Rückblick

DIE KOMM´ MIT MANN!s waren wieder in der Promille

Ja, der Name sagt einem schon was. Martin Frowein (Sax), Roland Kämmerling (Trompete), Chris Tanzza (Lead-Voc), Peggi Neumann, Heike Meering, Katja Kutz (Backing-Voc), Ziggy Horn (Git), Jörn Brakelsberg (Bass), Thomas Victor (Keys) und Thom Bargel (Drums) - das ist die aktuelle Besetzung der KOMM´ MIT MANN!s Also geht man frohen Mutes in die Promille und denkt sich: „Das wird ein guter Abend" Wirklich so? Die bekannteste Live-Band des Ruhrgebietes gab sich die Ehre, mal wieder in Hamm zu spielen. Nun auch durch Funk und Fernsehen bekannt, ist einzusehen, daß man von sich auch überzeugt sein kann. Um nicht noch umständlicher zu werden: Ich war viel zu früh da...und obwohl Angelo und Isi schon darauf hinwiesen, daß das Lokal längst geöffnet sei, ließen sich die Herrschaften gemächlich Zeit mit dem Soundcheck. Doch noch ehe es dazu kommen durfte, wurde erst mal in aller Gemütlichkeit eine Aufzeichnung für eine Fernsehankündigung abgewickelt. Ob es nun dazu dienen sollte, gleich klar zu machen, daß sie es eigentlich nicht nötig hätten, ausgerechnet in der Promille zu musizieren? Ich weiß es nicht, aber es machte fast so den Eindruck. Da entschied ich mich, erst mal ordentlich essen zu gehen, um dann später in der Promille so richtig Party mitzumachen. Die Formation hatte ich halt so in Erinnerung, daß sie, obwohl der ein oder andere Mitmusiker etwas arrogant erschien, eine klasse Stimmung zu verbreiten weiß. Tja, und trotz viel gepriesener Professionalität, gelang es der zehnköpfigen Band irgendwie so überhaupt nicht, mich da vom Hocker zu reißen. Die drei hochherrschaftlichen Damen am Gesang schwebten während einer Pause mit solch hocherhobenen Hauptes durch das Lokal, daß man die Daumen drückte, daß endlich mal eine stolpert. Ganz zu schweigen von der eklig arroganten Ausstrahlung von Leadsänger Chris Tanzza. Um diese Person zu beschreiben fallen mir sicher äußerst passende Begriffe ein, aber ich kann mich benehmen...Reicht es aus, eine gute Stimme zu haben? Na, Gott sei Dank sind die Gnädigsten am Gesang ja nicht allein auf der Bühne - der Rest konnte meine positiven Erinnerung an diese Truppe aktivieren. Wie auch immer - musikalisch gab es da gar nichts zu beanstanden und ich habe bereut, denen nicht einfach von draußen zugehört zu haben. Dann wäre ich sicher nicht so enttäuscht gewesen - lange konnte ich dieses affektierte Gehabe aber auch nicht aushalten...Womit ich wohl bemerkt auch gar nicht so allein dastand. Es gab da Menschen, die nach diesem Getue am Eingang wieder umdrehten. Zwar waren rund 130 treue Fans anwesend, allerdings kannte ich die Konzerte der Soul-Kanonen etwas ausverkaufter...und vor allem nicht mit einer so extrem aufgesetzten Partystimmung. Wi

Rock die Weihnachtspein

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Wieder einmal eine wunderbar besinnliche Feierlichkeit im Rahmen des JZ Süd.

Genau wie Anfang des Jahres bei einer kleinen Faschingsfete, war diesmal die 23 Uhr Beschränkung eine Stunde aufgestockt worden, um den Bürgern den Abend zu versüßen.

An diesem Freitag dem 11. Dezember trug es sich also zu, dass einige Weihnachtsmänner in den Katakomben und Gewölben des JZ ihr Wesen trieben, indem Sie jeden Gast dazu anhielten, ein Weihnachtsgedicht oder einen Witz preiszugeben. Da aber anscheinend niemand ein Gedicht wußte, wurden mit Vorliebe auch versaute Witze angenommen. Nach diesen gab es dann am meisten von dem Schokoladenzeugs aus dem Sack des Weißbarts.

Es wurde auch einen Tombola veranstaltet, die Preise waren phänomenal, glaube ich. Soviel zum angenehmen Randprogramm des Weihnachtskonzertes.

Gespielt wurde natürlich auch ein wenig. Zu Anfang erstmal „... and his child" mit düster Pop. Falsche Wahl für diesen Abend, wie ich meine, passte auch nicht zu den anderen Bands.

Dann kamen zum Beispiel die beispiellosen GURKEN-DIEBE. Die Reinkarnation der Gebrüder Blattschuss begannen wie wir sie kennen. Mehr Ver- als gespielt, aber alles so, dass es irgendwie eins wurde, zumindest nach gehörigem Alkoholgenuß. Es wurde ein Kompott aus Altbekanntem und Unbekanntem, wobei heute mehr der Tag für Altbackenes war, man wollte sich so recht nicht auf neue Sachen konzentrieren, nicht heute.

Heute war aber in Wirklichkeit der Tag der Tage, man sollte die Götter des Psychopunk supporten, doch dazu später mehr. Erst einmal mußten die Massen in Wallung gebracht werden, denn bei der Vorband wollte es nicht so recht wallen. Nach den ersten drei Songs wurde dies auch ohne Zwang geschafft, so dass es jetzt fast so schön wie Weihnachten war. Den einzigen faden Beigeschmack erzeugte ein nicht mehr ganz nüchterner „Fan", der unbedingt meinte „Kulturfrühstück" singen zu können, respektive zu müssen. Gut das dieses Lied nicht eines der längsten der GURKENDIEBE ist, so das diese Tortur nach einigen Minuten ein glückliches Ende fand. Der „Fan" war tot, oder sah zumindest so aus, nun konnte langsam aber sicher die UNVORSTELLBARE PEIN über uns alle hereinbrechen. Seit zwei Jahren machten sie sich rar, um wieder mal alles zu geben was ich erwartete. Es war ein Feuerwerk des Psychopunk, so wie ich es in Erinnerung hatte. Diese Lieder diese Menschen diese Texte, was hatte ich sie vermisst. Wie lange hatte ich gewartet auf „Hans Meiser" oder auf „Else Kling" geschweige denn auf die Klassiker „Hyper, Hyper" oder „Say Captain, say what". Wobei die UNVORSTELL-BARE PEIN auch nicht mehr als drei Riffs braucht, um die Halle zum Beben zu bringen. Jeder scheint sie zu kennen, zu lieben und kaufen zu wollen. Die CD´s gingen nach dem Konzert jedenfalls gut weg. Und da ich auch einer der glücklichen Besitzer dieses Machwerks bin wird ein CD Review auch nicht lange auf sich warten lassen. Lassen wir das Photo sprechen und freuen wir uns auf die Verhackstückelung der aktuellen CD der UNVOR-STELLBAREN PEIN in der nächsten Willi. apam

Sir Price

ließen im Bahnhof den Zug abfahren

Bisher wurde im Bahnhof Pelkum meist nur zum Frühschoppen Live-Musik angeboten, dabei handelte es sich fast ausnahmslos um Jazz.

Doch nun kamen Sir Price aus Hamm, um auch einmal abends das Publikum zu unterhalten und sie überzeugten nicht nur die jungen Gäste, sondern sie zogen jedes Alter in ihren Bann. Selbst in kleinster Besetzung (sechs Mann) boten sie alternativen Pop vom Feinsten.

Sir Price das waren: Frederik Treese (Gesang), Arndt Worbis (Lead-Gitarre), Anreas Eickmann (Gitarre), Carsten Dierkes (Keyboard) Andreas Brandt (Bass), Mike Schulte (Schlagzeug) und Ingo Grefer (Harp).

Nach 2stündiger Darbietung mit nur einer kleinen Verschnaufpause und mehreren Zugaben waren die ca. 80 Zuhörer völlig erschöpft und entließen die Jungs zu ihrem wohlverdienten Feierabendbier an den Tresen. Als kleines Dankeschön und zur steten Erinnerung läßt „Paul" der Wirt hin und wieder ihre CD im Bahnhof erklingen.

Ganz begeistere Gäste können die neue CD von Sir Price übrigens käuflich erwerben. Produziert wurde die CD im „Sound Station" in Ratingen.

Beim Bundes-Pop-Preis 1998 in Kassel kamen Sir Price in die Endausscheidung. Von 1700 gemeldeten Bands wurden 70 Bands ausgewählt. Ein toller Erfolg, wie wir finden. Toll wäre auch, wenn im Bahnhof Pelkum öfter mal abends der Zug abfahren würde.

Good-bye, MISTA FIDGET

- Das Abschiedskonzert -

Eines vorab: Es gab in Hamm eine erstklassige Band, die ist sozusagen „kaputt gemanagt" worden. Das waren „Inspector". Über die diversen Profilneurosen der beteiligten Möchte-gern-Manager decken wir lieber das Tuch des gnädigen Vergessens.

Die andere musikalisch erstklassige Band ist „kaputt geschrieben" worden. Ich behaupte: Die Band, die nicht das Biertrinker-Blues-Session-Publikum bedient, oder die ältesten Oldies peinlich verquirlt, hat kaum eine Chance auf ein aufmerksames Publikum und einen Schreiber, der auch zuhören kann. Allerdings könnte man auch sagen, dass Mista Fidget „kaputt gemischt" worden sind, wie auch bei diesem Abschiedskonzert am 12. Dezember im Haus Wiemann.

Eine gutgelaunte Diana Wißner begrüßt die 35 Gäste teilweise vor dem Auftritt noch persönlich. Victor Smolski ist auch dabei, bekannt noch von des „Inspector" s.o. Martin Duda, der ehemalige „Khin Shasa" Trommler zeigt guten Geschmack und ebenso Gerd Spangemacher, der abends mal keine Fahrschule hat. Und dann geht's los: Melodiöser Rock, der etwas an die Hippie-Ära und den Sound von Jefferson Aerplane oder Fat Mattress erinnern könnte - ja, könnte, denn der Sound ist grottenschlecht. Trotzdem behaupte ich aber, daß Mista Fidget auf eine große Bühne gehören. Auf den Punkt spie-len, akzentuiert, sauber und ideenreich arrangiert, das können sie alle, ohne viel Aufhebens davon zu machen. Aber heute Abend ist das Schlagzeug, obwohl nicht verstärkt, zu sehr im Vordergrund und Dianas Gesang irgendwo weit hinter der Bühne - schade.

Und die Zukunft? Volker wird wohl bald bei einer Reggaeband des Bass spielen, Diana hat ein Independent-Projekt in Oldenburg, Mario trommelt immer schon auch anderswo - für alle Beteiligten geht die musikalische Reise weiter.

Wer wirklich gute Rockmusik hören will, geht zu SATURN und holt sich die restlichen CD's von MISTA FIDGET.(mt)

„Ich muß noch was beRICHLINGEN"

Mathias Richling in Hamm

Die Maxihalle bebte

Ich war schon sehr erstaunt, als ich vom Veranstalter die Presseanweisungen erhielt. Mathias Richling wünschte absolute Pünktlichkeit des Publikums, keine Getränke, kein Fotografieren im Saal und so weiter! Als wir um 19.40 das Foyer der Maxihalle betraten, räumte der Gastronom bereits seine Theke leer, wir bekamen gerade noch das letzte Bier. Sehr gemütlich. Sei's drum, wir betraten pünktlich zur Vorstellung die nicht ganz ausverkaufte Halle und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Zwei Minuten nach zwanzig Uhr hörten wir ein Flüstern, welches hinter der Bühne hervorzukommen schien. Ein aufgeregter Mann beriet sich offensichtlich mit einem Berater, ob er das, was er sagen wollte, sagen sollte. Man entschied sich dafür. Und nun ertönte in breitem Schwäbisch: „ . . . nit fotografiieere, nit raauuuche, keine Wurschtpakäte, keine Kääkse, auch nit, wenn sie net kracke . . . ich wünsche Ihnen zwei traumhafte Stunden voller Entbehrungen." Spot an - Peng - Matthias Richling sprang auf die Bühne, und von nun an hatte das Publikum keine ruhige Minute mehr, und überhaupt keine Zeit mehr, an rauchen oder essen zu denken.

Er führte einen Rundumschlag gegen die bundesdeutsche Politikerszene, stellte fest, daß sich mit dem neuen Bundeskanzler eigentlich gar nicht soviel geändert hatte. Es habe keinen politischen Wechsel gegeben, nur ein neues Gesicht. Und, es sei längst nicht mehr so komisch. Natürlich konnte es sich Richling nicht verkneifen zu erzählen, was der alte Kanzler, wörtlich, wirklich wörtlich gesagt habe: „Die Schwierigkeit ist das Problem". Ein wahrhaft weises Wort. Während der schwäbische Kabarettist seine Wortgewitter über uns entlud, wanderte er stets über die Bühne durch seine Dekorationen, putzte unentwegt seine Brille und wischte sich mit einem schwarzen Tuch den Schweiß ab.

Dann fiel auf der rechten Seite der Bühne die Tonanlage aus. Richling rettete die Situation derart perfekt, daß man annehmen konnte, das Malheur gehöre zum Programm, was allerdings nicht so war, denn nach der Show bekam die Crew ordentlich Schelte. Natürlich bekam Herr Schröder und seine Mannschaft auch sein Fett weg (Diese Regierung - das organisierte Gebrechen), aber das hielt sich noch in Grenzen. Das kommt schon noch. Und Claudia Nolte, die ja eine so hohe Summe als Abfindung bekam . . . „ . . . bei der hätten eigentlich wir die Abfindung bekommen müssen!" Und: „Kohl hat ja jetzt überhaupt nichts mehr zu sagen, deshalb hat er sich einem Facelifting unterzogen. Er hat sich die Zunge zurückoperieren lassen." Und überhaupt sei die CDU lediglich nur noch eine rechte Splitterpartei.

Das Publikum tobte und holte Mathias Richling am Ende zwei Mal auf die Bühne zurück, er war aber auch in Höchstform. Einfach genial, was dieser Mann alles ohne Textblatt auswerfen kann, und ich verstehe es gut, daß er sich durch nichts ablenken lassen möchte.

Daß er aber nicht, wie versprochen, nach der Vorstellung seinen Fototermin eingehalten hat, nehme ich ein klein Wenig übel. Der Willi-Fotograf mußte sich also mit einem Requisit zufrieden geben . . . (Hh.)

Neuer Anfang im Corner Inn?

LACK OF LIMITS

„Tempo-Folk" an der Alleestraße

Was lange währt, wird endlich gut, sollte man jedenfalls meinen. Überzeugen konnte man sich davon am Samstag, den 12. Dezember. Seit etwa vier Wochen wiedereröffnet, veranstaltete das CORNER INN das erste Konzert in der derzeitigen Öffnungsphase, und zwar mit einer außergewöhnlichen Band: „LACK OF LIMITS" heißt die Band, die ihre Musik selbst als „Tempo-Folk" bezeichnet. Mit Acoustic-Guitar, Bass, Geige, Saxophon, Trommel und Didjeridoo hatte die vierköpfige Gruppe ein interessantes Instrumentarium, welches sie ebenso äußerst interessant einzusetzen vermochte. Das Irische in den Musikern dominierte, obwohl alle aus deutschen Landen, wies die Kleidung, die mentale Einstellung und die Musik auf das Lebensgefühl der „Grünen Insel" hin. Ein schöner weißer Hund, offenbar ein Bandmitglied, lag unter der Bank hinter der Band und pennte. Ich würde das als grobe Mißachtung werten, aber vielleicht war er einfach nur müde von Karnickeljagen, die es auf der Alleestraße schließlich in Massen gibt. Der Sound der Band war hervorragend, die Anlage klein aber fein. Der Gesang ließ vermuten, daß die drei Musiker und die Musikerin viel Zeit mit Proben verbringen, und sein Instrument beherrschte ein jeder ohnehin. Das CORNER INN war recht gut gefüllt, dafür, daß kein Eintrittsgeld erhoben wurde, allerdings nicht gut genug. (Die Lauschepper waren wohl verhindert). Lediglich ca. zwanzig Zuschauer aber interessierten sich für die Band, die hinten im Saal auftrat. Leider auch nichts Neues mehr in Hamm. Etwas gewöhnungsbedürftig war der Sound von „Lack of Limits" schon, wer echten Rock´n Roll mag, kann sich nur schwer an das manchmal dudelige Gedudel der irischen Folk-Music gewöhnen. Mir geht es ähnlich, aber man muß flexibel sein, um geistig auf der Höhe zu bleiben. (Au weia, d. Red.) Qualität jedenfalls hatte die Gruppe, das muß man ihr bescheinigen, und das Publikum im Saal war begeistert. Und die Gäste vorn in der Kneipe fühlten sich zumindest nicht belästigt. Immerhin ist das auch schon ein Erfolg. (Na ja!) Wie es programmmäßig (neue Schreibweise) im CORNER INN weitergeht, weiß ich noch nicht, ich würde vorschlagen, Willi lesen! (Hh.)

„Home Cookin' Hot & Spicy"

Dixieland mit der New Iberia Jazzband im Sägewerk

Ich weiß, ich nörgel zuviel. Bei Dixieland und New Orleans - Musik denke ich manchmal an biertrinkende Studienräte mit Bauch und schlechtsitzenden Jeans.

Andererseits ist diese Musik ja schon eine Generation weiter. Wer weiß, dass John Lennon erste Erfahrungen in der Skiffle - Band von Lonie Donnegan sammelte, der weiß, dass die heute gut 60jährigen zu ihrer Sturm- und Drangzeit nur die Wahl hatten zwischen Dixie und frühem Rock'n Roll, so wie zehn Jahre später zwischen den Beatles und den Rolling Stones.

Wenn dann Franz Brittinger, Leader und Klarinettist, seinem Klavierspieler, als Aufforderung zu einem Solo die Ellenbogen zwischen die Rippen haut, dann fragt man sich fast wehmütig, was DJ Bobo und WestBam wohl mit 60 Jahren machen werden. Am Piano übrigens: Hans „Sahne" Granderath.

Dann will man noch lästern, dass Charlie Watts wohl ein hektisches Temperamentsbündel ist, verglichen mit New Iberia Trommler Peter Wechlin. Aber genau in diesem Augenblick spielt dieser nur auf Bass, Snare und Hi-Hat ein Solo, dass einem fast die Spucke wegbleibt! Manfred Möhl am Banjo nimmt auf, und dann geht im wahrsten Sinne die Post ab.

Die alten Hasen haben abends zuvor gefeiert, aber nach zwei Stücken zeigen die „Sultans of Swing", dass sie sich nicht ausruhen müssen, wenn sie auf den Stühlen sitzenbleiben. Sie können es eben auch so.

Das Nörgeln habe ich mir übrigens abgewöhnt. Jede Musik wirkt einfach nur in der passenden Umgebung richtig gut. Und das Sägewerk in Günne ist wirklich der mit Abstand schönste Club, den ich kenne. Und die Fahrt dauert ab dem Hammer Osten auch nur ca. 40 Minuten, bei gemächlicher Fahrweise. Einfach mal ausprobieren:

Mit dem Auto nach Werl, dann nach Bremen, dann in Richtung Möhne fahren. In Richtung Ense-Niederense abbiegen. Kurz vor der Möhne-Sperrmauer ist man am Ziel. Wenn es mal gerade keine Musik gibt, ist mit Sicherheit die Speisekarte einen Ausflug wert. Westfälisches gibt es, und reichlich. Während der kurzen Wartezeit bestaunt man die zahlreichen antiken und exotischen Musikinstrumente, die als Deko die Wände zieren, oder einfach die gelungene Innenarchitektur. (mt)