![]() |
|
![]() Willi Nr. 179 - Januar 2010 |
Reisen mit WilliMinikreuzfahrt auf der „Color Fantasy“ Wir sind noch fit genug, um auszuprobieren, was die Dusche alles aushält - echt stabil, ist unser Fazit! Eng umschlungen in der Koje träumen wir dem nächsten Tag entgegen. Der Morgen danach! Wir quälen uns aus dem Bett - Frühstück gibt's ja nur bis 10.30 Uhr! Unsere Gesichter, ungebügelt, stolpern wir Richtung Restaurant. Viele Gäste, meist ältere, kommen uns schon voller Tatendrang entgegen. Jetzt haben wir die freie Auswahl an den Tischen, um unsere müden Geister mithilfe eines abwechslungsreichen Frühstücksbüffets, das keine Wünsche offenlässt, wieder in Schwung zu bringen. Manche Leute nehmen ja so gaaar keine Rücksicht auf die armen Kellner und bleiben bis zur letzten Minute sitzen, wobei die Augen der Kellner ständig über die Tische fliegen, in der Hoffnung, wieder einen dieser abräumen und neu eindecken zu können für die nächste Runde. Woher wir das wissen? Wir haben im Vorbeigehen nochmal 'reingeschaut - ehrlich! Um das Einlaufen der „Color Fantasy" in den Osloer Hafen live miterleben zu können, (Foto unten) begeben wir uns gegen 9.30 Uhr in die Observation Lounge, in der - wie war es anders zu erwarten - schon wieder alle Plätze besetzt sind! Keine Chance, auch nur zehn Sekunden auf einem Fleck stehenzubleiben, ohne nicht sofort weggegiftet zu werden: ,,Gehen Sie bitte zur Seite, ich sehe nichts mehr!" Einige Kaufleute zieren ihre Geschäfte mit Trollen in allen Größen und in den verschiedensten Variationen. Die Architektur im Zentrum vermittelt eine Gemütlichkeit, wie sie in dieser Form in unseren heimatlichen Gefilden sicher weniger zu finden ist. Ein Gebäude war für mich ein besonderer Blickfang, nämlich die Frietjof-Nansen-Stadthalle mit einer Gedenktafel zu Ehren des Polarforschers. Er und Amundsen waren seinerzeit mein Lieblingsthema in Erdkunde, Leider müssen wir auch an vielen Bettlern vorbeigehen. Um Niemand zu benachteiligen, geben wir jedem von ihnen nur wenige Öre. lm Gegensatz zu unserer Region sind hier auffallend viele Kin-derwagen unterwegs, die meistens von Vätern geschoben werden.
|