Rückblick

Der Über-Hype - Teil II

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das dachte sich wohl auch das JZ Rhynern an diesem Nikolausabend. Eigentlich wollte man ein kleines Blueskonzert veranstalten, doch urplötzlich standen die HUNTING COWS aus England zur Verfügung. Angekündigt als wahrscheinlicher Support beim Joe Cocker-Konzert in Hamburg und Nachwuchs Brit-Popper, war alles eigentlich ganz anders. Denn zu meiner Verwunderung kamen nur zwei Musiker von der Insel und bei Joe Cocker sollten die Jungs “nur” unplugged spielen - also hat man es gleich ganz gelassen. Bitte, dann nicht.

Sie haben ja ganz nette Musik gemacht, gerade der etwas andere Song “Man in the mirror” blieb hängen, aber der Rest war doch irgendwie nur lulliges Oasis-Blur-Pulp und wie sie nicht alle heißen, Gedudel. Leider benahmen sie sich auch wie ihre großen Kollegen, frei nach dem Motto: “Ich bin Rockstar, was willst du überhaupt?” Steve Formosa (voc) hatte zum Schluß auch überhaupt keine Lust mehr und verließ die Bühne, bevor das Konzert beendet war, schlagartig. Vielleicht war er auch gekränkt, ob der mageren zehn Leutchen, die noch Interesse an den HUNTING COWS zeigten. Dava Bone (guit), Frank Konrad (bs), Mirko Breda (dr) und Vincent van Sorg (keys) spielten eben noch zu Ende, und das war's dann auch.

Aaaaber, es gab ja zum Glück noch `ne Vorgruppe, und die ließen sich von den, zu dieser Zeit noch 80 Anwesenden, frenetisch feiern. In der Lokalpresse als “Überraschungsband des NWW” angekündigt, heizten sie dem JZ kräftig ein - die GURKENDIEBE. Eindeutig die Hammer Newcomer 1996. Diesmal hatten sich Jörg Hunold (dr/voc), Andre Ernst (guit(voc), Mett End (keys), Ludger Bühlbecker (bs), Peter Matjan (guit/pipe) und Markus Wesselmann (voc/tromp) einiges einfallen lassen. Zu Beginn wurde erst einmal die Fahne der Ex-DDR gehißt und dazu die Hymne gejallert. Die komplett in Arbeitsklamotten auftretenden GURKENDIEBE forderten dann alle Arbeiter auf, sich zu vereinigen, als Beitrag zum Welt-Aids-Tag. Man ließ keine Gelegenheit aus, Erich zu preisen.

Beim “Klassiker” Kulturfrühstück wurden von einem Schöngeist Pattygürkchen gereicht. Lecker. Das fast 45minütige Set war gespickt mit Köstlichkeiten, so zum Beispiel eine völlig vergurkte Version von “Country Roads”. Zwischen den Stücken wurde erbarmungslos in der Gerüchteküche gerührt, so sympathisiere der Sänger zum Beispiel mit der PDS und der Drummer habe ein uneheliches Kind, von der Plauze des Gitarreros ganz zu schweigen. Bei dem Chart-Breaker “Sambalolek/-bolek” gabs wieder `ne lustige Polonäse, mir ist jetzt noch ganz schwindelig.

Noch sind die GURKEN-DIEBE ein Geheimtip für jede gute Party, aber schon bald wird sich nach AXXIS mal wieder was in Hamm tun., das hab ich gestern in meinem Kaffeeprütt ganz deutlich gesehen. Ich kann nur jedem empfehlen, sich die GURKENDIEBE anzuschauen- hören. Bei Nichtgefallen gibt's zwar nicht das Geld zurück, jedoch das ungeteilte Unverständnis meinerseits. Eine gute Gurkenernte wünscht Euch apam.

Cry Baby
im Haus Wiemann

Angekündigt war am 7.12.96 die Band “Cry Baby” aus dem Münsterland. Man durfte gespannt sein, was der schöne Wirt Paul sich diesmal hat einfallen lassen. Er ist ja bekannt für sein Fingerspitzengefühl in diesen Dingen.

Erstaunlich war, daß gegen 22.00 Uhr erst zehn Gäste eingetroffen waren, obwohl wir doch in Hamm an diesem Abend nur zwei ähnlich gelagerte Veranstaltungen hatten. Trotz Publikumsmangel waren aber alle gut drauf, woran die Band maßgeblich beteiligt war. Wenn man bedenkt, daß diese Gruppe erst seit Oktober zusammenspielt und ihr Songmaterial überwiegend durch Sessions im Proberaum entstand, haben sie an diesem Abend eine gute Show abgeliefert. Jedoch war die Stimme des Sängers Karl Füchtemann und sein Rap-artiger Ausdruck nicht so ganz passend zu den eher funkig, souligen Songs. Besser besetzt war die Gruppe mit der Sängerin Christiane Austrup, die ihre Stimme hervorragend in die Songs einbrachte. Die Instrumentalisten waren ein gut eingespieltes Team. Am Ende des Konzerts brachten die ca. zehn Zuschauer es fertig, die Band auch noch zu mehreren Zugaben zu bewegen. Klasse! Übrigens, der Wirt Paul Taprogge ist wieder in festen Händen. Dies ist besonders bitter für alle weiblichen Singles, die nun in anderen Bereichen herumsehnsüchteln müssen. Außerdem munkelt man, daß demnächst im Haus Wiemann nicht nur Live-Musik zu hören sein wird, sondern auch Baby- und Kleinkindergeschrei (Krabbelgruppe). Viel Erfolg! - iff-

REGATTA DE BLANC
im Corner Inn

Mit Musik vonne Pollezei.

Zitat eines Kollegen: ,,Die Band war ja ganz gut, nur ein bißchen viel Musik von Police.” Stimmt, das ist das Problem von Cover-Bands, die sich auf nur ein Vorbild konzentrieren. Das Original ist meist besser, und so muß sich das Plagiat schon ganz schön was einfallen lassen, um 90 Minuten zu unterhalten, ohne zu langweilen. REGATTA DE BLANC ist eine gute Band, das ist unbestritten, und das 160köpfige Publikum im CORNER INN am 7. Dezember war gut drauf. Da kann eigentlich kaum noch etwas passieren.

Um 20.45 Uhr war die Band noch mit dem Soundcheck beschäftigt, das ist schon mal schlecht. Die Zuschauer, die schon dort waren, haben das auch als Soundcheck erkannt und demnach nicht applaudiert, was der Bassist und Sänger der Gruppe rügte. Und das erste, was er nach dem Start um 22.00 Uhr von sich gab, war eine Bitte um Applaus. Das zog sich so den ganzen Abend über hin. Peinlich. Natürlich gab es aber auch gute Musik, von POLICE* zwar, aber das Publikum mochte das. Der Gitarrist hatte eine Tretminen-Kollektion vor sich liegen, so groß wie mein Büro (nur ohne Blumen). Der Sänger war, wie im richtigen Police-Leben, auch der Bassist, mit einer Stimme, die von der des echten Sting kaum zu unterscheiden war, beeindruckend. Der Schlagzeuger war mir etwas zu wiggelig, daher driftete REGATTA DE BLANC auch des öfteren auseinander. Und dann war da wieder das Betteln um ,,Mitmachen” des Publikums bei ,,De du du du, de da da da” (nicht von Maffay). Eine junge Dame hat das allerdings zu wörtlich genommen. Sie hat mehrfach versucht, den Text-Einstieg zu finden, vor dem Mikro, versteht sich. Vergeblich. Das ist bitter.

Also, wer POLICE mag, für den war es sicher ein gelungener Abend, vor allem zu fortgeschrittener Stunde, denn Biermarken hat der Kassen-Auri reichlich verkauft. Und je bierer der Abend, um so draufer die Gäste. (Auaaahh, d. Red.), also waren die Zugaben vorprogrammiert. (Hh.)

.* Ich bin kein Fan

HOOTIN’ THE BLUES im “CORNER”

Blues - Country - Skiffle, eine jockere Mischung spielte am 14. Dezember

Nicht zum ersten Mal spielten die drei Jungs in der Kneipe an der Alleestraße, denn sie sind immer gern gesehene Gäste. Ein paar Gäste mehr hätten dem Corner, ebenso wie an diesem Tag dem Hoppe Garden, auch gut getan. 77 Zahlende sind es geworden, wie mir der Kassen-Auri nach Schließen der Kasse erzählte. Etwas zu wenig, um ausgelassene Stimmung zu erzeugen. Das mußte auch HOOTIN’ THE BLUES schmezlichst feststellen. Die Band hatte es anfangs sehr schwer, die Leute für ihren Blues zu interessieren. Dabei waren die Songs der Drei geradezu ideal, um die Zuschauer zum Mitmachen zu bewegen. Mit der Instrumentierung Gitarre, Banjo, Dobro, Harp und drei gute bis sehr gute Blues-stimmen kann man schon die passende Musik für eine Kneipe, wie das Corner Inn machen. Witzige Ansagen von Gerd Gorke (Harp u. Gesang) und seinen Freunden Rupert Pfeiffer (Gesang, Git.) und Günter Leifeld (Gesang, Banjo, Dobro) sorgten für Auflockerung zwischen den Songs, die einen musikalischen Bogen von Duke Ellington, über Willie Dixon bis zur Country- und Western-Musik spannten. Bei “The last fair Deal”, einem Skiffle, löste sich die Band von ihren Kabeln, und zog “unplugged” durch die Kneipe, was, zu etwas späterer Stunde, die Zungen der Zuschauer doch noch löste und der Band zu ihrem verdienten Erfolg verhalf. Die letzte Zugabe sollte, laut Gerd Gorke, ein Absacker sein, so, wie ein “Fernet”. Ich muß nach einem “Fernet” immer kotzen, nach HOOTIN’ THE BLUES fühlte ich mich wohl. So wohl, daß wir noch bis zum frühen Morgen mit Auri an der Theke stehen konnten. (Hh.)

Sing unto the Lord

The Golden Gospel Singers im Saalbau Bockum-Hövel

In einer so hektischen und schnellen Zeit wie unserer fällt es einem oft sehr schwer sich in weihnachtliche Stimmung zu versetzen. Weihnachtsmärkte die nur aus "Freßbuden" und Glühweinständen bestehen und die konsequente Untermalung jedes Einkaufs mit Weihnachtsliedern macht diese Situation auch nicht besser. Obwohl Musik mir doch als der beste Weg zur Verbreitung der Frohen Botschaft und weihnachtlicher Gefühle erscheint, wie die Golden Gospel Singers aus Harlem, USA am Abend des 12. 12.`96 im voll besetzten Bockum-Höveler Saalbau zu beweisen wußten. Die zwei Damen und zwei Herren setzten sich sehr professionell, aber dennoch stimmgewaltig und mitreißend in Szene, so daß selbst das sonst doch eher unterkühlte Hammer Publikum zu swingen und zu klatschen begann. Angefeuert von den Gospel Singers konnte sich das Publikum dann auch schon vor der Pause nicht mehr auf den Sitzen halten und ließ sich selbst zum Mitsingen animieren. Den Einstieg ins Programm hatten die vier schwarzen Sänger und Sängerinnen mit einem Medley aus traditionellen Gospels (wohlbekannt aus Schule und Kirchenfreizeiten) wie Kumbaya, my Lord; Go tell it on the mountain oder Swing low, sweet chariot geschafft. Danach folgten Eigenbearbeitungen bzw. auch Eigenkompositionen der Gospel Singers die den traditionellen Stücken weder in musikalischer Schönheit noch im Enthusiasmus für die Botschaft Gottes nachstanden. Die vier Amerikaner zeigten sich an diesem Abend aber nicht nur als versierte Sänger, sondern auch als gewitzte Entertainer. Sie hatten das Hammer Publikum von Anfang an in ihrer Hand und unter ihrem Bann. Einziger Wehrmutstropfen scheint mir nur zu sein, das nur diejenigen sich in diese kostbar gewordene Stimmung versetzen lassen konnten, die es sich leisten können solche oder andere Veranstaltungen zu besuchen. Vielleicht haben ja gerade die "anderen" diese Frohe Botschaft genauso nötig? (ja)

GmBh - Party:

Jugendkultur oder Sittenverfall?

Die letzten beiden GmBh -Partys waren in den Augen der Veranstalter, der Besucher und auch den Berichten der lokalen Presse nach ein voller Erfolg. Den Stein des Anstoßes bietet nun die dritte Festivität aus dem Hause Jonsson & Co.: Wie im Willi angekündigt fand die 3. GmBh - Party am 14. 12. `96 in den Hammer Zentralhallen statt. Schon seit Wochen war die Stadt mit Plakaten übersät, die uns die Festfolge des Abends, d.h. die auftretenden Bands bekannt machten. Und genau so geschah es dann am Samstag, den 14. Dezember. Zuerst bemühten sich die Hammer Old-Stars Die Oetkers, die um diese Zeit noch nicht ganz so zahlreich erschienenen Zuschauer anzuheizen. Erstaunlicherweise konnte die darauffolgende Formation Negativ Nein aus Bremerhaven das Publikum mit ihrem HipHop/Crossover -Programm nicht überzeugen. Ganz entgegen ihrem guten Erfolg auf der letzten GmBh-Party im Jahnfreibad! Die Swoons waren zwar mit ihrem Melodiepunk mit Frauenstimme zuerst gewöhnungsbedürftig, wurden dann aber von den inzwischen sicherlich über 2000 Zuschauern gut aufgenommen. Entgegen anderslautender Versprechen boten Rantanplan eher weniger Ska dafür mehr Punk. Das schien das Publikum allerdings nicht zu stören und die Stimmung näherte sich dem Siedepunkt. Der war dann bei der Bochumer "Kult-" Band erreicht, auf die der Großteil des weitangereisten Publikums nur gewartet hatte. Die Kassierer boten eine ihrer geschmacklosen Shows, sangen ihre peinlichen bis idiotischen Lieder, aber - und das ist es, was mich zuerst interessiert! - die Leute, die noch nicht das Weite gesucht hatten, hatten großen Spaß. Ich will mich hier nicht zu großen moralischen Bewertungen und schon gar nicht zur Expertin in Sachen Jugendschutz aufspielen, ich glaube aber, daß einige Dinge, die nach der Party durch die Presse gingen nicht unkommentiert bleiben sollten. Die Veranstalter der GmBh- Party haben Die Kassierer aufgrund ihres Kultstatuses engagiert, da sie wußten, das diese Band "Leute ziehen" würde.Desweiteren haben sie sich darauf verlassen, was sie über diese Band wußte (, die ja deutschen Jugendschützern und Gerichten nicht unbekannt ist!), nämlich daß Die Kassierer gerade erst einen Prozeß gewonnen haben und ihre Musik jetzt (egal ob verständlicher- oder unverständlicherweise) als Kunst gilt. Wer diese Musik nicht so "künstlerisch" findet, der soll sie sich doch einfach nicht anhören! In meinen Augen ist auch die Bühnenshow kein Fall für den Jugendschutz: Die Kassierer sind erst nach 24.00 Uhr aufgetreten, und wenn wir es dann jetzt schon so genau nehmen hätte um diese Uhrzeit sowieso kein Jugendlicher unter 18 Jahren mehr auf der Party sein dürfen.

Das Problem scheint mir ganz woanders zu liegen: Eltern und Jugendamt machen sich jetzt Sorgen um die Hammer Jugendlichen. Jetzt auf einmal!? Was glauben sie denn, warum die Jugendlichen auf so einer Party plötzlich (auch alkoholtechnisch) so über die Stränge schlagen? Vielleicht weil es in Hamm so eine abwechslungsreiche Jugendkultur gibt, daß man es nicht nötig hat, die wenigen - für Jugendliche interessanten - Angebote so richtig auszukosten? Für mich gehört die GmBh - Party auch weiterhin zu den wichtigsten Initiativen im Bereich einer eigenständigen Jugendkultur und ich ziehe auch in diesem Jahr wieder den Hut vor den selbst noch relativ jungen Veranstaltern. Sie haben jetzt zum dritten Mal eine Riesenparty organisiert, die weitgehend frei von unangenehmen Zwischenfällen (wie es sie auf jedem Schützenfest öfter gibt!) blieb. Man sollte sich hüten diese engagierten Leute wegen der geistigen Unreife wesentlich älterer "Künstler" zu vergraulen! (ja)

Party zugunsten der AIDS-Hilfe Hamm:

THE DALTONS und WICHTIG . . .

. . . nicht so wichtig

Samstag, der 14. Dezember war der Veranstaltungstag in Hamm. Live-Musik in Hoppe Garden, Corner Inn, Radbod, Pro Mille und das G.m.b.H.-Konzert in den Zentralhallen forderten das Hammer Publikum. Einige der Veranstalter blieben ,,auf der Strecke”, das war unvermeidlich. So auch leider die AIDS-Hilfe Hamm, die ihr jährliches Benefiz-Konzert im Hoppe Garden durchführte. Nun kann man sich die Frage stellen, ob man bei der Auswahl der Bands, nämlich WICHTIG und THE DALTONS, das richtige Händchen gehabt hat. Publikum hatten die beiden Gruppen jedenfalls nicht in die Oberonstraße locken können. Mehr als ca. 40 Zuschauer sind es letztlich nicht geworden. Und ein leerer Hoppe Garden, sorry, da kommt keine Stimmung auf. Und Stimmung konnte die erste Band, WICHTIG, auch nicht verbreiten. Wer Gelegenheit hatte, die Ankündigungen zu lesen, in denen die Band sich und ihre Musik beschrieb, der glaubte sich beim Konzert im falschen Film. Zunächst peinliche Stille auf der Bühne (und im Saal), dann seltsame Töne und dumpfes Baßgewummere. Deutsche Texte, wie ich dem Band-Info entnahm, der Live-Darbietung konnte ich außer ,,ich fühl mich leer” kaum ein paar Worte entnehmen. Und dieser Satz beschrieb die Situation sehr deutlich. Dabei war die Musik, waren die Songs von WICHTIG gar nicht schlecht. Auf Kassette oder CD, im Studio mit allerlei Technik produziert, wären sie sogar gut. Aber wenn man das live auf der Bühne nicht umzusetzen vermag - schlecht, ganz schlecht. Nun mußte ich leider (oder Gottseidank?) weiter ins Corner Inn. THE DALTONS konnte ich also nicht mehr selbst hören. Babsy, unsere WILLI-Fotografin, hat mir aber hinterher berichtet, daß die Musik der DALTONS auch nicht ,,gefälliger” war. Die haben zusätzlich noch eine härtere Gangart eingelegt und wären besser auf der “G.m.b.H.-Fete” aufgehoben gewesen. Eigentlich war es sehr schade, daß der Abend der AIDS-Hilfe nichts gebracht hat, zumindest keine finanziellen Mittel. Die hätten jedenfalls einem besseren

Zweck gedient, als der Abend in den Zentralhallen. (Hh)

Die KOMM' Mit MANN!s in der ProMILLE

The hardest working band from the Ruhrgebiet! Eine kleine Sensation bahnte sich da am 14.12. an. Die Gruppe hatte ich schon vor ca. drei Jahren live auf dem Bönener-Open-Air erlebt. Seitdem bin ich begeistert, von ihrer Art die Soulmusik nicht sterben zu lassen.

Als ich ankam, ich hatte vorher noch andere Fototermine, fing die Gruppe gerade mit ihrem zweiten Set an, und das begann mit einzelnen Solis der Bläser, des Gitarristen Ziggy Horn und des Keyboarders Tom Victor. Mit dem Stück “Knock On Wood” kamen danach die Sängerinnen Peggy Neumann und Kerstin Müller auf die Bühne. Ihr girliehaftes Outfit ließen sie durch ihre Stimmen völlig vergessen. - Super. Bei dem Stück “Mustang Sally” kam dann Chris Tanza auf die Bühne. Das Publikum ging begeistert mit und tanzte auf dem eng verbliebenem Raum, denn es war inzwischen sehr voll geworden. Die Stimmung hatte ihren Höhepunkt erreicht. Es wurde heiß und süß - “Sweet Soul Musik” und “Midnight Hour” gab uns den Rest, alles was Arme, Beine oder so frei hatte swingte, ja soulte mit. Einige tanzten sogar auf den Tischen, herrlich! Als dann die Band einfach aufhören wollte, war das Publikum natürlich nicht damit einverstanden und forderte Zugaben, die auch reichlich gewährt wurden. Fazit: Soul-Musik ist schwarz, und die Ruhries sind die Schwarzen Deutschlands. - iff -