Reisen mit Willi

Die Einsiedelei von

S. CATERINA

am Lago Maggiore

Es hat sich mal wieder gezeigt, dass es eine gute Idee war, den Sommer durch einen Urlaub in den Herbstferien am Lago Maggiore zu verlängern. Denn als sich bei uns die ersten Nachtfröste ankündigten, waren da unten mal eben 20 - 25 Grad.
Und wer schon mal da ist, der sollte unbedingt das ehemalige Kloster von S. CATERINA DEL SASSO besuchen, denn es gehört zu den berühmtesten Baudenkmälern am Lago Maggiore überhaupt. Von Laveno, am Ostufer des Sees fahren wir ein Stück auf der Küstenstraße nach Reno, von dort führt nach ca. 2 km eine schmale Straße direkt auf einen kleinen Platz. Zu Fuß geht es eine Treppe hinunter, mit Ausblick auf die schwindelerregenden, steil in den See abfallenden Felsen, hinunter zur Wallfahrtsstätte. Die Gründung der Kirche geht auf ein Gelübde zurück. Albertus Besozzi erfüllte das Gelübde, welches er im Jahre 1170 bei einem gewaltigen Sturm auf dem Lago gemacht hat, indem er sich als Einsiedler in eine Grotte zurückzog. Mit dieser Tat begann die abwechsungsreiche Geschichte von Santa Catarina. Bei einer Pestepedemie brachte der Eremit die Bevölkerung, die bei ihm Hilfe gesucht hatte, dazu, eine der Heiligen Katharina geweihte Kapelle zu errichten, wo er selbst später auch begraben wurde. Seine Gebeine werden noch heute in der Kirche aufgebahrt. Später baute man daneben noch eine Kapelle und ein Kloster der Dominikaner, die hier bis zum Ende des 14. Jahrhunderts weilten.
Gegen Mitte des 15. Jahrhunderts wurden die drei Gebäude durch einen Kreuzgang zu einem Komplex zusammengefasst. 1770 ver-ließen die letzten Karmelitermönche die Einsiedelei.
Von diesem Zeitpunkt an verfielen die Gebäude. Erst 1973, runde zweihundert Jahre später, inzwischen war Santa Catarina als Nationaldenkmal anerkannt worden, wurde mit der Renovierung begonnen, die am 10. Sept. 1986 durch eine feierliche Wiedereröffnung durch den Kardinal Carlo Maria Martini (Der Name kommt mir irgendwie bekannt vor) seinen Abschluss fand. (rb)