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![]() Willi Nr. 166 - Dezember 2008 |
KneipentestWillis Kneipkur, heute: „Da Enzo“ Wer (von uns Älteren) erinnert sich nicht mehr an das „Café Hasebrink“ an der Nordstrasse/Ecke Ritterstrasse? Nach der Geschäftsaufgabe von Betreiber und Eigentümer Clemens Hasebrink wurden die Räume weiter als Gastronomie betrieben, von einem „Chinesen“ und zuletzt von einem Betreiber, der ein russisches Restaurant dort einrichtete, mit dem ur-deutschen Namen „Restaurant Lindemann“. Monatelang wurde renoviert, umgebaut und schließlich eröffnet. Nach kurzer Zeit war wieder Schluss. Natürlich wurden die Gast-räume erneut umgestaltet, zartes Gelb dominiert, rot abgesetzt. Wenn man das Lokal betritt, befindet man sich in einem recht großen Raum mit einer Theke, der von den großflächigen Fenstern zur Nordstrasse hin erhellt wird, falls es draußen nicht dunkel ist, natürlich. Zwei weitere, kleinere, Räume schließen sich an, man läuft auf grauen Fliesen, originelle Bilder mit Gesellschaftsszenen an den Wänden, modern gestaltete elektrische Fackeln als Lampen und beige Vorhänge vermitteln einen gediegenen, aber recht kühlen Eindruck. So richtig kuschelig ist es nicht. Aber bei „Da Enzo“ will man ja auch in erster Linie Essen, nicht schmu-sen. Die Speisenkarte ist recht umfangreich, beginnend mit den kalten Vorspeisen wie Tief-seekrabben (6,60 €), Marinierter Tintenfisch (6,90 €) oder Parmaschinken (11,50 €). Natürlich gibt’s Salate, ebenso zahlreiche Nudelgerichte von 7,50 bis 10,- Euro. Als Hauptgerichte kann man wählen zwischen u.a. Rinderfilet (18,50 €). Schweinefilets und -Steaks, mehreren Fisch-gerichten und natürlich reichlich Pizzen. Auf unsere Frage, ob es denn keine Beilagen zu den Fleischgerichten gäbe, antwortete uns die (ziemlich desorientierte) weib-liche Bedienung, nein, gäbe es nicht. Erst auf hartnäckige Nachfrage erfuhren wir, dass es natürlich doch Beilagen gebe: Gemischte Salate, grü-ne Bohnen, Tomatensalat, gegrilltes Gemüse und Cham-pignons. Pommes Frites oder Rosmarinkartoffeln gab es erst auf eine weitere, sehr energische Nachfrage. Wir wollen das mal auf Anfangsschwierigkeiten zurückführen. Ich entschied mich für Scalapino mit Tomatensauce, Rosmarinkartoffeln und Salatbeilage (9,50 €). Dazu einen trockenen Pino Grigio (3,50 €). Auch, dass es von der Bestellung des Essens bis zum Servieren mehr als fünfzig Minuten gedauert hat, sei kritisch angemerkt. Das abschließend servierte Tiramisu, eine freundliche Dreingabe des Hauses, machte die kleinen Unzulänglichkeiten allerdings wieder wett. Unser Besuch bei „Enzo“ ist über einen Monat her, inzwischen dürfte das Team eingespielt sein, da bin ich sicher. „Trattoria Italiana Da Enzo“, (Inh. Clemens Hasebrink), Nordstraße 11, Tel.: 02381-3051835
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