Kneipentest

WILLI’s KNEIPKUR

Heute:

Das REITERSTÜBCHEN

Es gab und gibt so ein paar Gastronomen in Hamm, die sind schon fast Institutionen in der heimischen Kneipenlandschaft, und ihr Name steht weit über dem der Gaststätte, die sie zur Zeit betreiben. An erster Stelle steht natürlich Maria Pletschen, wer kennt sie nicht. Dann gab es da noch seinerzeit den Werner Niederheidt oder die Familie Heimbeck. Einer dieser seltenen Gesellen seiner Zunft ist auch Richard Eul, der mit der ehemalig ,,Engen Weste”, heute Betreiber des ,,REITERSTÜBCHEN” am Langewanneweg. Man sagt: ,,Ich geh zum Richard” und selten: ,,Ich geh ins Reiterstübchen”. Das liegt daran, daß sich der Wirt noch mit seiner Kneipe identifiziert und noch selbst hinter dem Tresen steht, was heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Und er kümmert sich um seine Gäste, persönlich. Das ,,REITERSTÜBCHEN” ist eine mittelgroße Kneipe mit einer schönen großen Theke, denn der schönste Platz ist immer an der Theke. Das sagte schon der “Kölsche Willi”. Zur Straßenseite gibt es eine Glasfront, die sich bei schönem Wetter öffnen läßt und die sich fast über die ganze Breite des Lokales erstreckt. Man überblickt die Kreuzung Allee/Werler Straße und freut sich, daß man an der Theke sitzt, und nicht mitten auf der Kreuzung, und

das ist schön. Im Sommer können die Gäste auch im Biergarten Platz nehmen. Im Augenblick ist es leider noch zu kalt. Eine kleine Speisen karte gibt es auch, mit verschiedenen Schnittchen, Würstchen mit selbstgemachtem Kartoffelsalat, Schnitzel, Suppen und Frikadellen (!). Die hab ich natürlich probiert und ihnen gleich die Note II gegeben. (Das ist gut). Das BITBURGER-Bier ist sehr gut gezapft, und es ist eines meiner Lieblingsbiere. Die Musikbox im REITERSTÜBCHEN enthält neben den üblichen Machwerken deutschen und internationalen Liedgutes auch sehr viele Leckerbissen für den Musikliebhaber, der sich noch an die Stones, Canned Heat, Fleetwood Mac oder andere Legenden erinnern kann. Es macht Spaß, ein Wenig zu stöbern. Wenn man die Toiletten unbeschadet und unverletzt erreicht hat, (Der Dart-Automat steht genau auf der Strecke) kann man dort gepflegt seine Notdurft verrichten oder den ein oder anderen Hygieneartikel erstehen. Und wenn man sein Witze-Repertoire erweitern will, dann ist ein Besuch im REITERSTÜBCHEN unbedingt anzuraten. Wenn man nicht zu zart besaitet ist, versteht sich. Übrigens hätte ich da einen: Treffen sich zwei Schw. . . ZENSUR, d. Red. (Hh.)