Vorschau

WIENER OPERETTEN THEATER präsentiert: DIE FLEDERMAUS

Wie kann man das neue Jahr besser begrüßen als mit dem Besuch einer heiteren, lebensbejahenden Operette. Wenn es dann noch die Perle der Operettenliteratur, aufgeführt von einem erstklassigen Ensemble ist, dürfte einem Besuch nichts mehr im Wege stehen. Am Samstag, den 2. Januar 1999 um 20 Uhr gastiert das renommierte „Wiener Operetten Theater" im Maximilianpark Hamm. Als einmaliges Sondergastspiel gelangt die berühmte Operette „Die Fledermaus", das Meisterwerk von Johann Strauß, zur Aufführung. Das Publikum darf sich auf eine Aufführung freuen, die alle guten Geister des Humors, der Wiener Walzerseligkeit und froher Laune in sich vereint. Als Johann Strauß das Textbuch zur „Fledermaus" erhielt, vergrub er sich in seine Hietzinger Villa, vergaß Essen und Trinken und schrieb wie in einem Rausch in 43 Tagen und Nächten sein unsterbliches Meisterwerk - die schönste aller Operetten, die das Publikum immer wieder aufs Neue verzaubert. Was soll man noch zum Ruhme dieses einzigartigen Werkes sagen? Daß sich in der „Fledermaus" alles zusammengefunden hat, was das Wesen der Operette ausmacht. Das „Wiener Operetten Theater" ist ein traditionsreiches Ensemble. Es wurde 1938 gegründet, und im Rahmen seiner Aufführungen sind Stars wie Richard Tauber, Rudolf Schock, Giuseppe di Stefano, Dagmar Koller und viele weitere aufgetreten. Es gastierte bereits in nahezu allen Ländern Europas, in den USA, in Kanada und in Israel.

Die Besetzung der kommenden „Fledermaus" - Aufführung umfaßt ein internationales Solisten Ensemble mit Künstlern aus Wien, Salzburg, Berlin und Zürich sowie ein Wiener Ballett in großen Tanzeinlagen und ein Operettenorchester unter der Leitung von Harry Doelker. Die Inszenierung hat Zdenko von Koschak besorgt, die Bühnenbilder und Kostüme wurden von Uta Kabelburg geschaffen, für die Choreographie zeichnet Jana Heinzl.

Am 2. Januar 1999 um 20.00 Uhr im Festsaal des Maximilianparks.

Das Europa Musical-Theater präsentiert:

Das Phantom der Oper

Jeder kennt sie, die weltberühmte Geschichte von Gaston Leraux. In der Pariser Oper geschehen unerklärliche Dinge. Tote werden gefunden und Kronleuchter fallen ins Parkett. Die Story vom verliebten Gespenst in der Oper, das den Tempel der hohen Kunst und damit alle bürgerliche Behaglichkeit terrorisiert, gelangt in dieser Inszenierung zum ersten Mal in deutscher Sprache zur Aufführung.

Gaston Leraux hat seine Aktualität auch heute nicht verloren - weder für die Leser, noch für die Forschung, die jetzt auch sein Werk zu entdecken beginnt. Es ist gewiß kein Zufall, daß der Geschmack am Geheimnisvollen und am Unheimlichen in der Literatur genau in dem geschichtlichen Augenblick ein-setzt, in dem in der geistigen Welt durch die Aufklärung und im praktischen Leben durch die bürgerliche Zivilisation mit dem Unerklärlichen und dem Unberechenbaren aufgeräumt und ein bisher nicht gekanntes Maß an Ordnung und Sicherheit hergestellt worden war.

Am 20. Januar 1999 um 20.00 Uhr im Festsaal des Maximilianparks

Neues Theater Halle:

Urfaust


J. W. Goethe

Faust ist verzweifelt. Er kann nicht erkennen, was die „Welt im Inneren zusammenhält" , Bücher, Magie und Geisterbeschwörungen geben auf die Frage keine Antwort. Da eröffnet sich ihm eine Möglichkeit - die ungebrochene Kraft des Bösen. Mephisto bietet ihm den Pakt: Alles auf dieser Welt für Faust, der Preis ist seine Seele.

Der arme Teufel kommt allerdings in große Schwierigkeiten, als Faust Gretchen begegnet und eine eigenartige Liebesgeschichte beginnt. Mit List und Tücke wird das Mädchen soweit gebracht, daß sie nur ihren Gefühlen folgt. Ahnungslos gerät sie in den Strudel der Folgen. Faust genießt das Erlebte, analysiert seine Emotionen, und es treibt ihn weiter auf der Suche nach Erkenntnis und der Wahrheit des Lebens.

Gretchen bleibt auf der Strecke, wie viele Geschöpfe unserer Welt. Verloren nimmt sie ihr Schicksal hin.

Köstlich der Mephisto, der mit Witz und Ironie die Szene beherrscht. Und ein Faust, der in all seinen Verirrungen erst am Ende begreift worauf er sich eingelassen hat. Ein Gretchen, die eine Verwandlung vom naiven Mädchen zur leidenschaftlichen Liebhaberin bis zur tragischen Irren durchmacht.
Am 12. Januar 1999 um 20.00 Uhr im Saalbau Bockum-Hövel.

Teatron Theater:

Der Zwerg von Pär Lagerkvist

Der ZWERG - dargestellt von Yehuda Almagor - erzählt die Lebensgeschichte eines Hofnarren an einem italienischen Renaissancehof, der über die Intrigen und Liebesabenteuer am Hof berichtet und schließlich selbst in dessen Angelegenheit eingreift - und das nicht als Werkzeug seines Herrn, eines ebenso kriegerischen wie kunstbeflissenen Fürsten. Gedemütigt und sich als Außenseiter fühlend, leidet der Zwerg jedoch auch an maßloser Selbstüberschätzung und fühlt sich als eigentlicher Herrscher. Die Haßliebe zum Regenten und die Verehrung für die alternde nymphomanische Fürstin lassen den Zwerg zum gefährlichen Täter werden. Offen gesteht er seine sadistischen Neigungen ein und offenbart sich als blutrünstiges Monster.

Am 15. Januar 1999 um 20.00 Uhr im Bürgersaal der VHS.

BARJAZZO

Jazzstandarts... und mehr !

Gepflegte, stilvolle Atmosphäre, Jazz als Lebensgefühl - das ist Barjazzo: Vier Musiker um die Sängerin Christina Michel. Geboten wird Mainstream-Jazz der Extraklasse in traditioneller Besetzung -

Gesang: Christina Michel (Gesangsstudium an der Folkwangschule, Mitglied im Chor des Theater Hagen, Solopreisträgerin bei „Jugend Jazzt" 1996).

Kontrabass / e-bass: Denis Prosenc (Mitglied der BigBand der Musikhochschule Dortmund, mehrere CD-Produktionen unter eigenem Namen, Träger des Förderpreises der Prof. Jan Nattermann-Stiftung).

Piano /Fender Rhodes: Tim Kersebohm (Pianist der BigBand der Musikhochschule Dortmund, Sonderpreisträger bei „Jugend Jazzt" 1997).

Drums / percussion: Michael Vossmann (Schlagzeuger der Rockband „Will O'The Wisp" und damit mehrere CD-Produktionen, Engagement am Theater Hagen).

Das Repertoire von Barjazzo besteht hauptsächlich aus innovativen Neubearbeitungen traditioneller Jazzstandarts, aber auch aus Funk-Stücken, Latin-Songs und Balladen - wer kennt nicht Evergreens wie „The Girl From Ipanema", „Autumn Leaves" oder „Satin Doll"... Ansonsten gestaltet sich das Programm sehr variabel - aus einem eher zurückhaltenden Auftritt kann auch schon mal eine heiße Jam-Session werden... Je nach Stimmung der Zuhörer! Auch die Fachleute sind sich einig - neben mehreren Rundfunkübertragungen kann Barjazzo auch eine Auszeichnung beim begehrten Landeswettbewerb „Jugend Jazzt" vorweisen und die Ruhrnachrichten schrieben im November 1997: „Diese Band treibt einem den Swing in die Beine".
Am 16. Januar 199 um 21.00 Uhr im Haus Wiemann

Lady Godiva

- Irish-Folk-Punk

Im Sauerland gibt es natürlich nicht nur Cowboys und Talsperren! Aus den Niederungen des Sauerlands, genauer gesagt aus Her-dringen, stammen zum Beispiel auch diese sieben, etwas durchgeknallten Typen, optisch und akustisch durch ein mutiges weibliches Wesen verstärkt, welche sich außer mexikanischen und keltischen Nationalgetränken seit geraumer Zeit verstärkt einer extrem tanzbaren Mischung aus Irish-Folk, Rock und Punk widmen. Einige Festivals und Konzerthallen mittlerer Größenordnung zollten dem wilden Treiben bereits ihren Tribut, wenn sie auf den Bühnen des Landes ihr Ding durchziehen und dabei oft 100, 1000 oder auch 5000 Leute etwas verwirrt kreischend und johlend durch die Gegend hüpfen! Ob das an der blechernen Blockflöte oder der Mandoline liegt, weiß niemand so genau; jedenfalls nennt sich die schräge Truppe LADY GODIVA. „Whisky you're the devil" heißt das Debüt und „Tales of kings and boozers" der zweite Streich. Aus zartschmelzenden Traditionals werden heiße Punk-Num-mern und übertragen den volksfestartigen Charme auf das Publikum.

Du hörst die Lieder von Irland, Liebe und Whisky und es hibbelt die ganze Zeit Dein rechtes Bein mit. Eigentlich willst Du damit aufhören so komisch rumzuzappeln, aber Du bekommst Dich ab jetzt nicht mehr unter Kontrolle! Jetzt nicht mehr! Na dann, viel Spaß!
Am 30. Januar 1999 um 20.00 Uhr in der Titanic in Sendenhorst

GERD DUDENHÖFER spielt HEINZ BECKER

„Basta!"

Böser als Beltz, penetranter als Polt, ekliger als Alfred, ruchloser als Richling und hartgesottener als Harald Schmidt fährt HEINZ BECKER alias Gerd Dudenhöfer in seinem neuen Programm mit dem Mähdrescher durch die Vorgärten der political correctness.

Privat ist Dudenhöfer umgänglich, aufgeschlossen, aufmerksam und grundgut, in einem Wort saarländisch katholisch. Ein Mensch wie du und ich. Er liebt große Autos, große Weine, und große Kleidung (XL). Zwei wohlerzogenen Kinder und eine Frau nennt er sein eigen, und in den Tourneepausen ist er daheim ein gern gesehener Gast, nicht zuletzt weil er dann den Hund bürstet und den Rasen mäht.

Im Gegensatz zu seinem letzen Programm „Wald-meister mit Beigeschmack, welches den Meister vor einem filmreifen Stück Stadtwaldkulisse in Szene setzte, schwätzt Heinz Becker in „Basta" bühnenbildfrei voran. Die Requisiten: Ein Tisch für das zentrale gestische Ausdrucksmittel (das Auftippen und Bohren mit dem Mittelfinger) und ein Stuhl für die zentrale Botschaft „Ich kann net mehr wie schaffe". Nichts wohin das Auge flüchten könnte, wenn Heinzens Jubiläumsoutfit (20 Jahre Komiker) seine verstörende Pracht entfaltet. Ein Trainingsanzug (kein Joggingdress!") mit Oberhemd darunter, braune Schnürschuhe und eine braune Batschkappe aus Wildleder.

Kein Vorhang trennt Bühne und Zuschauerraum, ungeschützt sitzt der Mensch vor seinem Heinz. Der ist der einzige auf der Welt, der etwas tut. Für alle anderen „schafft" er mit. „Die" sind nur dagegen. Oppositionell. Wie sein Sohn Steffan, der partout Kroketten anstelle von Salzkartoffeln will. Die frittierten Kartoffelröllchen kommen Heinz Becker zwei Stunden lang hoch. Wehe dem, der sich da zu Zwischenrufen versteigt. Er wird mit Mutterwitz zu Püree gemacht. Denn Gerd Dudenhöfer hat sein neuntes Programm nach eigenen Angaben „mehr aus dem Bauch von Heinz geschrieben als aus dem Hirn des Kabarettisten".

Eins ist sicher: Heinz Becker gibt es, er ist bei uns, an ihm kommen wir nicht vorbei. Jedenfalls nicht in diesem Jahrtausend. Beruhigend zu wissen, daß Heinz Becker in Wirklichkeit nur der verkleidete Gerd Dudenhöfer ist.

Ab Januar ist Dudenhöfers HEINZ BECKER mit „Basta!" auch in NRW zu sehen. Im Rahmen der Tournee macht er am 10. Februar um 20.00 Uhr Station im Maximilianpark Hamm.

Der Vorverkauf läuft bereits auf vollen Touren und Karten gibt es bei den Geschäftsstellen des Westfälischen Anzeigers und bei allen CTS Vorverkaufsstellen.

Kulturwerkstatt im Januar

Das Veranstaltungsjahr in der Kulturwerkstatt beginnt diesmal erst am 27. Januar. TOUCH OF BLUE wird in der Reihe „HAMMER-Spitze" beweisen, daß sie dazu gehören, zur Spitze. Balladen, schräge Rock-Sounds, Blues „In a new tradition" - alles wird lebendig.

Die Formation um Sängerin Silke Wollbold wird ihr Konzert am Mittwoch, 27. Januar um 21.00 Uhr beginnen. Übrigens, der Mittwoch ist ab sofort der neue „Hammer-Spitze-Tag". Die Kulturwerkstatt sucht noch Bands für diese Reihe - Bitte melden, unter Tel. 02381/44891!

Eine kleine Vorschau: Am Samstag, 6. März 1999:

Billy Bremners ROCKPILE

Ehemalige DAVE-EDMUNDS-BAND („I hear you knocking")

Die Band, mit der Dave Edmunds Rockgeschichte geschrieben hat, wird live im Hoppe Garden der Kulturwerkstatt zu erleben sein. Viele der legendären Rock´n Roll-Hits (Knife and Fork - I knew the Bride - Generation Rumble) wird Billy Bremner, der Gitarristen-Kumpel von Dave Edmunds, mit ROCKPILE am 6. März „Full Power" in den Hoppe Garden schmettern. Ein absolutes Muß!

Am Samstag, 8. Mai 1999:

BIG JACK JOHNSON and THE OILERS

Perfekter, kraftvoller Blues aus Clarksdale/Mississippi

Der schwergewichtige farbige Sänger, Songschreiber und Gitarrist BIG JACK JOHNSON wird zusammen mit seiner Band THE OILERS (Maury Sasloff, Chet Woodward und Jazzy Blue)

mit rauhem, authentischen Mississippi-Blues die Bluesfreunde im Hoppe Garden zu begeistern wissen. Die amerikanische Presse schrieb 1998 „Big Jack Johnson ist all das, was Robert Cray niemals sein wird, der originellste lebende Bluesmusiker". Mit im Gepäck ist natürlich die aktuelle CD „We got to stop this killin´". Willi hat schon ´reingehört - Bombastisch! Übrigens, das Konzert wird gesponsort von Siggi Ridder!