In den 20er Jahren standen viele Gitarristen vor einem Problem: ihre Gitarren waren, gegenüber den damals populären Instrumenten wie Saxophon, Trompete und Banjo, viel zu leise. Der Wunsch nach mehr Lautstärke machte sich breit, denn es gab ja noch keine Elektrogitarren. Zur Lösung dieses Problems entwickelten die in die USA emigrierten tschechischen Brüder John und Rudy Dopyera 1927 die erste Resonator-Gitarre.
Hierzu wurden in die Mitte des Korpus drei Metall-Resonatoren mit einer zusätzlichen Membran eingearbeitet und der eigentliche Holzbody durch einem Aluminiumkorpus ersetzt. Das Resultat war die gewünschte Verstärkung und Kräftigung des Tons. Doch es ist nicht die Lautstärke allein, sondern auch der, gegenüber herkömmlichen Akustikgitarren, spezielle Klang welcher dieResonator-Gitarre so beliebt und einzigartig gemacht hat.
Beschreiben läßt er sich mit den Worten "blechern" oder "metallisch". 1928 produzierte John Dopyera dann eine günstigere, mit einem Holzkorpus versehene Gitarre mit nur einem Resonator und einem spinnenartigen Steg (Spider Bridge) unter dem Firmennamen "Dobro" (Dopyera Brothers). Unter diesem Namen trat das Instrument dann auch seinen Siegeszug an und wurde als Dobro-Gitarre zur Legende. Sie hat üblicherweise eine leicht erhöhte Saitenlage, was vor allem bei der Slide-Technik von Vorteil ist, aber sie kann auch für das normal gegriffene Spiel benutzt werden, so wie es beispielsweise Mark Knopfler von den Dire Straits demonstriert.
Neben den beiden Original Gründerfirmen "National" und "Dobro" sind mittlerweile auch zahlreiche günstige und gute Modelle erhältlich.