Zu beschwerlich ist der Weg von Hamm nach Bockum-Hövel, daher verkehre ich nur selten im Haus Wiemann". Den Hinweg könnte man ja gerade noch so mit dem Bus bezwingen, wenn man passionierter Busfahrer wäre. Der Rückweg ist jedoch nur mit dem Taxi möglich, (15,- bis 18,- DM) es sei denn, man findet einen Gutmütigen*, der nix trinken will. Wenn allerdings mal wieder ein Konzert stattfindet, nimmt man die Strapazen schon mal auf sich. (Oder? Siehe Konzertbericht) Seit Hamm´s attraktivster Gastwirt Paul Tapprogge die Leitung der Bockum-Höveler Traditionsgastätte in jüngere und schönere Hände abgegeben hat (lieber Paul, sei mir nicht böse, aber Aljona sieht einfach noch besser aus, als Du) hat sich am äußeren Erscheinungsbild der Kneipe nicht allzu viel verändert. Das Krokodil mit dem zugenähten Arschloch unter der Decke ist verschwunden, und die nackten Hühner hinter der Theke sind wohl endlich im verdienten Kochtopf gelandet. Der Dart-Automat steht noch hinten im Saal, Gottseidank nicht mehr auf der ohnehin kleinen Bühne, und der Billardtisch - ehrlich gesagt habe ich nicht darauf geachtet. Aber ein solches Glücksspielgerät (jedenfalls für mich) ist nun mal sehr klein, das kann man leicht übersehen. Eine wirklich erfreuliche Neuerung ist allerdings Aljona, die nette Wirtin, die seit einiger Zeit das Lokal am Pankratius-Platz führt. Sie ist freundlich und aufgeschlossen und kümmert sich persönlich um ihre Gäste, was denen natürlich besonders gefällt. Ich kann mich da an Szenen mit den früheren Wirtsgattinnen" erinnern . . ! Die Spirituosen-Bar ist, wie auch schon beim Vorgänger Paul, reichlich bestückt. Es gibt eigentlich alles, was man so mag. Wir bekamen zum Beispiel einen wirklich echten russischen Wodka eingeschenkt. Wen wundert´s, schließlich kommt Aljona von da wech. (Aua, d. Red.) Eine Speisenkarte konnte ich nicht entdecken, was nicht heißen soll, daß es keine gibt. Ein Schild hinter der Theke wies jedoch auf ein Schnitzel-Gericht hin, was mir auch schon als ausreichend entgegenkommen würde. (Wissen wir, d. Red.) Das Bier ist gut gezapft, allein die Zahl der Gäste ließ zu wünschen übrig. Aber, es gab ja auch Jazz-Musik zum Dinner. (Willi berichtet) Die Toiletten sind ebenfalls unverändert, aber man muß sich nicht mehr die Nase zuhalten. Das hat natürlich auch was für sich. Man kann jetzt beide Hände benutzen und pinkelt sich nicht mehr so leicht auf die Schuhe. (Bääh, d. Red.) Also Leute, rafft Euch mal auf und rennt der Aljona die Bude ein. Sie wird sich freuen. (Hh.)
(* einen Dummen)