Im Gespräch

Who is (Wer ist) Carl Scharping?

„ Die holen Carl Scharping nach Hamm! Schon gehört? - Zum 30.11.1997."

„Is´n Sonntag. Wenn das abends ist, kommt bestimmt kein Schwein."

„Aber wieso soll der eigentlich mit `nem Auto kommen?"

„Der kommt immer mit dem Auto!"

„Aber auch mit dem Bike, oder mit dem Bus, oder ... der hat ja auch `ne BahnCard!"

Frage: Warum liegt Mike unterm Schreibtisch im BUND - Büro oben unterm Dach der Kulturwerkstatt? Antwort: Kaffee + Nikotin + Real-Satire: Das war zuviel! So ist das Leben! Und so kanns kommen:

Anrufaufzeichner abhören:

1.: „G. H., Lippewelle - Hamm, ich wollte mal hören, wie es mit C. S. läuft. Rufen Sie mich mal unter 15084 zurück."

(Der kann ... Wir haben vor 3 Tagen begonnen und bis zum 30.11. Zeit. Der will doch mit dem Motorrad dazustoßen.)

2.: „ Mein Name ist XY, Telefon-Nr. (Toto-Tip), bitte rufen Sie mich mal an wegen dem Caarl Schaar-Ping."

Also wollen wir mal: Toto-Tip gewählt. Es meldet sich der berühmte „Jaha". (Aus dem alten „Ja-Hallo!"-Geschlecht! - Das flößt Respekt ein.) Luft holen, schlucken und dann artig den Spruch. „Guten Tag, hier ist die BUND-Kreisguppe Hamm, W. am Apparat. Spreche ich mit Herrn XY?"

„Jaha!" (Also doch!) „Sie hatten um Rückruf gebeten." „Ach ja, wissen Sie, mein Auto machts nicht mehr lange, und zur Zeit muß ich zur Arbeit nach M.-Dorf. Da wollte ich mal sehn, ob -äh- Caar Schaar-Ping ...".

(Oje! M.-Dorf ist echt nix für`n ÖPNV) „Na ja, Herr XY, das hört sich nicht günstig an, aber ich sende Ihnen mal unsere Informationen zu, schönen Dank für Ihr Interesse. Bis bald mal!" - Klick. Dumm gelaufen: CarSharing (Ka:Schäring = AutoTeilen) ist für Leute, die ihre allermeisten Wege mit Bahn, Bus, Rad oder zu Fuß erledigen (können) und nicht viel mehr als 12.000 km im Jahr Auto fahren, oder für solche, die den Zweit- oder Drittwagen ersetzen wollen.

Ein CarSharing-Auto ersetzt mindestens vier 23-Stunden-Stehzeuge und ... so manche Organisationsprobleme: „Ja hallo! Wie geht´s denn so?!.. Ach danke!" ... zehn belanglose Sätze später: „Äh, weshalb ich ja anrufe: Könntest Du mir wohl mal am Donnerstagabend Dein Auto...? ... äh, kriegst Du auch vollgetankt zurück."

Stadtmobil-CarSharing: Einsteigen und los fahren:

150 DM Aufnahmebeitrag, 600 DM Darlehen (oder mehr, ab 1.000 DM wird´s gut verzinst).

Dafür gibt's den Tresorschlüssel für alle stadtmobil-Stationen, dann eine Teilnehmernummer und die persönliche ShareCard für die Bordcomputer, natürlich mit Geheimnummer, und selbstredend die Übersicht über Stationen und Autos.

Abgesehen vom niedrigen Monatsbeitrag (37 DM) kostet nur die tatsächliche Nutzung: Stunden- plus Km-Kosten, gestaffelt nach Fahrzeugtyp.

Mit der 0180-Nummer wird rund um die Uhr das gewünschte Fahrzeug für die gewünschte Zeit reserviert. Buchungssicherheit 95 %: „Der Corsa am Hauptbahnhof ist dann nicht frei? Na ja, dann nehme ich ausnahmsweise den 2,8-Tonner vom Peitzmeier-Platz."

Was in Hamm nahe Zukunftsmusik ist, das klappt im Ruhrgebiet seit Jahren.

Bis zum 30.11. fährt der BUND-Hamm gemeinsam mit stadtmobil, Dortmund, eine Einführungsoffensive. Gefördert wird die Kampagne aus dem Programm „Ökologische Stadt".

Die ersten 24 Neuteilnehmer zahlen nur 75,00 DM, die nächsten 24 nur 100,00 DM für die Aufnahme. Das ist das Einführungsbonbon von stadtmobil. Sobald die ersten 12 Teilnehmer gefunden sind, kommt das erste Car-Sharing-Auto nach Hamm.

Das Interesse ist groß. Die ersten Verträge sind unterzeichnet, andere werden gerade unterm Kopfkissen überschlafen. Wer mehr wissen will, kann das in der BUND-Geschäftsstelle kundtun, rund um die Uhr unter 02381/41511. Antwort kommt umgehend (s.o.).

Montags, mittwochs und freitags von 15 - 17 Uhr ist die Geschäftsstelle besetzt.

(Sollte sich unter 41511 aber Carl Scharping melden, bitte Nachsicht! Das Gespräch wird dann wahrscheinlich von unterm Schreibtisch aus angenommen... ) Michael Walterscheid