Rückblick

Live from Clarksdale/Mississippi (USA)

BIG JACK JOHNSON & THE OILERS

Ein Gigant des Delta-Blues

Vor knapp einem Jahr kam Bäckereibesitzer i.R. Siggi Ridder zum Veranstalter der Kulturwerkstatt, und schwärmte ihm etwas von einem gewissen BIG JACK JOHNSON vor, den er in den USA gesehen hatte. „Kannst Du den nicht mal engagieren, ich sponsore das Konzert.„ Gesagt, getan, die Kulturwerkstatt ließ die Beziehungen spielen, hatte Glück, und so war BIG JACK JOHNSON mit seiner Band THE OILERS am 8. Mai 1999 im Hoppe Garden der Kulturwerkstatt zu Gast. Und wie es der glückliche Zufall wollte, war ich gerade drei Wochen zuvor mit zwei Freunden/innen in den USA (siehe Willi´s Reisebericht) und wir haben dann kurzentschlossen auf der Fahrt von New Orleans nach Memphis in Clarksdale/Mississippi, der Heimatstadt Johnsons, Halt gemacht. Und dort steht der „Oilman„ im Delta-Blues-Museum, direkt neben Muddy Waters. In den USA ist Big Jack also ein berühmter Mann. Und bei uns in Germany? Die Veranstalter waren überaus angenehm überrascht, denn 200 Zuschauer wollten den schwergewichtigen schwarzen Blues-Giganten erleben. Und daß es ein Erlebnis war, wird jeder der Anwesenden bestätigen können.

No Soundcheck„, meinte Big Jack zum Veranstalter. Er wollte es sich mit seinen „Oilers„ lieber auf der Hoppe Garden-Terrasse bei dem wunderschönen Wetter bequem machen. „Der hat gestern vier Stunden auf der Bühne gestanden„, erzählte mir der Tour-Manager. Was würde uns wohl heute erwarten?

Um 22.00 Uhr betraten THE OILERS, Chris Dean, Rhythm´n Lead-Guitar, Dale Wise, Drums und Maury „Hooter„ Saslaff, Bass, die Bühne und legten los mit einem schnellen Boogie. Der „Hooter„ ist ein Tier, er hämmerte auf seinem Bass herum, als hätte er ihm etwas getan, aber jeder Ton saß. Chris Dean an der „zweiten Gitarre„ erwies sich als routinierter Musiker, der bei den ersten beiden Songs den Gesang übernahm, bevor dann Maury Saslaff unter großen Applaus den Meister ansagte, BIG JACK JOHNSON, den Oilman aus Clarksdale. Der stöpselte seine Gibson in den Fender ein und donnerte seinen Blues in das begeisterte Publikum. Egal, was er spielte, Boogie, Slow-Blues, Blues-Rock, Funk oder Soul, alles kam direkt aus dem Bauch. Und direkt vom Mississippi, rauh, urwüchsig, ohne Weichmacher, und unheimlich laut. Allerdings nicht unangenehm laut, denn das Publikum wollte es so, das merkte auch die Band, die eine tolle Spiellaune an den Tag legte. Die wurde auch nicht gemindert, als Big Jack dreimal eine Saite riß, die er nur mit Hilfe seines „Hooters„ auf der Bühne wechseln konnte. Ja, ja, der Tequila . . .

Nur unterbrochen von einer viertelstündigen Pause spielte diese fantastische Band bis um halb Drei, ohne müde zu werden, mit einer Kraft und einem Feeling, die ihresgleichen suchen. Und direkt vor der Bühne tanzte ein weißhaariger älterer Herr wie ein junger Hüpfer, herrlich. Ein wundervolles Konzert, daß wir nicht zuletzt auch Siggi Ridder (Ridder - Wentigmann - Bäckereibetriebe) zu verdanken haben. Die Band wohnte noch bis zum Dienstag im City-Hotel, von dort ging es nach Norwegen, wo die Tour fortgesetzt wurde. Übrigens, das nächste von Ridder gesponsorte Konzert wird am 2. Oktober LITTLE WILLIE LITTLEFIELD sein. Vormerken! (Hh)

Ein Niederbayer in Hamm

DJANGO ASYL

Hämokratie und andere Bosheiten.

Ein Tisch und ein Stuhl, mehr Requisiten brauchte er nicht, der bayerische Türke DJANGO ASYL. Am 11. Mai war er zu Gast in der „Mini-Maxi-Halle„ mit seinem Programm „Hämokratie„. Und hämisch war er, der sympatische in Bayern geborene Türke. Und er ließ auch seine Landsleute nicht außen vor, weder die bayerischen, noch die türkischen. Um punkt 20.00 Uhr stand er auf der Bühne und unterhielt sein Publikum zunächst in fließendem Türkisch, was natürlich außer den anwesenden Türken niemand verstehen konnte. „Du nix verstehen?„ fragte Django die Zuschauer. „Ich auch nicht, mein Türkisch ist etwa so gut, wie Helmut Kohls Englisch.„ Und: „Ich bin seit 26 Jahren in Deutschland, früher war alles einfacher, nix Ausländer, nicht so ein Durcheinander. Heute gibt es sogar Neger in Bayern. Und ein CSU-Mitglied ißt Pizza, ein Grüner fährt Auto, manchmal sogar zwei, und die FDP hat eine eigene Meinung - manchmal sogar zwei.„ Django Asyl ließ kein Vorurteil aus, („Wir Bayern sind zwangsweise tolerant„) er sprach von seiner Banklehre: „Ein Türke als Banklehrling, wo gibt es denn so etwas. Wo bleibt denn da das bayerische Reinheitsgebot? Oder nehmen Sie zum Beispiel diesen Mehmet, der, der hier über 60 Straftaten verübte. Anstatt in den Knast zu müssen, durfte er dorthin, wo Deutsche ihren hartverdienten Urlaub verbringen müssen. Warum schickte man ihn nicht nach Leipzig oder Bauzen?„ Manchmal blieb einem das Lachen im Halse stecken, so sehr sprach Django mit Volkes Stimme, am ehesten zu vergleichen mit Gerd Dudenhöfer oder gar Gerhard Polt. „Deine Generation muß doch sehen , wo sie bleibt„, sprach er mit einer Schülerin in der ersten Reihe, „entweder habt Ihr eine gute Allgemeinbildung, oder Ihr werdet Kommunalpolitiker.„ Oder: „Letzte Woche streikte der Anlasser meines Wagens und ich brauchte einen Schieber. Aber was wollen Sie machen, wenn keine Polen in der Nähe wohnen?„ Dann erzählte der böse Bube von seiner Heimat Niederbayern, von seinen Landsleuten, Typen, die es eigentlich nicht geben kann. „Bayerische Intellektuelle, ein Widerspruch in sich.„ Und eine Volkshochschule habe man auch in seiner Stadt: „Haben Sie auch eine VHS hier? Sicherlich aber nicht so interessante Kurse, wie bei uns; Bauchtanz für Pfarrerskinder, Schlaftherapie-Kurse für Beamtinnen im Trennungsjahr oder Fingerhakeln für Osteoporose-Geschä-digte.„ Jo mei, er ist schon ein bissiger Zeitgenosse, der Django Asyl. Und das Publikum der Mini-Maxi-Halle (Ausverkauft) dankte ihm seine „Offenheit„ mit stürmischen Applaus. Wer den Kabarettisten in Hamm verpaßt hat, sollte sich mal „Sieben Tage - Sieben Köpfe„ ansehen, dort ist er inzwischen auch ein gerngesehener Gast. In der letzten Sendung hatter er wieder so ein paar böse Sprüche drauf, hoppla, kann ich nur sagen . . (Hh)

OH GOTT, WAS SOLLTE DAS NUR WERDEN?

Ich weiß es nicht und will es auch gar nicht wissen, was man sich bei diesem Gig der GURKENDIEBE im Corner- Inn am 20/05/1999 gedacht hat. So viele Verunsicherungen, Missverständnisse und Ungereimtheiten, hab ich mein Lebtag noch nicht erlebt. Aber um den ganzen Kram aufzuzählen, der diesmal schiefgegangen ist, bedarf es schon einer Sonderausgabe, deshalb kommen wir jetzt auch schon zum Wesentlichen. Soviel Gleichgültigkeit bei den Veranstaltenden wie hier, ist mir bisher noch nicht untergekommen. Nicht nur, dass die Band ihre „Bühne„ noch selbst plazieren musste, es schien so, als ob wohl was wäre, aber es niemanden interessierte. Und dann die Lautstärke! Ich dachte das Corner sei schallisoliert! Von wegen. Den Verstärker konnte man mal gerade mal bis 3 aufdrehen, leiser als in den Proberäumen der Republik. Aber immerhin schien das Interesse der Bevölkerung gerührt gewesen zu sein, denn es fanden sich noch gut 40 Leute im Corner an diesem Donnerstag ein.

Keinesfalls irritiert von den tanzunwilligen Anwesenden begangen die Gurkendiebe ihren Gig mit einer Blues- Passage, doch mitten im Stück setzten die Brachialgitarren von Andre AIRnst und Pete Mad Jan ein, so dass der Punk, wenn er denn anwesend gewesen wäre voll hätte abgehen können. Aber so ein bestuhlter Gig ist schon was für die Erfahrenheitsskala und fast das komplette Können wurde aufgeboten, ganz im Sinne der fanatischen Fans, die sich schnell an allen möglichen Tischen zu Trauben zusammenrotteten. Es war ein Sitzkonzert, da konnten auch keine Hits aus alten Tagen, wie„ Sambal-Ollek „ oder „Auto„ helfen. Man war halt nicht geneigt sich zu bewegen, erst recht nicht zur Musik. Trotzdem war es einem „Best of Konzert„ gleichzusetzen, was die Gurkendiebe an diesem Abend boten. Frenetisch gefeiert von den wie gesagt ca. 40 Anwesenden begingen sie eine Art musikalischen Harakiri auf einem Grad zwischen Wagemut und Idiotie. Dabei muss ich sagen, dass es, so glaube ich wohl das erste Punk- (obwohl das auch schon wieder falsch ist) Konzert war, das das ehrwürdige Corner - Inn erleben durfte. Doch alle, besonders der Wirt werden wohl zu dem Entschluss gekommen sein, dass es auch das letzte war, obwohl ich auch schon oft Bands mit weniger Publikum hier erleben durfte. Doch alles in allem ein guter Gig. So bleibt uns jetzt noch der Gig im JZ Rhynern, der wenn ihr dies liest schon leider (oder Gott sei Dank) wieder vorbei ist.

Ach so, apropos Rhynern, ich hab da noch was, was ich meinen „Freunden„ vom Jugendzentrum in die Magengrube zu stecken gedenke. Zitat JZ Mitarbeiterin: „ Wir sind schon ein bisschen angesäuert...!„ Gurkendiebe: „Hä?„ JZ Mitarbeiterin: „Ja, ihr habt doch noch einen Gig im Corner, und zwei Gigs innerhalb so kurzer Zeit, da halten wir ja nicht soviel von. Immerhin ist das ja auch im Vertrag geregelt und so„. Es ging noch ungefähr 5 Minuten so weiter mit bisher nie gehörten Argumenten.

Meine Meinung dazu: Viele kommen nicht mehr ins JZ Rhynern wegen des Alkoholverbots und dem unprofessionellen Flair. Abgesehen davon, dass im Corner auch nicht das gleiche Publikum wie in Rhynern ist. In diesem Sinne, ApaM.

Willi über ein Konzert im Clubhaus Rote Erde: Es berichten Uli und ApaM - 2 Experten - 2 Meinungen
Seltsam - Seltsam:

Wie hieß die Band noch?

Geheimkonzert im Clubhaus „Rote Erde„

Wir kamen schon ziemlich spät ins Clubhaus „Rote Erde„, trotzdem herrschte gähnende Leere. Wahrscheinlich haben andere potentielle Zuschauer sich nicht die Mühe gemacht, bei der Veranstalterin anzurufen, um nachzufragen, ob das Konzert „RED MORELLO PROJEKT„ auch wirklich stattfindet. Denn Werbung hatte es nicht gegeben, außer in Willi und (vielleicht) über Radio Lippe Welle. Und daß zwei Bands auftreten werden, davon habe nicht mal ich etwas gewußt, aber was soll´s. Zwölf Gäste waren gegen 22.00 Uhr anwesend, aber einige von ihnen gehörten, glaub´ ich, zur Band. Vielleicht glaubte die erste Gruppe, noch auf mehr Publikum warten zu müssen, aber um 22.00 Uhr ist der Zug abgefahren, da kommt keiner mehr. Höchstens gegen 23.30 Uhr noch einige Lauschepper, die dann kein Eintrittsgeld mehr berappen müssen.

Um 22.15 Uhr betraten schließlich vier junge Burschen in Arbeitskitteln und Overalls die Bühne, und begannen, mit Werkzeugen ihre Instrumente zu bearbeiten, wobei sie einen fiesen Lärm verursachten. Dann stieß der Bassist einen Schrei aus, während der Gitarrist sich an seiner Gitarre mit einem Holzbeitel verging. Der Drummer verzettelte sich auf seinen Trommeln und der Keyboarder beleidigte die Ohren seines Publikums, indem er die Tasten seines Instrumentes drückte. Das zweite Stück war nicht etwa besser, aber die Jungs sangen dazu, und das war gar nicht so übel. Ich meine den Gesang, die Musik hätten sie sich sparen können. Und dann hielt der Drummer eine Ansprache, was besonders peinlich war, denn er stammelte nur dummes Zeug. Jetzt könnte der geneigte Leser sagen: „Mein Gott, warum meckert der denn jetzt wieder nur. Es gibt eben sonne Musik und sonne.„ Stimmt, wenn die Band lediglich Musik gespielt hätte, die mir nicht gefällt, wüßte ich das durchaus zu würdigen. Aber die waren einfach nur Scheiße, was mir übrigens von kompetenter Stelle bestätigt wurde. (Gell, Volker?)

Hinter der Bühne hing übrigens ein Transparent mit der Aufschrift YELLOW PRESS, wahrscheinlich der Name der Band. Ich würde vorschlagen

sofort vergessen! Und als der Gitarrero dann auch noch auf einer Trompete tutete, war es mit meiner Geduld vorbei. Inzwischen war es auch schon kurz vor 23.00 Uhr und wir hatten noch einen weiteren Termin, daher konnten wir auf RED MORELLO nicht mehr warten. (Hh)

Emotionsratten auf Tournee:

YELLOW PRESS und RED MORELLO PROJEKT im Rote Erde Clubhaus.

Ganze 11 Auto´s und 1 Fahrrad hatten den Weg am 15 Mai in´s Rote Erde Clubhaus gefunden, um dem RED MORELLO PROJEKT den Funk aus den Gliedmaßen zu saugen. So jedenfalls noch um 21 Uhr (offizieller Konzertbeginn 20 Uhr). Als ich aber dann doch gegen halb zehn das Lokal betrat, bot sich mir ein Hort des Schreckens. Ich hatte das Gefühl, der Uli und ich waren die einzigen, die hierhin wollten oder mussten, je nach dem. Dennoch konnte ich mich geschickt vor ihm verbergen. Kurze Zeit später füllte sich allerdings der Thekenbereich beträchtlich, so dass fast schon 10 Leute anwesend waren (inklusive aller Bedienungen, Musikern, Presseheinis und dem PA Mann). Dennoch will ich einfach nicht einsehen, dass nur der anfangs noch alleinige musikalische Gast RED MORELLO PROJEKT

aus Hannover der hauptsächliche Grund waren. Auch die zwei DIN A 3 Zettelchen die ich, über das gesamte Stadtgebiet verteilt, auffand mögen ihren Teil dazu beigetragen haben. Mir ist schon klar, dass die Jungs keinen Nerv haben extra aus Hannover runterzukommen und hier den Tapezierer zu spielen, aber das müßte doch im eigenen Interesse der Roten Erde sein, wenigstens ein klein wenig Promotion zu betreiben. Und dass mir auch YELLOW PRESS (ebenfalls Hannover) begegnen würden, wurde gänzlich verschwiegen. Schade, man hätte durchaus mehr draus machen können, zumal RED MORELLO PROJEKT in Hannover angeblich „Geheimtip„ sind. Ich ließ mich also überraschen.

Gegen 22 Uhr fingen dann YELLOW PRESS plötzlich an, und ich dachte fast schon ich würde meine Rente hier durchkriegen. Nun betraten also vier Jungspunde die Bühne, mit allerhand Werkzeugen die selbige und ihre Instrumente zu bearbeiten. Effekthascherei mag jemand einwerfen, aber es soll ja Leute geben, die so etwas ab und zu brauchen. Ich wußte anfangs ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten sollte, lachen oder vor Glück weinen, weil als musikalisch stümperhaft bezeichne ich andere Sachen, von denen es in Hamm leider viel zu viel gibt. In Hamm ist der Musikstil von YELLOW PRESS leider unmöglich zu verwirklichen, schade nur, dass die Jungs das hier einmal mehr bewiesen bekamen. Es fällt einem schwer eine Schublade zu öffnen, aber wenn Funk bedeutet „Alles kann, nix muß" dann passt es. YELLOW PRESS, so vielschichtig wie die Bunte, so unterhaltsam wie Bild. UNVORSTELLBARE PEIN auf Koks, genau so abgefahren, bloß mit soviel Spielwitz, dass einem die Unterplinte schlackert. Die Untaten wurden sauber vorgetragen, aber besonders das FNM Cover EASY überzeugte mich. Eine 1:1 Version, 100 % besser als die Version, die man beim Besuch eines Kaufhauses zu hören bekommt. Drummer Sebastian Deufel war kaum zu bremsen und mußte zu jedem Kram seinen Senf dazu tun. Habt ihr schon einmal einen Drummer gesehen, der während des Solos seine Hi-Hat in die Flossen nimmt und damit wild über die Bühne läuft, um immer wieder das Ding auf den Boden zu stampfen? Gitarrist Andreas Wulfes, sah aus wie Mike Krüger, spielte wie Eric Clapton und trompetete wie Stefan Mroß. Basser Rüdiger Götz stand Rede und Antwort, empfand Hamm als grüne Stadt mit komischen alten Leuten in noch seltsameren Kneipen und musste von mir erstmal über das Nachtleben aufgeklärt werden. Sänger, Keyboarder und Gitarrist Werner Bergmann, hatte eine hyperklare Stimmgewalt und war an Spraddeligkeit kaum zu übertreffen.

Falls irgendjemand mir mehr Glauben schenkt, als dem Uli, dann kann er die Band auch kontakten unter:

Rüdiger Götz, Haselnußweg 13, 30629 Hannover, Tel 0177-8584974. Fax. 0511-9585939 - Dem geneigten Internetter bieten YELLOW PRESS unter:www.yellowpress.home.pages.de einen riesigen Gesamteindruck der Band mit einem kompletten Song zum runterladen, pics, und alles was dazu gehört. +

Der Kontakt dort läuft unter yellowpress@gmx.de.

Unter normalen Umständen, müsste ich ja jetzt noch über RED MORELLO PROJEKT berichten, aber keiner konnte ahnen, das sich YELLOW PRESS so dermaßen in den Vordergrund spielten. Außerdem ist der Uli ja auch schon nach 45 Minuten mit `nem Hals nach Hause gegangen, der von hier bis Wakaluba reicht. Nichts für ungut RED MORELLO PROJEKT, aber diese Runde ging eindeutig an YELLOW PRESS. Es kann nur eine geben. (ApaM)

The Swinging -Rockin - Jumpin Music - Circus

Um der Kulturwerkstatt finanziell unter die Arme zu greifen, wurde kurzerhand ein Benefiz-Konzert im Hoppegarden veranstaltet. Die Bands, die auf der Oberonstraße ihre Proberäume haben, verzichteten auf ihre Gage und unser aller Lieblings - PA - Mischermensch mischte auch mit. Mit dabei waren die Bands Calfskin, Soft´n Lazy, Dirty Wheels, Hildes Enkel, Carl & Consorten und Trouble X. Waschechter Rockabilly wurde von Calfskin als Opener präsentiert. Naja, die Hammenser brauchen halt immer etwas Zeit, um aufzutauen, das kennen wir ja bereits. So war das Publikum noch etwas verhalten, honorierten das

Programm jedoch mit entsprechendem Applaus. Und ganz so voll war es ja auch noch nicht. In Hamm ist ja zumeist erst gegen 22:00 Uhr Ausgang. Bei Soft´n Lazy mit Cover-Oldies von Cher bis Melissa Etheridge, wollten sie auch noch nicht so. Noch nicht sehr lange dabei und auch noch etwas schüchtern war Sängerin Jaqueline Weber, die das Programm mit einer soliden Stimme darbot. Die einzige Frau an diesem Abend auf der Bühne... (In der Musikszene wird die Frauenquote wohl immer noch nicht erfüllt!) Und das Publikum sparte auch hier nicht mit Applaus. Als dann die Dirty Wheels mit „Joe Cocker-Röhre„ und dem Willi-Oberhaupt Reinhard Bialas loslegten, war erst mal das Eis gebrochen. Nachdem ich ihn röhren hörte, dachte ich mal kurz daran, noch genauer darauf zu achten, was ich da so schreibe. So hatte ich ihn ja noch nie gehört. Wenn man sich vorstellt, mit diesem Organ mal zusammengesch... zu werden, könnte das durchaus das Selbstbewußtsein beeinträchtigen. Da bin ich aber froh, daß Sloopy Bialas kein aggressives Wesen hat... Es war dann auch schon um einiges gefüllter und man ließ sich auch zum tanzen mitreißen. Hildes Enkel folgten sogleich mit einer eigenen musikalischen Kreation, die ich gar nicht so recht einzuordnen weiß. Folkig mit deutschen, eher heiter angelegten Texten. Sehr interessant, mal was ganz anderes zu hören. Die Gäste hielten sich weiterhin in Nähe der Bühne, sofern man noch Platz fand, auf und swingten mit. Trouble X (Uli Holesch zum zweiten Male auf der Bühne) ließen die Herzen von Fans britisch-rockiger Klänge höher schlagen. Und schließlich beendeten Carl & Consorten den Abend mit Deutschrock und entließen ganz relaxed das Publikum gegen 2:15 Uhr.

Na, da kann man doch wirklich nicht meckern, jeder kam so auf seine Kosten. Eben sowohl das Publikum als auch die Kulturwerkstatt. So etwas könnte ruhig öfter mal stattfinden. Zum einen werden mal Bands gehört, die nicht regelmäßig hier in Hamm spielen, zum anderen sieht mal auch schmunzelnder Weise, daß ebenso die „alten Hasen„ vom Lampenfieber gepackt werden. Insgesamt 191 zahlende Gäste lauschten den musikalischen Klängen. Alles in allem ein voller Erfolg! (wi)