Also, ich muß zugeben, im BIERKONTOR bin ich schon ewig nicht mehr gewesen. Das letzte Mal, glaub ich, hab ich dort mit meiner damaligen Band, mit Buffalo Bernie als Sänger, gespielt. Das war wohl 1988 oder so. Diesmal haben wir uns dort mit ein paar Bekannten meiner Freundin getroffen, auf deren Betreiben hin, zum Knobeln. Übrigens, mein Freund Rainer war auch dabei. Ich kann überhaupt nicht knobeln, trotzdem hab´ ich nur eine Runde verloren.
Wenn man das BIERKONTOR betritt, kommt man in einen Raum, der von einer riesigen Theke beherrscht wird. In deren Zentrum schwebt über den Köpfen der Trinker das Oberteil eines großen, kupfernen Braukessels der ehemaligen „Klosterbrauerei". Die hat früher auf diesem Gelände das leckere „Kloster Bier" gebraut. Daher heißt der Gebäudekomplex auch KLOSTERDRUBBEL.
Zurück zur Kneipe. Auf der linken Seite vom Eingang befindet sich eine kleine Nische mit zwei Tischen, an denen man recht gemütlich sitzen kann. Zwei oder drei Stehtische gibt es noch in diesem Raum, sonst nur Theke. Die Wände sind gespickt mit alten Fotos und Stichen aus der glorreichen Zeit der Hammer Brauereien. Man wird wehmütig, als alter Schluckspecht. An den Thekenraum schließt sich ein zweiter, noch größerer Raum an. Dort stehen auf mehreren Ebenen kleine, mittlere und große Tische, gemütlich in Nischen gebaut. Man kann sich dort richtig wohl fühlen und einen geselligen Abend verbringen, mit allem, was dazugehört. Ein wunderbar gezapftes Bier, lecker gekühlten Korn und sehr schmackhaftes Essen. Die Steakbrötchen sind einmalig, man kann sie, wenn die „Dritten" etwas locker sitzen, sogar mit den Lippen abbeißen, so zart sind sie. Sehr interessant auch der Ratsherrentopf, das Teufelsschnitzel, oder das Schnitzel Förster Art (Mit einem Jägerschnitzel gibt man sich nicht ab). Ich hab´ mir ein Steakbrötchen und ein Schnitzel mit Pommes ´reingezogen . . . (mein Gott / d. Herausg.)).
Die Bedienung ist überdurchschnittlich freundlich, was das sehr gemischte, überwiegend junge Publikum in eine gute Stimmung versetzt. Die Toiletten sind im Keller und es macht Freude, sie benutzen zu dürfen. Allerdings ist die Wendeltreppe, die nach unten, und anschließend in den meisten Fällen auch wieder nach oben führt, wirklich schwindelerregend. Im angetrunkenen oder betrunkenen Zu-stand sollte man sich überlegen, ob man nicht lieber heimlich unter die Tische pinkelt. (Hast du sie nicht mehr alle??? / d. Herausg.)
Also, Leute, besucht das BIERKONTOR, es macht Spaß. (Hh.)