Im Gegensatz zu Südamerika wird dieses Instrument bei uns noch viel zu selten genutzt oder ist überwiegend auch vollkommen unbekannt. Eigentlich sehr schade, denn mit dem Berimbau lassen sich zahlreiche Effekte und Rhythmen erzielen.
Nicht zuletzt ist dieser Bogen auch eine echte Alternative für versierte Percussionisten, die neue Sounds in ihre Musik bringen wollen.
Das Prinzip der Klangerzeugung ist recht einfach: Eine Stahlsaite ist über einen Stecken aus Biribaholz gespannt und wird mit einem Stab angeschlagen, als Resonanzkörper wird eine halb-offene Kalebasse verwendet.
Was das Berimbau im Klang auszeichnet, ist der sogenannte "Wah-Wah-Effekt", der durch das Öffnen oder Schließen der Re-sonatoröffnung erzielt werden kann. Erreicht wird dies, indem der Resonanzkörper im rhythmischen Spiel gegen den Bauch gedrückt wird. Desweiteren wird der Klang des Berimbau von einem Caxxi (Korbrassel) begleitet, welches einfach am Mittel-finger der rechten Hand eingehängt wird. So raschelt es bei jedem Stockschlag mit und entwickelt so den typischen Rausch -Teppich. Mit einer Münze in der linken Hand kann der Spieler die Stahlsaite verkürzen, so daß sich eine weitere Soundvariante erzeugen, die den Zuhörer in ihren Bann ziehen kann.