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Willi Nr. 181 - März 2010

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser
Wusstet Ihr, dass es in Hamm spukt? „Jetzt auch das noch“, werdet ihr sicher sagen. Aber ehrlich, Hamm ist die Spukhauptstadt.2010
Jedes Jahr von März bis Oktober irrt er in besonders nebeligen Nächten durch die Lippewiesen, der „Isenbecker“. Wer ihn gesehen hat, spricht nicht gerne darüber. Manche sind bei seinem Anblick plötzlich ergraut, anderen hat es die Sprache verschlagen. Brechdurchfall oder akute Blasenentleerung sind wohl noch die harmloseren Auswirkungen nach einer Begegnung mit dem „Isenbecker“. Auch der Künstler Mike F. hat ihn gesehen: „Ein schauerlicher Anblick, das kann ich euch sagen!“ Nach seiner REHA hat Mike den „Isenbecker“ für uns im Bild festgehalten. Nur Eíngeweihte wissen, wie dieser Spuk überhaupt entstanden ist.

Der Bierkutscher Willi Knappkorte sen. war mit zehn Fässern nach Dolberg unterwegs, als er bei starkem Nebel kurz hinter dem Schloss Heessen von der Fahrbahn ab- und in den Lippesümpfen ums Leben kam. Seine Leiche, die FässerL, das Fuhrwerk und die Pferde wurden bis heute nicht gefunden. Seit 1990 (Bau des Allee-Centers) irrt der Ärmste nun umher und sucht seine Brauerei. Ja, und außerdem gibt es da noch die „Lippenixe“ vom Uentroper Wehr, die Geschichte vom „Gefangenen“ im Schloss Oberwerries, der von seinem Wärter schlichtweg vergessen wurde und, und, und.

Falls Euch der „Isenbecker“, die „Lippenixe“ oder der „Gefangene“ begegnet ist, schreibt uns eure Story. Vielleicht habt ihr ja auch eine andere Spukerfahrung gemacht? 

Angegruselt!
Euer Willi

 

 
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