Jahrgang 2010  - Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember
Aktuelle Ausgabe  - Editorial - News-Klatsch-Trasch - Lyrik - Kunst - Bikermärchen
Anachronistin - Rückblick - Vorschau - Was los ist

Willi Nr. 184 - Juni 2010

Vorschau

Der Jazzclub Hamm präsentiert: Mo’ Blow
Als die Jazzfunk-Band Mo’ Blow in Berlin 2008 zum Doppelsieger des Jazz&Blues Award gekürt wurde, galt das Quartett bereits als „eine der heißesten Clubbands“ (Berliner Zeitung). Auf ihren Tourneen durch Deutschland, Belgien, England, Polen, Österreich, Russland, Kroatien, Finnland und Frankreich hat sich die energiegeladene Gruppe diesen Ruf über viele Jahre erspielt. Dabei bewährte sie sich auch auf Festivals wie dem Jazzfestival Kaliningrad (Russland), dem Liburnia Jazz Festival (Kroatien) oder den Jazzopen Hamburg. Die aktuelle CD ‚Funkatristic’ ist bei Neuklang/Bauer Studios erschienen.

Die Musiker um Saxophonist und Bandleader Felix F. Falk werden dem Publikum mit ihren knackigen Intros, funkigen Themen, knappen Breaks, ausgeklügelten Unisonoparts und überraschenden Soli ordentlich einheizen. „Ein sparsames Fender Rhodes, ein elegant wühlender Bass, ein präzise verschlepptes Schlagzeug und dazu der kernige Sound von Falks Saxofon in der Tradition der Texas Tenors: Mehr braucht es nicht, um auf den Punkt zu kommen.“ (Jazzthing)
Mo’ Blow, das sind Felix F. Falk (sax, perc), Matti Klein (rhodes), Tobias Fleischer (bass) und André Seidel (drums).

Mehr über die Band unter www.moblow.de
Am 4. Juni um 20.00 Uhr Kurhaus-Spiegelsaal

SWING DYNAMIQUE
präsentiert akustischen Jazz in der Tradition Django Reinhardts und seines legendären Ensembles der 30er Jahre.
Reinhardt lieferte damals den ersten eigenständigen europäischen Beitrag zum Jazz, der auch heute noch quicklebendig ist.
Der Jazzgitarrist schuf seine einzigartige Stilrichtung durch eine Verschmelzung der traditionellen Spielweise der Sinti mit der französischen Musette und vor allem dem Swing-Jazz von Louis Armstrong oder Joe Venuti.

Durch ihre Faszination für Django Reinhardt haben die vier Musiker sich unabhängig voneinander mit der Tradition, Geschichte und Lebensweise der Sinti und Roma beschäftigt. Während ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit bekannten Sinti Musikern wie Schnuckenack Reinhardt, Dorado Schmitt, Romano Reinhardt und Titi Bamberger konnten sie ihre Liebe zu dieser Musik vertiefen.

Neben bekannten Klassikern spielt das Quartett auch Eigenkompositionen und selten gespieltes Repertoire sowie einige Gesangsdarbietungen.
Auf eine Reise durch die Swingtradition Django Reinhardts führt Sie Swing Dynamique von Jazz über Bossa Nova und französischer Musette bis in die heutige Zeit.

Zu der Musik werden „Flying Tapas“ serviert
Am 4. Juni 2010 um 19.00 Uhr im Restaurant Alte Mark

„A hard Days Night“
Beatles-Party im HoppeGarden
Der 10. April 1970 gilt offiziell als Ende der Beatles. Aber nur zu gut wissen wir aber alle, dass die Musik von John, Paul, George und Ringo wohl nie vergessen und auch nächsten Generationen erfreuen wird.

Die Radio Runde Hamm präsentierte vom 20. Mai bis 01. Juni 2010 in Kooperation mit dem Allee-Center Hamm eine Ausstellung rund um die „Fab Four“ im Allee-Center. Zusätzlich wurde ein reichhaltiges und sehr informatives Talk- und Musik-Programm geboten. Zum Abschluss gibt’s nun am Mittwoch, den 2. Juni eine Party im HoppeGarden der Kulturwerkstatt mit allen Beteiligten, Freunden und Helfern, und natürlich mit allen, die Lust haben, einen Abend lang Beatles-Musik zu hören, Beatles-Filme zu sehen oder einfach nur zu plaudern und zu feiern. Und wie könnte eine solche Party heißen? - Natürlich „A hard Days Night“. Start ist ab 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

„Hammer-Spitze“. BluesBooze
100% Power-Blues-Trio im HoppeGarden
Während die meisten Spirituosen in schöner und langweiliger Beschaulichkeit reifen
müssen, um einen Geschmack zu erreichen, der höchstens den Genuss eines schlaffen Feierabends in staubigen, dickpolstrigen Ledersesseln verspricht, wird BluesBooze grundsätzlich mit schweißnasser Körperhitze destilliert und hauptsächlich in rauchverhangenen, halbdunklen Räumen live abgefüllt. (Der HoppeGarden ist allerdings „Nichtraucher-Bereich“) Das Ergebnis ist mit Vol. 100% so gehaltvoll, dass keine Fragen offen bleiben!

Geprägt von der unverkennbar bluesigen Stimme von Gitarrist Chris Kluwe, einschließlich seines songdienlichen aber immer wieder explodierenden Gitarrenspiels - und  von Werner „hau - auf - den - punkt - und - groove - wie - der - teufel" Lütkenhaus, im Verbund mit „Neuzugang" Rolle (Bass), der da einfach mitgrooven muss.

Samstag, 5. Juni, 21.30 Uhr, Einlass ab 19 h, Eintritt: 5,- Euro
Fußball-WM-2010 im Hoppe-Garden: Wir lassen den Ball rollen . . .
Public Viewing“ nennt man das heute wohl, wenn viele gleichgesinnte Fans zusammen kommen, um ihrer Mannschaft die Daumen zu drücken. Wir im HoppeGarden sagen dazu: „Fußball kucken“. Und das wollen wir gemeinsam mit unseren Gästen tun. Mit allem, was dazu gehört, nämlich: Laute, gröhlende Tröten, Trillerpfeifen, Deutschlandflaggen, Hot Dogs, Bratwürstchen, Popcorn für die Kleinen, Bier für die Großen - und - hoffentlich eine erfolgreiche deutsche Mannschaft - auch ohne Ballack. Auf der Bühne im HoppeGarden werden alle Spiele (während unserer Öffnungszeiten) auf einer Leinwand übertragen, und falls montags wichtige Begegnungen stattfinden sollten, öffnen wir auch dann.
Öffnungszeiten während der WM: Dienstag - Sonntag ab 13.00 Uhr

6. Hammer Drachenbootrennen - Fun-Spektakel für Jedermann
Am ersten Juni-Wochenende findet wieder das Drachenbootrennen beim Aktivita am Citykai statt. Die riesige Resonanz der Vorjahre hat dazu geführt, dass das Rennen mit 45 Teams und knapp 1000 Teilnehmern in diesem Jahr frühzeitig ausgebucht war. Ein Höhepunkt der Veranstaltung wird die Drachenboot-Party sein, die am Samstagabend mit DJ M & Mr. Light im Partyzelt vor dem Aktivita stattfindet.
Auch 2010 kommt es nicht nur auf große Muskelkraft und schnelle Zeiten an. Ebenso prämiert werden die ausgefallensten Kostüme, Schlachtrufe und Hymnen. Beginn der Veranstaltungstage ist am 5. Juni um 11 Uhr.

Die zu befahrene Strecke ist die 250 Meter lange Regatta-Strecke vom neuen Bürogebäude bis hin zum Anleger Citykai auf dem Datteln-Hamm-Kanal. Pro Team müssen 20 Paddler und ein Trommler an Bord sein, sechs Paddler müssen weiblich sein. Am Steuer stehen jeweils Profis der Drachenboot-Event-Firma. „Ein Boot mit 20 Paddlern auf Kurs zu halten ist sehr schwierig“, erklärt Veranstalter Thomas Johannpeter. „Jedes Team bestreitet zwei Vorläufe, nur die bessere Zeit wird gewertet. Diese Vorläufe werden mit jeweils drei Booten gestartet und die Endläufe starten dann mit fünf Booten“.

Zu dieser Qualifikation wird ein zusätzliches Challenge-Race gestartet, an dem der Lucky Looser aus der Vorrunde und fünf hinzugeloste Boote teilnehmen. Im Anschluss findet das kleine Finale statt, in dem die Plätze sechs bis zehn ausgepaddelt werden. Das große Finale, das über die Plätze eins bis fünf entscheidet, beginnt anschließend. Das Mindestalter der Paddler muss 16 Jahre betragen. Den Teilnehmern wird an den Veranstaltungstagen geraten, nicht mit dem Auto anzureisen, sondern öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Auch abseits der Rennstrecke wird viel los sein. Ein eigenes Kletterangebot für Kinder und Erwachsene führt die Anwesenden etwas weg vom Wasser. Die Teilnehmer und Besucher haben erneut die Möglichkeit, sich das Aktivita - Fitnessprogramm vorführen zu lassen. Thomas Johannpeter: „Mitmachen ist selbstverständlich möglich, aber man kann auch einfach nur zuschauen.“
Nach der Siegerehrung am Samstag gibt es die große Drachenboot-Party im Partyzelt. Vor Ort gibt es wieder ein eigenes Speisen- und Getränke-Catering. Das Mitbringen von alkoholischen Getränken ist verständlicherweise untersagt.

Sing! - Day of Song - Hamm beteiligt sich am „Feiertag der Chormusik“ - dem nächsten Großereignis der Ruhr.2010-Aktivitäten
Wenn fast 1.000 Stimmen gemeinsam loslegen und singen, dann könnte das eine Demonstration sein oder eine große Szene. Ein Aufmarsch oder einfach nur eine Aktion des Sängerkreises Hamm gemeinsam mit der Stadt Hamm. Seien Sie beruhigt, es geht alles mit rechten Dingen zu!

Sängerinnen und Sänger möchten Ihnen die Chormusik nahebringen. Und das nicht nur in Hamm, sondern im gesamten Ruhrgebiet. Am „!Sing - Day of Song“, am 05. Juni 2010, findet auf dem Marktplatz an der Pauluskirche mittags nach dem Glockenläuten um 12.10 Uhr das große Spektakel statt. Und rund um dieses Spektakel gibt es am selben Tag viele kleine Konzerte der einzelnen Chöre in der Innenstadt: Im Krankenhaus oder vor dem Kino. Im Einkaufszentrum oder in der Fußgängerzone. Im Altenheim oder im neuen Kleist-Forum.

 „Gemeinsam ziehen alle Musiker dann ein großes musikalisches Band durch das Ruhrgebiet, gekrönt von gemeinsamen Liedern, welche in allen der 53 teilnehmenden Städten nach dem 12-Uhr-Läuten erklingen wer-den“, wie Markus Wolfslau vom Sängerkreis Hamm zu berichten weiß. Rund 26.000 Sängerinnen und Sänger aus über 750 Chören singen dann gemeinsam „Glück auf“ und „Komm zur Ruhr“, die Hymne des Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010.

„In Hamm wird das Programm des gemeinsamen Singens noch durch weitere Lieder ergänzt, u. a. auch die Hammer-Hymne  „Hamm, sweet Hamm“, berichtet Wolfslau weiter aus den aktuellen Planungen.
Seien Sie gespannt auf einen Tag voller Chormusik! Und alles bei freiem Eintritt!

Im Kurparkgarten liegt Musik in der Luft
„Musik ist Trumpf“ heißt es „Immer wieder sonntags“, wenn der Musikpavillon im Kurparkgarten am 13. Juni in seine zweite Spielzeit startet. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr gibt es auch diesen Sommer bis zum 5. September immer sonntags um 15 Uhr (am 27.06. ausnahmsweise schon um 11 Uhr) ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Kulturprogramm für Jedermann – und das zum Nulltarif! Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und das schöne Ambiente des Kurparks lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Neben dem Musikgenuss gerät auch das leibliche Wohl nicht in Vergessenheit: die Kurhausgastronomie bietet Kaffee und Kuchen an.

Heimische Formationen wie das Collegium Musicum oder das Sinfonische Blasorchester der Musikschule bestreiten den Löwenanteil des Konzertprogramms, daneben finden sich aber auch nationale Größen wie die süddeutsche Erfolgscombo „Hiss“ und mit der „Masha Bijlsma Band“ sogar ein internationaler Top-Act.
Das komplette Programm mit allen Daten und Anfangszeiten wird in einem übersichtlichen Flyer präsentiert, der Ende Mai im Kulturbüro und vielen öffentlichen Stellen kostenfrei ausliegt.

Kommen Sie vorbei und genießen Sie entspannte Kultursonntage, wenn „die Hügel des Kurparks erfüllt werden vom Klang der Musik“ – und das bei jedem Wetter!

Die Veranstaltungen im Juni: So., 13. Juni, 15 Uhr: Leichte Muse im Grünen
Beschwingt startet das Kulturprogramm im Musikpavillon in seine zweite Spielzeit: das Collegium Musicum, Mitglied im Bundesverband deutscher Liebhaberorchester, lädt zum Serenadenkonzert in den Kurparkgarten ein. Unter Kurpark-Bäumen zu Springbrunnengeplätscher zündet das Ensemble ein Feuerwerk aus anspruchsvoller und unterhaltsamer Musik, die von Barock bis in die Neuzeit reicht.

So., 20. Juni, 15 Uhr: „Wir machen Musik“ - offenes Singen
Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr, lädt der Sängerkreis Hamm e. V. auch in diesem Sommer wieder alle Hammer herzlich dazu ein, gemeinsam den größten freien Chor der Stadt zu bilden. Unter der Leitung von Birgit Copony, ihres Zeichens Chorleiterin und Gesangslehrerin, haben alle Musikbegeisterten die Möglichkeit, mit vielen sangesfreudigen Mitstreitern ein ganz besonderes Konzert zu gestalten, die Liedtexte werden zur Verfügung gestellt.

So., 27. Juni, 11 Uhr: Mehr als nur der Klang einer Trompete…
Die reichhaltige Orchesterlandschaft der Musikschule ist aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken - dazu zählt auch das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Georg Turwitt. Hier spielen die fortgeschrittenen Schüler aus den Fachbereichen Blechbläser, Holzbläser und Percussion. Im Musikpavillon laden Sie zu einem Streifzug durch die Genres anspruchsvoller Musik ein.

KlassikSommer2010
Gralshüter der puren Klassik müssen auf den Winter warten: Im KlassikSommer darf E-Musik unterhaltsam sein. Wie so ein Sprung ins Unterhaltsame gelingt, ohne im musikalischen Flachwasser zu landen, zeigt das Eröffnungskonzert. Bernstein und Gershwin, Väter des „symphonic jazz“, modernisierten Sinfoniekonzert und Oper mit Elementen des Jazz. Die berühmtesten dieser Neutöner-Werke sind die „Rhapsody in Blue“ und die „West Side Story“. Weniger bekannt ist Bernsteins „Oper“, „Candide“. Prall und volltönend eröffnet die Candide-Ouvertüre am 6. Juni um 20.00 Uhr in der Alfred-Fischer-Halle den KlassikSommer.

Play Bach, Martin! Denn bei Bach hat die Moderne ihre Wurzeln. Martin Stadtfeld setzt einen barocken Kontrapunkt zu den amerikanischen Klassikern. Und wenn einer wie Stadtfeld Bach spielt, klingt Barockes zeitgemäß.

Das „Wohltemperierte Klavier“, Bach-Bibel eines jeden Pianisten, ist Ausgangspunkt für  Jazz - Interpretation für Orgel und Saxophon von David Timm und Reiko Brockelt am 11. Juli um 18 Uhr  in der Pfarrkirche St. Regina.

Auch die Klazz Brothers bedienen sich mit dem brasilianischen Stimmwunder Edson Cordeiro im Klassik-Fundus und interpretieren am 13. Juni im Kurhaus Bad Hamm modern.
Dass Klassik pur hohen Unterhaltungswert hat, wusste niemand besser als Wolfgang Amadeus Mozart, der immer schon „E-Musik“ rocken ließ. Titus, der römische Feldherr alias Rufus Müller aus New York, ist Titelheld der konzertanten Oper mit Lesung am 3. Juli um 20 Uhr in der Alfred-Fischer-Halle. Der Niederländer Vincent de Kort dirigiert die Bochumer Symphoniker.

Schwelgerisch und melodienselig klingt Klassik „made in France“ - und genügt damit allen Ansprüchen guter Unterhaltungsmusik. Französische Sinfonik liebt die ganz große Orchesterbesetzung, kombiniert sie gerne mit der Königin der Instrumente, der Orgel. Meist fehlen hierzulande die dafür tauglichen Kathedralen mit klangstarken Orgeln. Die Alfred-Fischer-Halle ist eine Industriekathedrale und mit der Konzertorgel der Salzburger Festspiele wird Prof. Gerhard Weinberger ein würdiges Instrument für Camille Saint-Saëns Orgelsinfonie bekommen. Am Pult steht am 19. Juni um 20 Uhr in der Alfred-Fischer-Halle bei diesem Klang-Ereignis Eugene Tzigane, Chef der Nordwest-deutschen Philharmonie.

Melodien unterm Eiffelturm haben es Mike Svoboda und seinem  Trio „French Kitsch“ ebenfalls angetan. Sie malen sich aus, was wohl passiert wäre, hätte der „Amerikaner in Paris“, George Gershwin, „den Spatz von Paris“, Edith Piaf, getroffen. Svoboda, einer der renommiertesten Posaunisten weltweit und ebenso gerühmt als Komponist, brilliert auch schon mal auf der Gießkanne auf der Suche nach dem  guten Ton am 26. Juni um 20 Uhr im Förderturm Bönen.

 „MordLust“ treibt fünf Ex-Thomaner um: amarcord begibt sich in die düsteren Abgründe von Mord, Totschlag und Verderben - und leuchtet sie mit brillantem Stimmklang aus.  MordLust - so zeigt sich - lebt sich nicht nur im Krimi aus, sondern inspirierte auch Komponisten aller Zeiten von Gesualdo bis zu Dvořák am 30. Juni um 20 Uhr in der Zeche Ahlen.
Karten für den KlassikSommer  sind  bei  allen ticketonline - Vorverkaufsstellen und unter: www.klassiksommer.de zu haben. Auskünfte auch unter Tel. 02381/175555.

Brasilianische Rhythmen im Klangkosmos
Am 15. Juni wird es „heiß“ für das städtische Kulturbüro im Klangkosmos, denn die Reise geht dieses Mal in den Nordosten Brasiliens, den Bundesstaat Pernambuco. Die hier beheimatete Musik, die Música Nordestina, besitzt viele unterschiedliche Ausdrucksformen, aber alle geben sich als „typisch nordöstlich“ zu erkennen.
Die Rhythmen sind sehr stark, aber langsamer als in anderen Landesteilen, das Akkordeon und die Gitarre bestimmen eher den Takt als die Perkussion und die Texte haben den rauen, nasalen Nordestino-Akzent.

Einer der bekanntesten und populärsten Stile ist der Forró, gleichermaßen Musik- und Tanzstil. Er zehrt aus vielen Quellen und Kulturen, die der brasilianischen Musik ihren besonderen Charakter verliehen haben. Deutlich hört man aber auch den osteuropäischen Einfluss heraus, es besteht eine enge Verwandtschaft zur Polka der osteuropäischen Einwanderer, zu französischen und portugiesischen Quadrilletänzen wie auch Ähnlichkeit mit Sinti- und Roma-Musik. In den Städten des Nordostens gibt es häufig Forró-Feste, die die ganze Nacht dauern. Das größte Fest wird in São João zur brasilianischen Wintersonnenwende am 21. Juni gefeiert, es ist das Fest für den Forró.

Sänger und Musiker Valdir dos Santos Perreira stammt aus Caruaru im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco, die Musik wurde ihm praktisch in die Wiege gelegt: sein Geburtstag war ein Samstag (im Jahr 1970), der in seiner Heimat ein traditioneller Tanztag ist! Sein Vater war begeisterter Forró-Anhänger und seine Mutter Akkordeon-Spielerin, beide motivierten ihn zum Musikstudium. Mittlerweile hat er mehrere CDs veröffentlicht und einige internationale Tourneen hinter sich gebracht. Santos pendelt heute zwischen Konzerten und ehrenamtlicher Arbeit beim Musical Initiation Project in Caruaru, wo er Jugendlichen die musikalischen Traditionen brasilianischer Folkmusik nahezubringen versucht. Im Klangkosmos wird er von José „Berinho“ da Costa (Sanfona), Wagner Santos (Zabumba, u. a.) und Ivison Santos (Perkussion) begleitet.
Das Konzert von Valdir Santos beginnt um 17.30 Uhr in der Lutherkirche der Eintritt ist wie immer frei!

Endlich REGGAE aus Hamm: HERBPIRATES
Traditionelle Reggae-Beats, eingängige Bassläufe, Offbeats, lange Gitarrensoli, psychedelisch angehaucht durch Ausnahmegitarrist Tho-mas Nickisch, dazu ungewöhnlicher, fast „retrohafter“ Gesang… das sind die HERBPIRATES. Im Internet auf „myownmusic.de“ schon lange erfolgreich, wollen sie jetzt auch live durchstarten. Die weiteren Musiker: Frank Strauch, Bine Latermann, Martin Klein, Tim Conrady und Thomas Krischer.
„Unterm Strich liegen wir musikalisch wohl näher an den Stones, als an Bob Marley… aber interessiert uns das? Eher nicht. Im Gegenteil. Wir wollen hier unser eigenes Ding aufziehen, und ich denke, das hört man“, lautet die Bandaussage lt. Bandinfo. „Cool und extrem groovy“, „geil“, „die Musikszene in Hamm ist bereichert worden“, lauteten die Kommentare der Besucher neulich beim Überraschungs-Gig im Moooment. Das viel versprechende Live-Debüt der Band geht am Samstag, 19. Juni ab 21 Uhr im Moooment in die zweite Runde. Der Eintritt ist frei.

Circus Krone
Der größte Circus Europas, kommt zum ersten Mal nach sieben Jahren wieder nach Hamm. Das in München mit einem festen Circusbau beheimatete Unternehmen wird von Freitag, den 18.Juni bis Mittwoch, den 23.Juni auf dem Ausstellungsgelände an den Zentralhallen gastieren und täglich zwei Vorstellungen geben. Sie finden wochentags um 15.30 und 20.00 Uhr und am Sonntag um 14.00 und 18.00 Uhr statt. Präsentiert wird das Jubiläums - Programm „JUBILEE", das in allen 20 circensischen und artistischen Attraktionen neu und einmalig ist. Frei nach dem Motto „Eine unvergessliche Reise um die Welt" wird ein Feuerwerk aus klassischer Circuskunst und moderner Show gezeigt mit 54 Artisten aus 14 Nationen. Zu sehen  sind  unter  anderem  eine  echte  Luft - Sensation aus Russland, die Truppe Borzavi, eine Mischung  aus Schwanensee  und  Mondllandung, sowie Martin Lacey jr., der „König der Löwen" mit seinen 12 prachtvollen Raubkatzen und dem einzigartigen weißen Löwen KING TONGA.. Außerdem der größte Elefantenbulle der Welt mit sieben Tonnen Gewicht. Nicht zu vergessen der mächtige Nashornbulle TSAVO.
Zu Krone gehören gegenwärtig fast 400 Menschen, mehr als 250 Tiere und ein Spielzelt für 5.000 Personen. Der Vorverkauf in Hamm beim Westfälischen Anzeiger und bei allen anderen CTS Eventim Vorverkaufsstellen, sowie bei Circus Krone unter der bundeseinheitlichen Kassen-Hotline: 01805 / 247 287, 14 ct/min aus dem Festnetz der Telekom, Mobilfunk max. 42 ct) hat bereits begonnen. Die Kartenpreise betragen Euro 14.- bis 35,- Euro.

„Teamgeist“: Public Viewing zur WM an der Pauluskirche
736 Spieler, 64 Spiele, 32 Mannschaften und acht Gruppen: Das sind die Fakten für den Kampf um die Fußballkrone bei der Weltmeisterschaft. Das Turnier in Südafrika, die Begeisterung weltweit. Deshalb dreht sich auch in Hamm vom 13. Juni bis 11. Juli alles um das runde Leder. „Teamgeist“ heißt es beim Public Viewing in der Hammer Innenstadt - und die Fans werden es sicher auch wieder beweisen. Auf dem Marktplatz an der Pauluskirche öffnet das Fußballdorf vier Wochen seine Pforten für alle Fußballbegeisterten. Hier können sie gemeinsam jubeln, sich ärgern oder leiden - bei freiem Eintritt.

In der Vorrunde und im Achtelfinale werden alle Spieltage mit deutscher Beteiligung live auf der 29 Quadratmeter großen LED-Leinwand übertragen. „Die letzte EM hat gezeigt, dass die Tage, an denen die Deutschen spielen, die attraktivsten für die Besucher sind“, beschreibt Organisator Klaus Ernst vom Stadtmarketing die Idee des Fußballdorfes. „Ab dem Viertelfinale präsentieren wir dann alle Spiele.“ Ernst rechnet mit mehr als 5.000 Fans pro Spiel, da das Public-Viewing die einzige Open-Air-Veranstaltung in Hamm ist. Und weiß, dass das vor allem ohne große Partner wie der Sparkasse Hamm, den Stadtwerken Hamm und der RWE Power AG nicht möglich wäre.

Am ersten Spieltag des deutschen Teams, 13. Juni, spielen auch die „Kleinsten“ aus Hamm um die Fußballkrone. Beim „ready&go integration cup" treten Mannschaften der 3. Klassen aus Hammer Grundschulen auf dem Marktplatz gegeneinander an. Organisiert wird das Turnier gemeinsam von der Sparkasse Hamm und der readybank ag, Schirmherr ist die Christoph Metzelder Stiftung, die sich für Jugendförderung einsetzt. Dem Sieger winkt ein Geldpreis, der für ein Integrationsprojekt eingesetzt wird.

Vor den Spielen der Deutschen sorgen die Teamgeist-Parties für Stimmung. Ob Cheerleading mit der Tanzschule Art of Moving. Englische Popmusik und Tanz mit der DnD Dance Factory oder DJ M., der zum Tanzen „auffordert“: Das Programm im Fußballdorf ist vielseitig und verspricht viel Spaß. Mit dem nötigen „Pfiff“ moderiert Jochen Heimann das Programm auf der Bühne.

„SommerKino“ statt Fußballkrimi heißt es am 9. Juli, wenn das Fußballdorf zum Open-Air-Kino des Westfälischen Anzeiger und des CinemaxX wird. Sechs lustig-unterhaltsame Filme für die ganze Familie sind im Angebot, über die bis zum 23. Juni abgestimmt werden kann. Dabei stehen Klassiker wie die „Rocky Horror Picture Show“ aber auch deutsche Kassenschlager wie „Der Schuh des Manitu“ auf dem Programm. Also: Kräftig wählen für den Wunschfilm.

Fest einplanen können die Fußballfans neben den Spielübertragungen vier weitere Termine in der Fußballzeit. An vier Tagen (6., 23., 30. Juni und 7. Juli) können die Sammler von Pannini Klebebildchen und Adrenalyn-Karten im Presse-Forum des Westfälischen Anzeigers eifrig tauschen und ihre Sammlung ergänzen. Jeweils drei Stunden lang gehen die Karten zwischen 15 und 18 Uhr „über den Tisch“. Die Erfolgsaussichten sind gut: Bei der letzten Tauschbörse zur Europameisterschaft hat über die Tauschbörse so mancher Fan seine Sammlung komplettiert. Live werden nicht nur die Spiele der WM auf der LED zu verfolgen sein: Auch das Radio Lippewelle wird live aus dem Fußballdorf senden und ein Gewinnspiel veranstalten.
Für alle Fußballbegeisterten gibt es zudem die Broschüre „Hammer Heimspiel“ vom Stadtmarketing. Darin finden die Fans den Spielplan der WM,  eine  Übersicht  der Event-Highlights sowie eine Auflistung der Gastronomie-Betriebe, die die Spiele zeigen. Die Broschüre liegt an öffentlichen Stellen kostenlos aus.

Wer aber keinen Bock auf Public Viewing hat und es etwas intimer liebt, kann sich die Spiele natürlich auch woanders anschauen. Das Enchilada z.B. überträgt alle Spiele auf einer 4x3m Leinwand und auf 2 Großbild-Flats in der Raucherlounge. An interessanten Spieltagen öffnet das Enchilada bereits um 12.30 Uhr. Auch im HoppeGarden ist Fußball angesagt. Dort ist während der WM von Dienstag bis Sonntag ab 13 Uhr geöffnet. Im Restaurant Delphi wird im großen, überdachten Biergarten Fußball serviert! Mit und ohne Tzaziki. (aber hoffentlich mit Ouzo. D. Red.). Experten z.B. wissen, dass bei Splietker in Süddinker bei WM’s immer ordentlich die Post abgeht. Wenn ich Jemanden vergessen haben sollte, wird es mit hoffentlich verziehen.

Bei aller Euphorie vergesst aber nicht die typischen Fußballer-Kneipen wie Reiterstübchen, Sedaneck, Möppel, Pinninghoff, um nur einige zu nennen. Fragt doch einfach mal in eurer Stammkneipe nach, wann was los ist.
Aber eines ist sowieso völlig klar: Fußball alleine gucken ist was für’n A….

 
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