BSB

Kinderwahn oder große Liebe?

Nein, nein! Keine Angst - BSB ist keine neue Rinder- oder Schweineseuche. Hinter dieser Abkürzung verbergen sich die Backstreet Boys. Die fünf Jungs aus dem sonnigen Florida sind seit Monaten der Shootingstar unter den inzwischen zahllosen Boygroups und sorgen bei einem Großteil der 12 bis 18-jährigen Mädchen auf der ganzen Welt für akute Schlafprobleme.
Was an A.J., Nick, Kevin, Howie und Brian auffällt, ist, daß sie nicht nur gut aussehen, sondern auch noch wirklich singen können, was man von einem Teil ihrer Boygroup-Kollegen ja nun nicht gerade behaupten kann. Dies bewiesen sie nicht nur mit ihrer A-Cappella Nummer „I`ll never break your heart", sondern unlängst auch bei der Berlinale, als sie sich stimmgewaltig für die Goldene Kamera bedankten. Grund genug also für unzählige kleine Mädchen in hysterisches Gekreische auszubrechen, sobald sie „ihre" Stars auch nur auf dem Fernsehbildschirm oder in der Bravo zu sehen bekommen.
Wie schlimm es aber werden kann, wenn sie den Träumen ihrer schlaflosen Nächte dann einmal Auge in Auge gegenüber stehen zeigte und dokumentierte vor allem auch akustisch das Sonderkonzert von EINS LIVE und VIVA . Die Backstreet Boys traten dafür am Sonntag, den 16. 2. `97 an einem streng geheimen Ort in Deutschland auf. Anwesend waren nur die „Boys", 450 geladene (weibliche) Gäste und die Moderatoren Michael Gantenberg (EINS LIVE) und Mola Adebisi (VIVA). 200 x 2 Karten waren von den Veranstaltern verlost worden, so daß jede Gewinnerin ihre beste Freundin gleich mitbringen konnte.
Dank der modernen Technik gelang es dem Radiosender wenigstens teilweise das Gekreische der Fans auszublenden und die nur 45 Minuten lange Show der Backstreet Boys so wenigstens hörbar zu machen. Was mich bei dieser Übertragung allerdings reichlich stutzig machte, waren nicht die kreischenden Mädchen in der Konzerthalle, sondern die beiden Mädchen zu Hause neben mir, die wohlgemerkt dem Alter der Pickel und Zahnspangen schon längst den Rücken gekehrt haben. Da wurde neben mir also schmachtend geseufzt und mitgesungen. Verwandschaftliche Verbindungen zur Autorin dieses Artikels sind also höchst unwahrscheinlich oder rein zufällig! Als dann bei dem letzten Stück „Quit playing games" auch noch meine Mutter einstimmte, war ich völlig aus der Bahn geworfen. Das ist doch nur was für Kinder! - oder viel-leicht doch nicht?

BSB - doch eine neue Krankheit? Rette sich wer kann!

(ja)