Wie kann ich sie helfen?
Eine psychologische Lebensberatung von Dipl.-Psychol. Prof. Dr. Sonja-Renate Rüpelhof-Lamm-koether-Mueller-Vothknecht
Erst muss ich mal was loswerden . . .
Der Jung ist kein Verteidigungsminister mehr, Juhu. Der Jung ist auch kein Arbeitsminister mehr. Heißa. Die von der Leyen ist keine Familienministerin mehr. Juhu. Ersatz für den unglückseligen Jung ist nun der ehemalige Wirtschaftsminister zu Guttenberg, und wie man weiß, haben Kriege - sorry, Konflikte - ja auch immer etwas mit der Wirtschaft zu tun. Also ist der Baron wohl am richtigen Platz. Aber ob die neue Familienministerin Kristina Köhler, 32 Jahre alt, unverheiratet und keine Kinder, am richtigen Platz ist? Aber ja, denn der Fraktionsanführer der CDU Volker Kauder erwiderte auf diese Frage einem TV-Journalisten, Frau Köhler sei die richtige Wahl, denn sie wird demnächst heiraten, und schon in ihrer Abiturzeitung veröffentlichte sie dereinst, sie wolle später einmal eine große Familie gründen. Und das sagte er ohne jeden ironischen Unterton, was besonders schwer wiegt. Ja dann.
Ach - da fällt mir ein, haben wir nicht schon einen Köhler in der Politik? Wenn da mal nicht Vetternwirtschaft im Spiele ist - obwohl, der Guildo Horn heißt mit bürgerlichem Namen auch Horst Köhler, und der ist nur Schlagersänger. Wie beruhigend.
Herr Julius Schlaavmuetse schrieb:
Liebe Frau Professor,
Gott sei Dank ist Weihnachten jetzt vorbei. Aber in diesem Jahr weihnachtet es auch wieder. Und zwar überall. Ab September findet man in Kaufhäusern und Supermärkten bereits alles, was das weihnachtliche Herz begehrt. Spekulatius, Nüsse, Printen und diese grauenhaft leckeren gefüllten Schokoladenfläschen von „Lindt“. Und ab Ende November wird auch die Weihnachtsdeko allenthalben aus den Depots gekramt, und man wird auf das Fest der Liebe und Barmherzigkeit eingenordet. Da ist es doch schön, wenn man ein gemütliches Zuhause hat, in dem man all dem entkommen kann. Außer bei uns zuhause. Meine Gattin liebt Weihnachten, allein schon wegen der festlichen Dekorationen. Auch das Frühjahr liebt sie, denn wenn die Weihnachtsdeko, in fünf Säcken verpackt, wieder im Keller landet, kommt der Frühjahrsschmuck ans Tageslicht, etwas später ergänzt durch Oster-Accessoires. Das alles verschwindet im Mai in den Gewölben und der Sommer wird vorbereitet, wobei zwischen Früh- und Spätsommer fein unterschieden wird. Der Herbst schließt sich nahtlos an, während sich um Halloween herum die Kürbisse hinzugesellen. Und schon steht Weihnachten vor der Tür . . . ! Liebe Frau Psychologin, sagen Sie mir: Wie kann ich meine Frau stoppen?
Lieber Herr Schlafmütze,
Wenn Sie in Betracht ziehen, dass auch ich eine Frau bin, sollte Ihnen meine Antwort eigentlich schon bekannt sein: Gar nicht.
Liebe Grüße, Ihre Sonja-Renate
Dietmar Domröse schrieb:
Sehr geehrte Frau Doktor,
Da hat doch der Berlusconi den Mailänder Dom in die Fresse gekriegt. Also zunächst will ich allerdings erst mal erklären, dass man so etwas nicht macht, ehrlich nicht. Der italienische Regierungschef war doch völlig arglos, er suhlte sich in der Menge und war dem Pöbel ungeschützt ausgeliefert. Seine Leibwächter waren, wie DPA später meldete, im Rotlichtviertel unterwegs, um ihrem Chef frische Damen zuzuführen, daher konnten sie ihm nicht beistehen. Andererseits muss ein Mann, der wie ein Mafia-Boss seinen Regierungs-Clan führt, mit Attentaten rechnen. Ich hätte es daher durchaus verstanden, wenn ein „geistig Verwirrter“ (es sind immer
geistig Verwirrte) zur Knarre gegriffen, und diesen eitlen, geilen Despoten umgenietet hätte. Nachgetrauert hätten ihm doch nur die Protestantinnen (Nutten), und da es in Italien fast nur Katholiken gibt, wären das nicht so viele. Was ich aber gar nicht verstehe, liebe Frau Professor - und die Frage bitte ich Sie, zu beantworten - warum passierte das erst jetzt? Und warum der Mailänder Dom?
Ihr Didi Domröse
Lieber Herr Dummrose,
die geistig verwirrten in Italien sind knapp, da war es gar nicht so einfach für die Opposition, einen geeigneten Kandidaten zu finden, der dem Silvio den Dom an den Kopf wirft. Nicht rekrutiert werden konnten natürlich die geistig Verwirrten, die den Kerl zweimal gewählt haben, was die Auswahl erheblich einschränkte. Und warum der Mailänder Dom zu Hilfe genommen wurde, vermag ich nur zu vermuten. Er ist groß. (*)
Liebe Grüße, Ihre Sonja-Renate
(*) Anmerkung der Redaktion: Aber wohl doch nicht groß genug. Schießlich ist der Zustand des Herrn Berlusconi, laut Auskunft seiner Ärzte, nicht besorgniserregend.
Die Redaktion findet allerdings, dass der Zustand des Herrn Berlusconi durchaus überaus besorgniserregend ist.
|