Rückblick

Sonoc de las Tunas - Cuba

Der Name des cubanischen Sextetts "Sonoridad de las Tunas", kurz "Sonoc de las Tunas", ist Programm. Klangfülle und Wohlklang erwarteten den Besucher des VHS-Konzertes am Freitag, den 28.02.97.

Die Gruppe "Sonoc de las Tunas", bestehend aus Julio Carballosa (Percusion), Manuel Larramendy (Congas), Edilberto Agüero (Gesang u. Bongos), Eisbel Nargas (Gitarra-Tres), Ernesto Rodriguez (Gesang) und Gilberto Portilla (Kontrabaß), kommt aus der gleichnamigen Provinzhauptstadt, die in der Region Oriente, im Südwesten Cuba`s liegt. Die Gruppe besteht seit 1993 und ist zum dritten Mal auf Europatournee.

Mit knapp 50 Besuchern begann das Konzert im, zunächst winzig erscheinenden, Konzertraum der VHS. Mit dem "son de la loma" startete das lebendige Vokaltrio und konnte bereits nach den ersten Takten die geradezu sprichwörtliche cubanische Lebensfreude rüberbringen.

Spätestens beim dritten Vortrag, "mi cuidad" von José Velazquez, hatte selbst der konservativste Konzertbesucher seine Beine nicht mehr unter Kontrolle. Dieser melodische Merengue wurde mitten im Vortag vom Applaus der begeisterten Zuhörer unterbrochen.

Mit dem Klassiker "Negra Tomasa" ging es weiter und der eingefleischte Cubafan konnte das Zuckerrohr geradezu riechen. An der Percusion und den Congas orientierte sich das, nun singende, Publikum, das von Edilberto melodisch geführt wurde.

Die Eigenkomposition "siente me" von Eisbel Nargas begann mit einem a capella - Start und führte durch gekonnte Tempiwechsel immer wieder zum cubanischen Urrhytmus, der Rumba.

Mit der wunderschönen Ballade "Jolanda" von Pablo Milanes, wurde selbst dem Cubafreak eine weiter, interessante Möglichkeit der Interpretation vorgestellt.

Das Lied "Manicero" zeichnete sich auch hier wieder durch seine Lebendigkeit und das perfekte Zusammenspiel von Percussion, Gesang, Tres und Kontrabaß aus.

Raum ist in der kleinsten Hütte, und so ging die "fiesta cubana" nach der Pause direkt weiter.

Bis auf wenige Ausnahmen war hier wirklich jeder tanzend auf den Beinen. Die sympathische Animation von Edliberto verfehlte auch diesmal ihre Wirkung nicht.

Rumba, Cha-Cha-Cha, Son, Salsa, Merengue und eine Lebensfreude, die ich bei den Hammensern in dieser Form noch nicht gesehen habe, waren das Gebot der Stunde, in der auch afro-cubanische Elemente in den Darbietungen nicht fehlten. Ohne Vorbehalt konnte hier jeder nach Herzenslust tanzen, wie es sonst nur unter guten Freunden oder bei cubanischen Straßenfeten möglich ist.

Nach der ersten Zugabe, einer Interpretation von Gloria Estefan`s "Ayer", die mir persönlich noch besser als das Original gefiel, folgte eine Zweite und leider auch schon Letzte.

Mit "Guantanamera", der heimlichen Nationalhymne Cubas, wurde dieser, wirklich bemerkenswerte, Abend musikalisch beendet.

Reiner Kröhnert - "Die Affäre Huhn"

Ein Mysterienspektakel in der Maxi-Halle

Am 22. Februar war er in der Maxi-Halle zu Gast, Reiner Kröhnert, der Meister des Parodienkabaretts, mit seiner "Affäre Huhn". Natürlich war auch WILLI vor Ort, allerdings lag die Veranstaltung bereits jenseits des Redaktionsschlusses, dennoch wollen wir ein paar Zeilen darüber verlieren. Zumal WILLI-Fotografin Babsy Gelegenheit hatte, mit Reiner Kröhnert ein kurzes Gespräch zu führen.

Überflüssig zu sagen, daß die Halle ausverkauft war, ist doch Reiner Kröhnert mit seinem schier unerschöpflichen mimischen Fundus lebender und bereits verstorbener Politiker ein Highlight am deutschen Kabarettistenhimmel. Dabei braucht er keine Verkleidungen, um die verschiedenen Charaktäre seiner "Opfer" darzustellen, allein durch seine Mimik läßt er Volker Rühe, Roman Herzog, mit seinem dümmlich-Bayerischen Gewimmere, Stoltenberg, Erich Honnecker (mein Liebling) und viele andere lustige Gesellen der Zeitgeschichte Dinge sagen, die sie im wirklichen Leben durchaus auch gesagt haben könnten. Als Honnecker starb, war ich traurig, nein, nicht falsch zu verstehen! Ich dachte, schade, jetzt kann Kröhnert mir nicht mehr den Erich machen. Doch gefehlt, er kann, und er tut. Gottseidank. Ein wunderbarer Abend. (Hh.)

WILLI: Herr Kröhnert, was ist die Aussage in Ihren Parodien, sollen sie eine Aussage haben?

R.K.: Ach Gott, Aussage, natürlich, schon. Aber für mich ist der schauspielerische Aspekt wichtiger. Hierhinein lege ich meine ganze Ausdruckskraft. Sehen Sie sich mal in meinem aktuellen Programm den Schäuble an.

WILLI: Im nächsten Jahr haben wir das "Schicksalswahljahr". Reagieren Sie darauf?

R.K.: Ja natürlich. Düstere Schatten werden von künftigen Schreckensszenarien unbarmherzig vorausgeworfen. Wahlvolk und Kanzler stellen gemeinsam bange Fragen in den Raum. Was rollt da wohl auf uns alle zu? Schäuble etwa? Nun, daher beschäftige ich mich schon jetzt ausführlich mit dem.

WILLI: Wann haben Sie angefangen?

R.K.: Nun, alles begann mit meiner Geburt, 1958 in Schriesheim an der Bergstraße. Im Kindergarten war ich nur drei Tage, da ich ständig stiften ging. Aber im Ernst, 1977 ging ich zur Schauspielschule, habe meine Ausbildung aber 1978 bereits wieder abgebrochen, da ich den entschiedenen Drang zur Kabarettbühne verspürte. Beim SDR-Fernsehen habe ich dann mit dem großen Peter Frankenfeld arbeiten dürfen. 1980 kam ich dann zu Dieter Hallervordens "Wühlmäuse". Dann gingīs los, immer mehr Fernsehauftritte, bis ich 1987 mein erstes Solo-Programm "Wer ist eigentlich der Beste?" auf die Bühne brachte. Die "Affäre Huhn" ist jetzt mein 3. Solo-Programm.

WILLI: Und das hat mir sehr gut gefallen. Herzlichen Dank, Reiner Kröhnert, und weiterhin recht viel Erfolg.

Nameless

Spaß pur und Spaß im Bahnhof Pelkum

Bereits zum dritten Mal spielte die Oldie-Power-Truppe aus Werl im Bahnhof Pelkum, trotz Stärkster Konkurrenz in Hamm (Noch vier andere Live-Veranstaltungen).

Eine etwas bessere Verteilung scheint hier ja nicht möglich zu sein. Wie wäre es mit einem vierteljährlichem Treffen der handvoll Wirte, die überhaupt noch Live-Musik anbieten, um die Termine zu entzerren, damit die Leute nicht nur an ein oder zwei Tagen im Monat die Qual der Wahl haben, sondern auch an anderen Tagen Live-Musik genießen können. Es kamen etwa 100 Zuschauer in den Bahnhof. Sie haben es nicht bereut. Mit ihren Songs der 70er Jahre brachte die Truppe den Bahnhof schnell in Stimmung. Die Stücke von Bands wie Supertramp, Gary Moore, Dire Straits oder Toto haben ja auch einen ziemlich hohen Wiedererkennungswert.

Nach fast vier Stunden und drei Zugabeblöcken war die siebenköpfige Truppe mit "Milchbubi" Roger am Schlagzeug, Michael (Sax und Gesang), Gerti (trotz Bronchitis)-Gesang, Anna (nordisch-kühl)- Gesang, Gert (schweißgebadet)- Baß, Horst (er kann lachen)- Keyboard, Detlef (Supertramp-Fetischist)-guit. und Überraschungsgast Jay (sichtlich geschafft).

Diesmal mußte der Wirt sogar, zweimal stürmisch gefordert, seinen nicht vorhandene Gesangstalente darbieten. Ulli laß es!

Spaß hatten an diesem Abend alle - die Zuschauer und auch die Band auf der Bühne. Was wollen wir mehr? (U.Fernet)

"What ever you want . . ."

PILEDRIVER

Genau das wollte das Publikum - Status Quo-Gedonnere vom Feinsten

Sie waren schon mal in Hamm zu Gast, die vier Jungs von PILEDRIVER, und zwar im Januar 1996 in der Kulturwerkstatt. Ein paar Monate später machten uns dann ihre großen Brüder "Status Quo" ihre Aufwartung (WILLI berichtete). Nun, am 15. März, waren die Junioren wieder am Zuge, im CORNER INN. Und wieder boten sie eine rockige, mitreißende Show. Der Band war es tatsächlich gelungen, auf der engen "Corner"-Auftrittsfläche eine Art Bühnenbild zu schaffen. Die Mikros in einer Reihe, nach bewährter Status-Quo-Manier, unterlegt mit einem gemütlichen Orientteppich (hoffentlich nicht in Kinderarbeit hergestellt, au weia, d.Red.) und das Schlagzeug oben drüber auf dem Billardtisch. Um 22.00 Uhr begann dann der Auftritt mit einem Intro vom Band und eine Minute später donnerten die Gitarren los. Vorn in der Kneipe, wo wir zunächst unser Lager aufgeschlagen hatten, war es erträglich laut, ich machte mit schon Sorgen, ob vielleicht die Anlage defekt war. Aber als wir später die Band in ihrem Reich besuchten, stellten wir fest, die Technik war in Ordnung. Nur ganz hartgesottene wie ich, oder Status-Quo-Fans wagten sich in den direkten Schallbereich der Boxen. Und Quo-Fans waren reichlich da, besonders einer, der dem (Haupt)Sänger und Gitarristen Martin "Rick Parfitt" Sommerhoff unentwegt ins Mikrofon kriechen wollte, was der oft mit einem wohlwollenden Lächeln quittierte. Kollege Peter "Francis Rossi" Wagner kam dem Original ebenfalls nicht nur äußerlich verblüffend nahe, auch die Show der beiden, ergänzt vom hervorragenden Bassisten sowie von einem ausgezeichneten Drummer, ließ die Originale, zumindest in einem kleinen Club wie dem CORNER INN, kaum vermissen. Die 120 Zuschauer waren begeistert, die Veranstalter zufrieden und eine Einladung in die KULTURWERKSTATT im Frühjahr 1998 bescherte der Band noch ein Bonbon mehr in der Tüte. (Hh.)

Am Anfang war das Lied...

Giora Feidmann verzaubert die Maximilian-Halle

"Er läßt seine Klarinette so betörend seufzen, lachen und singen, daß dem Zuhörer das Herz aufgeht." Dieser Aussage eines Kritikers aus dem Jahre 1988 läßt sich eigentlich nichts mehr hinzufügen. Zwar hat Giora Feidmann zwischenzeitlich den "Oscar" für die Filmmusik zu "Schindlers Liste" erhalten, doch auf der Bühne ist er der "Klezmorium" geblieben, dr mit seinem Instrument die Welt in Liebe zum Erklingen bringt.

"Klezmer" ist die traditionelle jiddische Volksmusik, die ursprünglich aus Osteuropa kommend aus allen Quellen europäischer, orientalischer und amerikanischer Musik schöpft.

Ihr Hauptinstrument, die Klarinette, ist dem biblischen Instrument, dem "Ramshorn" am ähnlichsten und erhebt seine Stimme zum Lobe des Herrn.

Der Maestro, der Meister der Klarinette ist G. Feidmann. Dem Publikum präsentiert sich ein freundlicher älterer Herr, der auf selten erlebte Art charmant, witzig, ja liebevoll mit seinem Publikum umgeht.

Mit leiser Stimme (man "muß" zuhören!) erklärt er die Seele seiner Musik, erklärte die Bedeutung der Stille für das Wesen der Musik.

Und die Klarinette - sie faucht in der Tat, und sie flüstert.

Ein "Ave Maria" von Schubert wird gehaucht dargebracht, und ein andächtig lauschendes Publikum mit einem tempramentvollen "Mi Ha`isch" und "Somebody loves me" von Gerschwin zurück in die Wirklichkeit geholt. Überhaupt ist Feidmann durchaus von dieser Welt. Sein Gitarrist Joseph Basar wird nach einer Meisterleistung an der Konzertgitarre als "34 years old, single!, und from a good family vorgestellt. Der andere Begleiter, der Kontrabass-Virtuose Anthony Falanga ist leider " married with his instrument".

Und als das letzte Stück angesagt wird, das Publikum andächtig, wirklich andächtig mitsummt, leise mitsummt, bitte Giora Feidmann nicht zu klatschen, denn "die Melodie ist die Seele der Musik, und das Klatschen ist nicht gut für die Melodie." Die Melodie soll man im Herzen behalten. Das Publikum tutīs und summt noch beim Hinausgehen. - Manfred Tippach -

Top oder Flop ?

- Ü 21 - Party im Bootshaus

Vor Jahren hat es der damalige Inhaber Klaus Osiewacz auf den Punkt gebracht:" Solange die Lippe nicht umgeleitet wird, läuft hier der Laden!" Das heißt, man sitzt draußen im Biergarten, auf der Terrasse, schaut der Lippe beim Fließen zu, und alles ist schön. Aber eben nur im Sommer. Zu anderen Zeiten muß man sich etwas einfallen lassen. Nun also die Ü21 - Party, die Party für Leute über 21 Jahre Lebensalter.

Doch was machen die, was ist an denen so besonders?

Richtig: Die hören keine Techno-Musik sondern Rock, trinken nicht Weizenbier mit Bananensaft sondern richtiges Bier und wichtiger noch - sie dürfen abends länger raus !

Das Bild im Bootshaus also wie folgt:

Gegen 23 Uhr füllt sich der Laden allmählich. Seltsamerweise sind es zumindest Männer, zu gut 80 Prozent. Die Mädels dürfen also freitags nicht raus, auch wenn sie über 21 sind ? Aber die Jungs dürfen Bier trinken und danach im Takt zu "Depeche Mode" mitklatschen. Das kann dann schon nerven.

Gut aufgenommen wird aber offensichtlich die Musik, die locker entspannte Atmosphäre und: Es darf getanzt werden und es wird getanzt! Ein Angebot, mit dem das Bootshaus eine Lücke füllt. "Rock-Disco" nannte man das früher, als man auch noch "progressive" Musik sagte. Wenn hier endlich einmal eine Linie konsequent verfolgt wird, kann sich das Bootshaus zu einem Insider-Tip entwickeln, wie es früher das legendäre "Rockpoint" in Unna oder das "Painthouse" in Dortmund-Husen war.

Anwesend an diesem Abend waren denn auch Sven ("der Schwede"), Bea (Ex-Corner Inn), sowie Alex Wolfram (Ex-B-Flats).

Bea plant eine größere Party in den Zentralhallen (19.4.) und Alex eine neue Band (mit Akkordeon!).

Nur Sven und ich vermissten etwas - leider gibt`s im Moment im Bootshaus kein Guinness!

Aber solange die Lippe nicht umgeleitet wird, kann ich damit leben und gehe am 04.04. um 22 Uhr zur nächsten Ü 21 - Party ins Bootshaus (mt)

D.C. & THE CRUISERS

Ein Power-Paket aus deutschen Landen

Ursprünglich wollte der Veranstalter der Kulturwerkstatt zum 7. März die guten alten KOSLOWSKI engagieren, eine Art verspätetes Geburtstagsgeschenk für sich selbst. Aber die Ruhr-Rocker aus Iserlohn und Umgebung gibt es nicht mehr. Wie mir Gitarrist Uwe Hagemann mitteilte, wollten einige Mitglieder nicht mehr so häufig spielen, andere dagegen Vollprofis werden. Ein guter, ein sehr sehr guter Ersatz waren allerdings D.C. & THE CRUISERS, die eine Musik machen, wie ich sie mag. Und nicht nur ich, das bewies die Stimmung, die sich unter dem Hoppe Garden-Publikum recht schnell breitmachte. Nur ca. 75 Zuschauer sind es geworden, aber der Engländer David C. White und seine Band THE CRUISERS powerten los, als wenn es darum ginge, eine Halle zu beschallen. Dabei waren die fünf Musiker nicht einmal sehr laut, aber so kraftvoll und spielfreudig, daß es eine wahre Freude war, ihnen zuzuhören. Die Gitarristen Uwe Hagemann, schon bei KOSLOWSKI mehr als überzeugend und Andreas Mester verstanden es durch ihr meisterhaftes Spiel die im Saale anwesenden Hammer Gitarristen derart zu beeindrucken, daß sogar einer von ihnen meinte, D.C. & THE CRUISERS seien eine der besten Bluesbands, die je in der Kulturwerkstatt zu Gast gewesen sind. Aber auch Udo Gersdorf am Bass und Holger Neumann an den Drums hatten regen Anteil am kompakten Sound der Band. Die musikalische Bandbreite der CRUISERS war enorm und es gelang ihnen mühelos Lynyrd Skynyrd, Dr. Feelgood, Canned Heat oder Elvis Presley musikalisch zu vereinen, was dem mit einem bitterbösen Humor ausgestatteten David C. White auch durch seine launigen Zwischentexte sehr leicht viel. Leider hat mir der WILLI-Herausgeber wieder einmal nur wenig Platz zugestanden, sonst könnte sich der geneigte Leser köstlich über die in der Garderobe geschossenen Fotos amüsieren. (Natürlich auch die ein oder andere Leserin). Unser Foto zeigt David C. White und Uwe Hageman (Hh.)

"Musikalische Feinkost"

GREG BARRETTīs MEMPHIS HEAT

Das hätte sich Greg Barrett nicht träumen lassen, daß er mit seiner Band MEMPHIS HEAT vor nur einer Handvoll Zuschauern spielen würde. Das war wohl eine neue Erfahrung, auf die sich auswärtige Musiker, und seien sie noch so brilliant, in Hamm aber einstellen sollten. Und im Hoppe Garden erst recht, denn es gab an diesem Freitag, den 21. März, keine billige Pizza, sondern beeindruckend perfekt gespielte, sehr melodiöse Southern Soul Music, von einer deutsch/englischen/amerikanischen Band der allerersten Spitzenklasse. MEMPHIS HEAT ist die Band, mit der sich Greg Barrett, Sänger und Keyboarder der weltweit bekannten Soul-Band SUPERCHARGE, einen sehnlichen Wunsch erfüllte: Soul-Music aus seiner Heimat Memphis/Tennessee (USA) zu spielen. Und was das etwa 60köpfige Publikum zu hören bekam, überzeugte und begeisterte jede/n Anwesende/n. Wunderschöne Versionen bekannter Songs von Aretha Franklin, Freddie King, Billy Preston, Ray Charles und Van Morrison, sowie Stücke aus eigener Feder und der von Sänger und Keyboarder Andrew McMahon (USA), der nicht nur ein excellenter Musiker, sondern auch ein wunderbarer Sänger ist, machten den Abend zu einem Erlebnis. Mich selbst hat natürlich Bobby Donaldson (USA) an der Gitarre besonders beeindruckt, der in Kalifornien ein gefragter Studio-Musiker und ein Meister seines Instrumentes ist. Sein Slide-Gitarrenspiel und sein Fingerpicking auf der Dobro ist ein musikalischer Leckerbissen für jeden Gitarristen und für jeden normalen musikinteressierten Zuschauer. Bassist Wolfgang Diekmann, der unter Anderem mit einem tollen Baßsolo glänzte, kennt man ebenfalls von SUPERCHARGE, während der Engländer Steve Grant am Schlagzeug schon mehrfach mit der Liverpooler Band JUKE in Hamm zu Gast war. Und der Meister selbst, GREG BARRETT, saß im Zentrum der Bühne an seinem E-Piano und sang mit samtweicher, gefühlvoller Stimme die rockigen, bluesigen Songs ebenso überzeugend, wie die melodiösen sanften Balladen (Rainy Night In Georgia). Es war ein außergewöhnliches Konzert, welches das Publikum mit begeistertem Applaus belohnte, und Greg Barrettīs MEMPHIS HEAT dreimal auf die Bühne zurückholte. Selbst Schuld, wer das verpaßt hat (Hh.)