Traummotive" - Eva-Maria Ketels eröffnet ihre erste Ausstellung in der Galerie Dunkel
Angenehm hell und farbig ist es in der Galerie Dunkel auf der Eylertstraße, als ich so gegen 19 Uhr erscheine, um die Ausstellungseröffnung von Eva-Maria Ketels, die Autodidaktin in der Malerei ist, mitzuerleben. Besucher sind noch keine da, so habe ich etwas Zeit, mich auf Bilder einzulassen. Direkt im Eingangsbereich nimmt mich ein großformartiges Bild sofort für sich ein. Ein großes Herz, ein Tor, grüner Hintergrund und Noten in Collagetechnik symbolisieren die Wiedervereinigung. Ein anderes Motiv Eiskaltes Deutschland": Herzen fallen ins Eis, steigen wieder nach oben, denn nichts geht verloren. Im oberen Bereich des Bildes ein Blatt, geformt wie ein Boot in den Farben der Deutschlandfahne. Die Bilder berühren, sprechen an. Keines, an dem man einfach vorbeigehen kann. Besonders beeindruckend auch der Zyklus der Bäume (so nenne ich das Bild). Immer wieder in anderen Farbzusammenstellungen, immer mit einer halben Sonne als Mittelpunkt des Lebens und dem nackten Baumgespinst in der Erde verwurzelt, der Sonne entgegen, erinnert mich dieses Bild an das menschliche Streben.
Gegen 20.15 Uhr hat sich die Galerie mit ca. 35 Gästen gefüllt. Unter den Gästen befinden sich u.a. Dr. Abdel-Gadir mit Gattin und Rudolf Klink mit Gattin, ein Künstler aus Drensteinfurt, von dem Eva-Maria Ketels immer wieder Ermunterung erfahren hat. Bei Thorsten Dunkel hat Frau Ketels in den letzten Monaten eine Wisch und Tupftechnik erlernt, die sie bei den hier ausgestellten Bildern erstmalig angewandt hat.
Frau Ketels wohnt seit 1972 mit ihrer Familie in Hamm.
Von 1964 - 1972 erstes Arbeiten mit Kindern auf Sylt (Figuren und Bemalungen)
1972 erste Ölbilder
1983 Begegnung mit dem Künstler Rudolf Klink und für ein paar Jahre Mitglied des Arbeitskreises Kunst Hamm e.V."
1990 Seminar für Aquarellmalerei in Freckenhorst
1997 Begegnung mit dem Künstler Thorsten Dunkel
Im Gespräch mit Frau Ketels stellt sich heraus, daß sie noch genügend Bilder für eine weitere Ausstellung hat, die aber ganz andere Motive beinhalten. So hat sie in anderen Schaffensphasen nur mit geometrischen Formen und den vier Grundfarben gearbeitet, um den Mitmenschen einen Spiegel vorzuhalten.
Die Ausstellung ist geöffnet: Sonntags von 11 bis 15.00 Uhr und werktags zu den üblichen Geschäftszeiten. Schließen möchte ich mit den Worten von Eva-Maria Ketels: Kultur ist notwendig, weil sie die einzige Möglichkeit ist, die Not zu meiden" (iff)