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KLANGSCHALEN
Mit dem Strom tibetanischer Flüchtlinge, die seit dem chinesischen Einfall das Land verlassen haben, sind auch bei uns unbekannte Instrumente bis nach Europa vorgedrungen. Gemeint sind unter anderem die tibetanische oder nepalesische Klangschale, die durch ihren singenden Klang fasziniert. |
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Über Ursprung und Verwendung existieren unterschiedliche Meinungen. Ob diese Schalen wirklich reine Musikinstrumente waren, die bei Riten und Meditation eingesetzt wurden, oder ursprünglich als Opferschalen oder Essgeschirr benutzt wurden, ist unklar. Die runden Metallschalen gibt es in verschiedenen Größen und Farben, mal glänzend golden, manchmal matt oder auch schwärzlich. Als Fertigungsmaterial wird eine Legierung verwendet, die lt. Über-lieferung aus sieben Metallen be-steht. Je-dem dieser Metalle wird ein Planet zugeordnet. Aus dieser Verbindung entfaltet sich der singende Klang der Metallschalen. Normalerweise werden sie durch Reiben entlang des äußeren Randes mit einem dicken Holzstab zum Schwingen gebracht, und es lässt sich ein wunderlich schöner, anschwellender Dauerton hören.
Durch Anschlagen mit verschiedenen Schlegeln lassen sich unterschiedliche Obertonspektren erzeugen. Verwendet man ein kleines Stoffkissen als Unterlage, wird eine optimale Klangentfaltung erreicht. Weitere Entdeckungsmöglichkeiten und Effekte lassen sich auch durch Füllen der Schale mit Wasser erzielen. Ausprobieren kann man die singenden Schalen bei Musik Hans auf der Südstrasse.