Kneipentest

WILLI´s Kneipkur, heute: Das FILOU

Vor längerer Zeit hat WILLI schon einmal über das „FILOU" berichtet, aber der damalige Betreiber konnte sich nur ein paar Monate in der Kneipe am Daberg, neben Ford Westhoff, halten.

Inzwischen ist das anders. Vor vielen Jahren, Ende der sechziger/Anfang der siebziger Jahre, hieß der Laden noch „Gaststätte Zum Daberg" und war eine beliebte Diskothek, in der auch regelmäßig „Beatgruppen" auftraten, heimische Bands ebenso, wie internationale. Heute ist das „FILOU" zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Zwar treten dort im Moment noch keine Bands auf, aber als Diskothek kann man die Kneipe getrost wieder bezeichnen.

Von außen sieht man dem Lokal gar nicht an, was einen drinnen erwartet. Ein sehr großer Gastraum mit einem verblüffend echt wirkenden Baum mittendrin, eine riesige Theke mit bequemen Hockern, Nischen, in die man sich im kleinen Kreis gemütlich zurückziehen kann sowie hohe Tische mit Hockern drumherum, wenn man mittendrin sitzen möchte. Weiter hinten findet man eine riesige Tanzfläche, von Tischen und Stühlen umzingelt, genau so, wie man das von den klassischen Tanzlokalen her kennt.

Ein sympatischer, morbider osteuropäischer Charme macht sich breit. Die Musik jedoch ist absolut zeitgemäß, für jeden Geschmack ist sicher etwas dabei. Sogar ich hab´ dort schon etwas für mich gefunden. Und damit man dort, auf der Tanzfläche versteht sich, so richtig in Fahrt kommt, bringt einen die aufwendige Lightshow in die richtige Stimmung.

Mittwochs, Freitags und Samstags ist das „Filou" geöffnet, an allen diesen Tagen ist auch Disco angesagt. An Samstagen animiert dort auf der Bühne, die es natürlich auch gibt, ein „GoGo-Girl" zum „Ausgelassensein" . . . Natürlich kann man auch einfach nur an der Theke sitzen und die gut sortierte Bar genießen.

Sauber gezapfte Biere, passable Weine und Spirituosenaller Art sowie die freundlichen, nett anzusehenden jungen Damen machen den Aufenthalt im „Filou" zu einer angenehmen Sache.

Und wenn man dann mal muß . . . auch die hierfür vorgesehenen Räumlichkeiten weisen eine gediegene Atmosphäre auf. Ach ja, ich kann mich dunkel erinnern, daß mich mein Freund Gerd einmal mit einem teuflischen Grinsen im Gesicht spät Mittwochabends mit in das Lokal nahm. „Heut´ gibt es etwas Besonderes", meinte er. Bei ihm hätte ich eigentlich mißtrauisch werden müssen. Und richtig, um Mitternacht gab es einen professionell dargebotenen Striptease. Dieser Lump, und ich saß arglos in der ersten Reihe . . .

Ob dieser Programmpunkt zur Dauereinrichtung werden soll, kann ich nicht sagen. Stellt es doch einfach mal fest. Und Live-Musik soll es demnächst auch geben. (Hh.)