Porträt

Hin und wieder werden wir uns in dieser Rubrik mit bekannten, berühmten, berüchtigten, angesehenen, namhaften, prominenten etc. Persönlichkeiten in oder aus Hamm beschäftigen.

Heute:

Mario Quintino

Wie man weiß, gibt es in Hamm durchaus schillernde Persönlichkeiten, die sich aus der Geschichte der Hammer Gastronomie nicht wegdenken lassen. Eine solche Persönlichkeit und kein unbekanntes Gesicht ist der aus Calabrien stammende Mario Quintino. Nicht nur durch sein Restaurant „Torino„ an der Pauluskirche ist er bekannt geworden.

Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Willi: Hi! Wie lange leben Sie schon in Hamm?

M. Q: Seit 1971. Damals habe ich in Hamm für eine andere Pizzeria gearbeitet - Mario Quintino war Pizzabäcker in der Pizzeria Napoli auf der Wilhelmstraße, Hamms erste Pizzeria - wo ich für meine eigenen Restaurants Erfahrungen in der Branche sammeln konnte. Nach meinem Job als Kellner im Adria Restaurant auf der Oststraße war ich so vier bis fünf Jahre Barkeeper bei den Witteborg-Betrieben auf der Südstraße. Erstmals selbständig gemacht habe ich mich 1981 in Werl-Büderich.

Willi: Wann wurde denn das Torino eröffnet?

M. Q.: Das war 1984. Mittlerweile führt meine Tochter Paula das Lokal - seit 1991. Heute stehe ich nur noch ab und zu beratend zur Seite.

Willi: Mich würde ja mal interessieren, wie alt Sie denn sind?

M. Q.: (windet sich ein wenig - man muß dazu sagen, daß er früher bei den Hammer Damen sehr großen Anklang fand - ich glaube, nicht nur früher...!)

Vor zwei Jahren wurde das Torino neu renoviert. (Geschickt! Muß man zugeben!)

Willi: Gefällt mir persönlich auch gut. Viele in der Gastronomie sind ja bereits durch die Eltern vorbelastet. War das auch bei den Quintinos so?

M. Q.: Nein, ich bin damals alleine nach Deutschland gekommen und wollte alleine etwas auf die Beine stellen. Die Rezepte unserer Küche habe ich durch langjährige Praxis zusammengetragen.

Willi: Im Lokal steht ein Piano. Ist es nur zu Dekozwecken gedacht?

M. Q.: Es sind oft Vereine und größere Gruppen da, wenn da mal einer ein Ständchen bringen möchte, könnte er das damit tun.

Willi: Also, jetzt möchte ich aber wissen, wie alt Sie sind.

M. Q.: (Er guckt jetzt schon etwas genervter..., bewahrt aber mit echtem italienischen Charme die Fassung). Wer will denn sowas wissen?

Willi: Na, alle. Ist doch auch mal interessant...

M. Q.: (grummelnd:) Jahrgang 1950...

Also meine Damen: Taschenrechner raus und nachrechnen! Wenn ich richtig informiert bin, hat er nichts von seinem Charme eingebüßt, ist aber, meinen Recherchen nach, um einiges ruhiger geworden...

(wi)