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Willi Nr. 184 - Juni 2010

Rückblick

„2. H♥rzenswünsche-Benefizkonzert“ - Altobellis & Friends
Das erste Herzenswünsche Benfizkonzert im Juni 2009 war ein voller Erfolg! 2600,- Euro konnten dank der fast  dreihundert erschienenen Zuschauer gespendet werden und die waren von dem dreistündigen Rockspektakel der Altobellis & Friends absolut begeistert! Aber was das Tolle ist, diesmal konnte das Ergebnis vom Vorjahr sogar noch getoppt werden, denn am Samstag, den 8. Mai waren wiederum ca. dreihundert Gäste gekommen, und zusätzlich wurde eine tolle, hochwertige „Sterling by Music Man“ Gitarre mit den Unterschriften aller Mitwirkenden in einer Tombola verlost!  Der Erlös wird natürlich auch an Herzenswünsche e.V. gespendet!
Dieser Verein kümmert sich rührend um todkranke Kinder und deren Familien. Weiterhin gab es, sozusagen als zweiten Preis, eine Eintrittskarte für zehn Personen zu einem Konzert der Kulturwerkstatt in diesem Jahr. Der Gewinner - oder die Gewinnerin - kann also neun Freunde/innen in den Hoppe-Garden mitbringen, hochkarätige Konzerte gibt’s im Herbst wieder reichlich.
Im Vordergrund stand allerdings das Konzert der Altobellis & Friends. Till Hoheneder, Kopf, Frontmann und Macher der Band, sowie unermüdlicher Initiator des Benefiz-Spektakels, hatte wieder hochkarätige musikalische Gäste eingeladen, darunter Ali Neander, einer der wohl besten, gefragtesten und vielseitigsten Gitarristen Deutschlands. Ali ist Gründungsmitglied der  Rodgau Monotones und ist mit dieser legendären Band heute noch unterwegs. Im HoppeGarden bewies er seine Klasse aufs Eindruckvollste, nicht zuletzt auch durch seine originelle Bühnenpräsenz

Auch Mirko Michalzik, der Gitarrist von Stefan Gwildis und Annett Louisan, der als Engineer und Co-Produzent  die letzten CDs von Gwildis und z.B. Klaus Lage betreut hat, und nicht nur als Gitarrist ein Ausnahmemusiker ist, veredelte ebenfalls die musikalische  Besetzung  des Abends. Nicht zu vergessen natürlich Ralf „Tonehunter“ Reichen, Michael Dommers, Karsten Nierhaus, Stefan Lamberty, Matze König und die „Altobellis“ Jürgen Mevis, Dirk Schulte und Thomas Iselt.
Das zweite „Herzenswünsche-Benefiz“ schreit förmlich nach einem dritten . . !

Stier - der Livehaftige
Bekannter Schauspieler mit seiner Band live  im Hammer HoppeGarden
Nach zweiunddreißig Jahren trafen sie sich im Jahre 2008 wieder, der Schauspieler und Musiker Hans Martin Stier, und Uli Holesch, Veranstaltungsleiter der Kulturwerkstatt und Betreiber des HoppeGarden in Hamm. Beide waren in den Siebzigern gemeinsam in der Band „Seawind“ on the Road. Stier machte als Schauspieler Karriere, Holesch tourte unentwegt mit dem Texaner G.D. Love („Beam me up, Scotty“) durch die amerikanischen Clubs des Landes. Im Oktober 2008 gastierte der markante Mime mit seiner Band „Kahle Moenche“ im HoppeGarden, im April 2009 mit der legendären „Törner Stier Crew“, und nun war Hans Martin Stier am 15. Mai dort mit der nach ihm benannten Power-Group „Stier“ zu Gast.
Erst jüngst hat das Quintett sein erstes Album mit dem Titel „reden“ eingespielt. Als Chef hinter den Reglern fungierte Siggi Bemm, in der Branche als „Marilyn Manson der Produzenten“ bekannt. Er hat etwa den harten Sound von Bands wie „Kreator", „The Gathering", „Therion" und anderen Protagonisten kreiert, zugleich auf Peter Maffays  Longplayer „X“ für ungewohnt heftige Klänge gesorgt.  Ende September haben Veranstalter Uli Holesch und Freund Rudi Riemer die Jungs im Hagener Studio besucht, wo sie gerade den letzten Titel der Aufnahme-Session „Es ist Sommer“ einspielten, und gleich wurde der nun erfolgte Auftritt im HoppeGarden organisiert.
Vom ersten Takt an zog Hans-Martin Stier das Publikum im HoppeGarden mit seiner ungeheuren Bühnenpräsenz in seinen Bann. Man kann sich dem Charme des so grobschlächtig wirkenden Schauspielers nicht entziehen, er wirkt auf der Bühne unheimlich lieb, obwohl das Image, das er sich mit seiner fantastischen Band geschaffen hat, völlig anderes erwarten lässt. Die Musik ist heftig, sehr heftig sogar. Aber wer genau auf die Texte achtet - und man sollte das unbedingt tun - wird eine ungeheure Sensibilität feststellen. Der Mann hat in seinem fast 60jährigen Leben eine Menge erlebt, und das verarbeitet er in seinen Liedern. Mal verklärt, mal mit schonungsloser Offenheit, dann wieder äußerst kritisch („Kirchenoberhaupt“), aber immer mit einem Augenzwinkern, und das beherrscht der Künstler wie kein anderer. Natürlich darf man keinesfalls seine Band außer Acht lassen, denn mit Charly Steinberg (Keyboard), Walter Stöver (Bass), Lee C. Pinsky (Guitar) und Schlagzeuger Tom Günzel hat der Frontmann Musiker um sich geschart, die keine Wünsche offen lassen. Zwei Stunden lang bot „Stier“ ein atemloses, grandioses Konzert, trotzdem blieb den Jungs noch genügen Energie, um nach der Show im „Ladykillers“ eine After-Show-Party zu feiern.

 

 
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