In WILLI 28 schrieben wir über die Zeugen Jehovas. Dazu ein Nachtrag vom 26.6.97: Die Zeugen Jehovas erhalten nicht den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, wie das bei den großen Kirchen in Deutschland der Fall ist. Das Bundesverwaltungsgericht in Berlin erklärte, die Religionsgemeinschaft sei zwar dem Staat gegenüber nicht negativ eingestellt, doch stehe das aus religiösen Gründen für alle Mitglieder geltende Wahlverbot im Widerspruch zum Demokratieprinzip. Das Gericht hob damit eine Entscheidung des Berliner Oberverwaltungsgerichts auf. Den Zeugen bleiben somit Steuerprivilegien und andere Vergünstigungen verwahrt.
Nicht die feine englische Art war die Aktion des Hammer Ordnungsamtes, die, wie WILLI erfahren konnte, versuchte, den Auftritt der Band The Chosen Few" im Corner Inn am Samstag, den 5. Juli zu unterbinden. Die entsprechende Ordnungsverfügung (Unter-sagung der geplanten Live-Musik-Veranstaltung mit Androhung eines Zwangsgeldes) erreichte den Geschäftsführer des Corner Inn, Günter Kurze am Freitag, den 4. Juli um 12.40 Uhr durch Boten (nach Dienstschluß der Behörde). Sollte der Zustellungstermin etwa so gelegt worden sein, daß der Veranstalter eigentlich nichts mehr dagegen hätte unternehmen können, fragt sich WILLI besorgt. Durch eine Eilentscheidung des Verwaltungsgerichtes Arnsberg, mit dem Bescheid die Verfügung des Hammer Ordnungsamtes auszusetzen, wurde der Bandauftritt im Corner dann doch noch möglich. Zur Not", so Kurze, wird jede Veranstaltung in Zukunft über das Verwaltungsgericht Arnsberg abgesegnet!"
Beach-Volleyball-Cup der SG Stadt Hamm: In Hamm gibt es zwei neue Beach-Volleyballplätze. Im ehemaligen Germania-Freibad an der Oberonstraße wurden sie angelegt. Eröffnet werden sie am 30. August mit einem Hobby-Mixedturnier (2 + 2). Das Turnier beginnt um 14.00 Uhr, die Startgebühr beträgt DM 10,- Anmeldungen bei der Sportgemeinschaft der Stadt Hamm, Uwe Sauerland, Tel./Fax: 02381/80107. Demnächst sind diese Plätze auch gegen eine geringe Gebühr zu mieten.
Yeti gesichtet! Nicht ganz, aber genau so selten: Es gibt in der Postfiliale Wilhelmstraße einen netten, kompetenten, freundlichen Postmann, der einem WILLI-Mitarbeiter unaufgefordert Tips und Ratschläge gab, wie man bei regelmäßigem Versand von Info-Post auch außerhalb von Hamm Geld sparen kann. Herzlichen Dank Herr Griehl.
Herzlichen Glückwunsch! Es waren kürzlich wieder vier Geburtstage zu beklagen: Babsy Schiffner, Bert Spangemacher, Rainer Brackelmann und Günter Rosenkranz. WILLI gratuliert recht herzlich.
In-Pension: In der ehemaligen Kneipe am Wilhelmsplatz T'nT´-Roadcafe" befindet sich jetzt eine Kleintier-Pension. Wer also seine Flöhe und Kakerlaken nicht mit in den Urlaub nehmen will (oder wer sich welche mitbringt) kann dort anrufen unter Telefon 31467. Nein, im Ernst, diese Pension gibt es wirklich, natürlich auch für normales Getier.
Vom Helios- zum Hale Bop-Theater: Groß angekündigt von den Stadtvätern empfangen, und 6-stellig gefördert, sollte und wollte das Heliostheater bis zum 15.7. noch im Kulturrevier als Mieter einziehen. Innerhalb von 6 Tagen ohne Telefonanruf oder ein klärendes Gespräch sagten die Kollegen dann per Einschreiben einfach ab. Die Gründe entsprechen nicht den Tatsachen: Das wir umbauen war den Heliosleuten bekannt. Die fehlende Werkstatt hat man sich bereits vor Wochen im eigenen Gehöft eingerichtet, und die angebliche Luke in 3m Höhe"(Kölling im WA) ist ein Fenster in 1.6m Höhe mit immerhin 2,8m². Soviel zur Sichtweise der Theaterprofis.
Da dem Kulturrevier durch Planungskosten und eine Kreditaufnahme schon Kosten von ca. 10.000 DM entstanden sind, können wir die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Unnötiger Streit, womöglich eine juristische Auseinandersetzung sind die Folge. Aber auch Helios muß lernen, daß mündliche Verträge eben auch Verträge sind. Christoph Blümer