großen Open Air Bühne und der Club Stage präsentieren. Hier werden auch ab Mitternacht die Soundsystems mit Ihren neusten Tunes die schon legendäre Dancehall Night bis in die frühen Morgenstunden starten. Der große Biergarten, die Cocktail Bar, viele bunte Verkaufsstände sowie Imbissstände mit karibischen und internationalen Spezialitäten runden das Ganze ab.
Running Order Open Air Stage
Beginn: 16 Uhr/ Ende: 1 Uhr
Black Dillinger (Südafrika)
Nkululeko Madolo aka Black Dillinger wurde 1983 in Südafrika-Kapstadt geboren und wuchs in dem Township Ghetto Gugulethu auf.
Rebellion The Recaller (Gambia)
Er gilt als der Mann der 1000 Stimmen. Rebellion The Recaller nennt sich das außergewöhnliche Gesangstalent aus Gambia, das mit seiner Stimme Musiker, Kritiker und Fans weltweit immer wieder in Erstaunen versetzt.
Sebastian Sturm & Jin Jin Band (Deutschland)
Sebastian Sturm gehört zur
jüngsten Generation von deutschsprachigen Reggae Künstlern und performt den Reggae der 70er in einer Authentizität und Überzeugung, die zumindest in Deutschland seines gleichen sucht.
Ziggi & The Renaissance Band (Holland)
Ziggi fühlt sich im Hip Hop mindestens ebenso heimisch wie im Dancehall, im Reggae und im Gospel - eben jenen Musikstilen, mit denen Ziggi in seiner Heimat, den Niederländischen Antillen, aufgewachsen ist. Mit seinem Debutalbum erzielte er einige Awards als „Bestes Album“ und „Bester Live Act“. erzielen.
Ganjaman (Deutschland)
Ein guter alter Bekannter und langjähriger Freund der Reggae Summer Night darf natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Ganjaman präsentiert bei seinem vierten Auftritt in Hamm deutschsprachigen Conscious-Reggae, sozialkritisch und spirituell.
Nosliw & Feueralarm Band (Deutschland)
Deutschlands Senkrechtstarter der letzten Jahre in Sachen Reggae. Und sein Hit „Nur dabei“ fügt sich nicht nur bei Dances nahtlos neben Größen wie Sizzla und Luciano in die Sets ein.
Don Carlos & The Dub Vison Band (Jamaika)
Don Carlos begann seine Karriere bereits 1973 als Gründer des legendären Vocal Trios Black Uhuru. Ab 1981 startete als Solo Künstler durch. Inzwischen umfasst seine Discographie mehr als 30 Alben.
Club Stage
Myami feat. Jessica (Deutschland)
Yemi Ojo aka Myami, ebenfalls aus Hamm, hat mit seinem Sommer Hit „Move Ya Body“ bereits für Aufsehen gesorgt. Diesen und natürlich weitere Songs seines in Kürze erscheinenden Albums wird Myami, unterstützt von der Sängerin Jessica, zum ersten Mal live vor großem Publikum präsentieren.
Tuklan (Deutschland)
Natürlich dürfen bei einem Reggaefestival in Hamm auch die lokalen Reggae Künstler nicht fehlen. Aus Nigeria stammen die beiden in Hamm lebenden Brüder Famous T und Massive Rex.
Mark Foggo & The Skasters (England)
Mark Foggo gehört fraglos zu den Besten der europäischen Ska-Szene. Sein Album „Ska Pig" wirbelte die Ska-Szene 1989 gehörig auf und zählt bis heute zu neben Szene-Größen wie Laurel Aitken und Prince Buster auf.
Warrior Sound (Deutschland)
Die Warrior Sound Crew mit Selektor Ditch und MC Mattia haben sich in den letzten Jahren einen beachtlichen Ruf in der Deutschen Soundsystem Szene erspielt. Sie überzeugen mit Ihrem Party Sound nicht nur seit Jahren als Resident Sound des Wuppertaler U-Clubs, sondern auch auf unzähligen Dances in ganz Europa.
Am Samstag, 06. September auf dem Gelände des Kulturreviers Radbod - Einlass: ab 15.00 Uhr
Tickets: VVK 20,- Euro zzgl. VVK-Geb., Tickets an allen bekannten VVK-Stellen; Ticket Online & Kartenhaus Ticket Hotline: 02381/926155 - Mail: info@ticketcornerhamm.de
„Die Witwen“
von Ludwig Thoma - Heiratsvermittlung der unterhaltsamen Art:
Turbulent, witzig und mit einer gehörigen Portion Münchener Flair startet das Kulturbüro in seine neue Saison.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht an diesem Abend Rechtsanwalt Dr. Hans Stein, dem diverse Witwen zu schaffen machen. Der gemütvolle Jägerssohn findet sich nämlich ganz unvermittelt in der Rolle des Gejagten, da seine wohlmeinende Umgebung der festen Überzeugung ist, dass er dringend eine Frau zu seinem Glück benötigt. Und so geben sich die treue Haushälterin Viktor, der Heiratsvermittler Baptist Weber und sein alter Studienfreund redlich Mühe, den guten Doktor zu verkuppeln – natürlich ohne dass dieser Wind von der Sache bekommt.
Kein „einfacher Schwank“ sondern große Dichtung und ein ganz „heutiges Stück“ - so bewertet Regisseur Peter Bernhardt das erste Lustspiel aus der Feder des bekannten deutschen Schriftstellers Lud-wig Thoma. In seiner Inszenierung überzeugt Theater- und Fernsehschauspieler Stefan Reck in der Hauptrolle des Anwalts Dr. Stein.
Am Dienstag, 23. September um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm
Die Bremer Stadtmusikanten oder: Was geht, wenn nichts mehr geht?!
Vier Tiere mit Handicap treffen aufeinander. Sie sind alt, heiser, fast blind und haben ihr Zuhause verlassen, wo sie nicht mehr willkommen sind. Sie beschließen, gemeinsam ihr Glück als Straßenmusiker in Bremen zu versuchen. In einem neuen „Outfit“ präsentiert das Filou Fox Solo Figurentheater Hannover diesen Klassiker für Jung und Alt ab 5 Jahren. Die Geschichte beginnt aber nicht mit den Tieren, sondern mit einem armen Bauern. Fredi Latzke wohnt in Oyten, einem kleinen Dorf in der Nähe von Bremen und sitzt ganz schön tief in der Patsche. Seine Küche ist fast leer und der Räumungsbefehl für seinen Bauernhof liegt vor ihm auf den Tisch. Morgen muss er hier weg! Seine Frau hat ihn verlassen, der Hof ist bereits versteigert und die Situation mehr als hoffnungslos. Allein die Erinnerung an bessere Zeiten ist ihm geblieben und so wandern seine Gedanken noch einmal in seine Teenager-Jahre zurück: Mit 15 wollte er ein berühmter Gitarrist werden und hatte gemeinsam mit seinen besten Freunden Manni, Kalle und Heiner schon eine Band gegründet. Aber ein Rockmusiker in Oyten? Da landet man doch recht schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen, wenn misten, melken und malochen auf der Tagesordnung steht. Fredi fühlt sich wie der letzte Esel. Unvermittelt springt da die Schublade des Küchentisches auf - genau die, die seit mindestens 35 Jahren schon klemmt! Und heraus kommt… ein Esel, eine von vier Holzfiguren, die ihm sein Opa einst geschnitzt hatte. Der Esel ist auch so einer, der in der Tinte steckte und Musiker werden wollte! Aber ganz offensichtlich hat er mehr Glück gehabt als Fredi, aus seiner Misere herauszufinden. Ganz genauso wie die anderen drei – der fast blinde Hund, die Katze mit dem Knick im Schwanz und der ewig heisere Hahn. Gemeinsam erinnern sie sich an einen Weg, ein Weg, der eigentlich nach Bremen führen sollte. Und Fredi erkennt dabei, dass seine Träume vielleicht doch nicht so unerreichbar sind, wie sie scheinen.
Am Mittwoch, 24. September um 15 Uhr im Kulturbahnhof
Liederabend mit Texten von Heinrich Heine
Christian Johann Heinrich (eigentlich Harry) Heine (1797-1856) zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Seine spätromantischen Gedichte verbinden Empfindungsreichtum mit Skepsis und Ironie, als Satiriker war er von ätzender Schärfe und sein geistreicher, stimmungsvoller, manchmal ironischer Prosastil machten ihn zum Begründer des modernen Feuilletonismus. Sein feines Gespür für Klang und Rhythmus hat zum jetzigen Zeitpunkt rund 2.500 Komponisten und Bearbeiter zu fast 8.000 Vertonungen inspiriert. Grund genug, ihm, seinen Dichtungen und den von ihnen beeinflussten Kompositionen einen musikalischen Abend zu widmen.
Die Göttinger Mezzosopranistin Uta Grunewald und der Pianist Hellmuth Vivell lassen gemeinsam mit der Schauspielerin Sabine Wackernagel aus Kassel Heinrich Heine zu Wort kommen. Seine Poesie erklingt in den kongenialen Vertonungen von Clara und Robert Schumann, Fanny Hensel, Felix Mendelssohn und Franz Liszt. In den berühmten Reisebeschreibungen, Briefen und Aphorismen blitzt sein Humor auf, seine unsterblichen Verse verdeutlichen seine innere Zerrissenheit, sein Hin- und Hergetriebensein. Für einen Abend lang kann der Zuhörer Heine in all seinen Facetten erleben, den Zauber seiner Lyrik ebenso wie den reizbaren, spöttischen Geist. Wackernagels sprühender Vortragsstil, Grunewalds kraftvoller, strahlender Mezzosopran und Vivells sensible Phrasierung und kluge Akzentuierung sorgen für einen Konzertgenuss der etwas anderen Art.
Am Mittwoch, 24. September um 20 Uhr im Schloss Heessen
Sagmeister Trio - Eine Jazzlegende aus der Mitte Europas
Man muss nicht immer in die Ferne schweifen, um wirklich gute Jazzmusik zu hören. Sicherlich haben die USA als „Mutterland“ Maßstäbe gesetzt, was aber nicht bedeutet, dass anderswo auf der Welt kein guter Jazz gemacht würde. Und mitunter findet man das Gute sogar direkt nebenan: Gitarrist Michael Sagmeister fällt eindeutig in diese Kategorie. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen Martin Gjakonovski und Michael Küttner beweist er, dass er zu Recht als einer der führenden zeitgenössischen Musiker seines Faches angesehen wird. Geboren 1959 in Frankfurt am Main, begann der Autodidakt seine musikalische Karriere bereits in jungen Jahren, hatte schon 1973 erste professionelle Engagements bei verschiedenen Bands. Seine frühen Vorbilder waren John Coltrane, Charlie Parker, Pat Martino und Wes Montgomery. Zwei Tourneen als „opening act“ machten ihn Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre dann schlagartig berühmt: das United Jazz und Rock Ensemble hatte ihn als Vorgruppe erwählt. Konzertreisen durch Südostasien und Nordafrika folgten, später ging es dann auch nach Westafrika. Auftritte bei zahlreichen bedeutenden Festivals im In- und Ausland zementierten seinen Platz in der internationalen Jazz-Szene. Er hat erfolgreich mit anderen Künstlern wie Billy Cobham, Jack DeJohnette, Charlie Mariano, Emily Remler, Wolfgang Dauner, Albert Mangelsdorff und Gerry Brown zusammengearbeitet. Seine heutige Spielweise orientiert sich an Neobop, Fusion und Blues und beweist einmal mehr seine große stilistische Flexibilität.
Neben seiner Bühnenkarriere hat Sagmeister noch ein zweites Standbein: er ist ein gefragter Dozent. Neben Unterricht in Jazz-Workshops in ganz Deutschland ist er seit 1999 ordentlicher Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Von 1993 bis 1997 war er sogar Dozent am Berklee College of Music in Boston. Am Freitag, 26. September um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm,
Karten für die Veranstaltungen gibt es bei allen Vorverkaufsstellen in Hamm oder im Internet unter www.ticketonline.de
Radbod lacht!
Nach der Sommerpause geht es nun mit frischem Wind in die 2.Jahreshälfte mit der neuen Comedy/Varieté Reihe mit Namen „Radbod lacht!“.
Die kommende Veranstaltung findet am Mittwoch 10. September statt. Einlass ist um 19:30 Uhr, Start der Veranstaltung um 20:00 Uhr. Der Eintrittspreis wurde reduziert und liegt nun bei € 6,-. Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse.
Am 10. September werden folgende Künstler versuchen Ihre Lachmuskeln zu strapazieren:
Keirut Wenzel: (Stand-Up Comedy)
Keirut Wenzel ist schon vom Namen her die tadellose Kombination von Exotik und gepflegter Trivialität. In der Theorie dreist ordnungsliebend, in der Praxis eher beherzt chaotisch - perfekt verplant!
Der liebenswürdige Chaot ist immer mit vollem Körpereinsatz auf der Bühne. Kein Geräusch bleibt unausgesprochen, keine Bewegung unausgeführt. Keirut erzählt Geschichten auf seine ganz eigene Art und Weise: mal akkurat verworren, mal bedeutungsvoll banal, mal schlafmützig imposant. Er beobachtet sich akribisch und hinterfragt doch lieber andere - perfekt verplant! Bereits mit seinem ersten Soloprogramm „Ich bin so happy!“ (Regie Bastian Pastewka) tourte Keirut Wenzel erfolgreich durch ganz Deutschland. Zahlreiche Auftritte im TV u.a. bei „Nightwash“ und „Ottis Schlachthof“ folgten. „Perfekt verplant“ ist sein zweites Soloprogramm. Auch als Schauspieler ist Keirut im TV präsent. So präsentierte er eine eigene Comedyreihe im „ARD-Morgenmagazin“, spielte Gastrollen u.a. in der „Harald-Schmidt-Show“ und bei den „Anrheinern“ und ist seit 2001 als regelmäßiger Sketchpartner von Kaya Yanar in der preisgekrönten SAT1-Comedy „Was guckst Du?!“ bzw. „Guckst Du weita!“ zu sehen. www.keirut.de
Olaf Bossi (Stand Up Comedy)
Olaf Bossi, der Stuttgarter und 5/8 Italiener gehört zu den Newcomern in der Stand-Up-Comedy Szene. Obwohl er ursprünglich aus der Musik kommt - ist er eher ein Freund der leiseren Töne - und harter Worte. Sozusagen Pop-Philosoph und Realitätshinterfrager. Denn wo die Gedanken normalerweise aufhören, fangen seine erst an. Wie wäre es z.B. wenn die Regierung Alkohol verbietet und das Kiffen erlaubt? Ist Windows inzwischen eine eigene Lebensform? Oder wie sagte eine Zuschauerin mal: „ Er ist ein Grenzgänger - man ist schockiert über sich selbst, dass man lacht - und dasist geil." www.olafbossi.de
Schmitz Backes (Comedy Zauberei)
Schmitz-Backes ist der selbsternannte „Harry Potter vom Rheinland". Erleben Sie, wie Schmitz-Backes die Zuschauer auf seine charmante Art ins Geschehen mit einbindet und so jeden Auftritt zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis werden lässt. Die Programme von Schmitz-Backes wurden bereits mit dem "KKL-Clown" und dem „Goldenen Xaver in Bronze" ausgezeichnet, dem Kleinkunstpreis der Rheinischen Post. Nach einer Vorstellung voller intelligentem Wortwitz und gekonnter Schlagfertigkeit sind sich die Zuschauer sprichwörtlich einig: An Schmitz-Backes kommt keiner vorbei!
Die Trickbrettfahrer (Moderation)
Die Trickbrettfahrer - Creatéur de Lachattack Was ist Zauberei? Staunen, Begeisterung, Verblüffung. Was ist Comedy? Spaß, Entertainment, Tränenlachen. Was ist Comedy-Zauberei der Trickbrettfahrer? Staunend Tränenlachen!
Die beiden lokalen Künstler André eS! und Daniel Duddek bieten beeindruckende Zauberkunst und verdrehte, schwungvolle Comedy, gepaart mit einer gesunden Portion Selbstironie. Eigent- lich spezialisiert auf individuelle Unterhaltung auf Firmenevents und Messen, lassen sie es sich als Hammer Bürger nicht nehmen „Radbod lacht" auch diesmal wieder zu moderieren.
Kleine Info: Für die Leute, die schon bei „Radbod lacht!“ dabei waren, wird es einen alten Bekannten geben. Man munkelt, dass Daniel wieder einen seiner berühmten mentalmagischen Anfälle bekommt! Na dann viel Spaß!
Kulturwerkstatt im September: Start in das Herbstprogramm:
„Crazy“ Chris Kramer Ein Bluesvirtuose im HoppeGarden
20 Jahre Bühnenerfahrung und über 1.000 Gigs haben „Crazy“ Chris Kramer zu dem gemacht, was er heute ist: ein Bluesvirtuose mit unerschöpflicher Spielfreude, der seine Musik liebt und seine Lieder lebt. Kein Wunder also, dass ihn Bands wie Whitesnake, die Blues Brothers, Omar and the Howlers, Woodstock-Legenden wie Canned Heat und Alvin Lee sowie Topmusiker wie Walter Trout und Tommy Emmanuel bereits als Support verpflichteten. Auf seinen Konzerten verschmilzt der Singer/Song-writer förmlich mit seiner Mundharmonika, begleitet sich dabei wahlweise auf der Dobro oder Gitarre und bannt das Publikum mit fesselnder Mimik. Chris Kramer zählt zu den besten europäischen Bluesharpisten, schreibt Lehrbücher und gibt sein Können seit Jahren in unzähligen Mundharmonika-Workshops weiter. Im Laufe der Zeit sind nicht nur Publikum und Presse auf den sympathischen Ruhrpottler aufmerksam geworden, auch prominente Kollegen wie Götz Alsmann, Jack Bruce und Toots Thielermanns schnalzen mit der Zunge, wenn Chris zur Mundharmonika greift. Ebenso wie Jürgen von der Lippe, der Chris in seine Samstagabendshow Geld oder Liebe holte, in der er anderen TopActs ordentlich einheizte.
Dass bei seinen CDs Hochkaräter wie die Cream-Legende Jack Bruce, Helge Schneider, Pete York, Bernhard Allison und der kürzlich verstorbene Long John Baldry mitwirken, beweist eindrucksvoll den Stellenwert von Chris Kramer in der deutschen Musikszene.
Er selbst sieht sich ganz bescheiden als schlichter Geschichtenerzähler, der sein Publikum durch den Abend führt. Dabei versprüht er soviel Charme und Entertainment, dass so manches Mal die Musik völlig in den Hintergrund tritt. Mit einem Augenzwinkern versteht er es, auch den Missgeschicken des Lebens etwas Gutes abzugewinnen. Diese Sicht der Dinge entspricht nicht nur der Ruhrpottmentalität des Bergarbeitersohnes, sondern auch der seiner musikalischen Vorbilder, die - wie er selbst - in jungen Jahren dem Blues begegnet sind und von da an für ein Leben lang von diesem Virus infiziert wurden.
Seine Rauchige Stimme ist nach fast 20 Jahren Bühnenerfahrung so gereift wie 30 Jahre alter Malt-Whisky. Sie transportiert die deutschen Texte direkt in die Ohren seiner Zuhörer, die sich gut unterhalten fühlen, während aus jeder Pore von Chris Kramer pure Emotion fließt. Ein Abend mit Chris Kramer ist niemals beliebig, sondern stets individuell und persönlich. Eine Stimme, eine Gitarre und eine handvoll Mundharmonikas, mehr braucht er nicht, um eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die Raum für gute Unterhaltung und zugleich tiefe Emotionen lässt.
HoppeGarden / Kulturwerkstatt, Sa., 27. Sept., 21 h, Einlass ab 19 h, Eintritt 6,- €
The Music of Johnny Cash
Tribute - Konzert zum 5. Todestag
Neben den bekannten Titeln von Johnny Cash haben die Mitwirkenden auch einige seltene und interessante Songs ausgegraben. Im Vordergrund stehen Texte und Inhalte, sowie individuelle Interpretationen der Musik von Johnny Cash.
Mit dabei sind: Eddie Arndt. Jonas Künne von Black Rust, Heartland mit Horst Schrader, Elderly People Crossing. Lená Chicken Rag und Swangtones.
Eintritt 7.- / VVK: VHS & Buchhandlung Akzente
Am 12. 9. um 20.00 Uhr im Bürgerssaal der VHS
Jury tagte im HoppeGarden:
Fünf Bands und ein Sahnehäubchen
„Alte Säcke“ spielen im November - präsentiert von Radio Lippe Welle
Nicht gerade leicht hatte es die Jury am vergangenen Mittwoch im HoppeGarden der Kulturwerkstatt. Aus sechzehn eingesandten Beiträgen mussten Reinhard „Sloopy“ Bialas (Willi), Gerd Heistermann (Radio Lippe Welle), Patrice Jacopit (Künstler), Michael Kunze (Musiker), Dörte Strübli (Stadtmarketing) und Andreas Tiggemann (Westf. Anzeiger) die fünf Bands herausfinden, die am Samstag, den 29. November das „Festival der alten Säcke“ musikalisch gestalten sollen. Sloopy Bialas war übrigens für den „ObEL“ eingesprungen, der leider kurzfristig aus beruflichen Gründen absagen musste - Job geht nun mal vor.
Fast drei Stunden wurden die eingesandten CD´s der Bands aufmerksam abgehört, Notizen gemacht, diskutiert und letztlich, nach Punkte-System, entschieden. Um das ganze so fair wie möglich zu gestalten, wurden die Jury´sten von Uli Holesch (Kulturwerkstatt), der die Sitzung leitete (aber kein Jury-Mitglied war) vorher nicht informiert, welche Band sie gerade hörten. Erst im Nachhinein wurden sie über die Identität aufgeklärt. Teilnehmen werden die Bands: BLUES BOOZE, KICKING UP DUST, AUS-BRUCH, ALMOST FAMOUS und. APHELION. Die hier genannte Rei-henfolge sagt übri-gens nichts über die erreichte Punktzahl aus. Die Bands, die am 29. November mitwirken, werden in den nächsten Tagen schriftlich informiert, ebenso diejenigen, die diesmal nicht mit dabei sind.
Und nun noch ein dickes Sahnehäubchen obendrauf: Eine der Bewerbungen kam per E-Mail aus - Tampa, Florida/USA - ! Zunächst glaubte man an einen Joke, doch Uli Holesch trat in Kontakt mit der Band aus dem Sunshine-Staat und erfuhr, dass die US-Musiker ihre Bewerbung tatsächlich ernst meinten. Über gute Freunde in Hamm erfuhren sie von dem Konzert im Herbst, und entschieden spontan, auf eigene Kosten nach Hamm zu reisen, und mitzuwirken, wenn sie denn in die Auswahl kämen.
Nun sollten die teilnehmenden Bands nach den gesetzten Kriterien der Veranstalter Stadtmarketing und Kulturwerkstatt allerdings aus Hamm kommen, aber wer Entscheidungen trifft, kann sie auch wieder kippen. Die Jury war einstimmig der Meinung, dass man sich diesen Riesen-Gag nicht entgehen lassen sollte. Also wurde CROSSFIRE (eingeladen, als Special-Guest den Abschluss des Festivals zu bilden. Die Band wird übrigens nur für diesen einen Auftritt aus den USA anreisen.
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