Unterwegs mit Willi

Sticks & Stones

spielte im Groyen in Ennigerloh

Mit Kamera bewaffnet, dachte ich mir so, könnte ich ja auch ruhig mal außerhalb von Hamm ausgehen. Live-Bands spielen halt auch anderswo... So zog ich dann in Richtung des Kreises Warendorf, und zwar nach Ennigerloh in eine Kneipe mit sehr guter Akustik: Die heißt "GROYEN". Klingt irgendwie provinzmäßig, muss aber nichts heißen. Da ich ja wußte, dass Sticks & Stones, eine Oldie-Cover-Truppe, spielen würde, war ich natürlich besonders neugierig. Na, die kenne ich noch von den Zeiten, als ich noch nicht in Hamm wohnte. Mittlerweile ist von der Urbesetzung auch nicht mehr so viel übriggeblieben. Nach wie vor an den Drums Ansgar Gertkämper, Jürgen Pietsch am Keyboard, Volker Junker für die bassigen Töne, Harry Sewing an der Gitarre und Uli Stenzel am Mikrofon und gelegentlich an der Gitarre. Traurig war, dass ich erst nach dem Konzert feststellte, dass die Batterie meiner Kamera längst das Zeitliche gesegnet hatte. Und ich hatte so schöööne Bilder gemacht... So seht ihr halt ein Bandfoto... Eigentlich wird ja an allen Ecken und Enden gecovert, was das Zeug hält. Mal herausragend gut - mal grottenschlecht. Aber kaum eine Coverband bringt ihr Publikum dermaßen schnell in Partystimmung wie diese Fünf. In erschreckend wenigen Tagen war das Konzert im Vorfeld schon ausverkauft. Und wie man so hört, tobt bei auf Stadtfesten durchaus ein Publikum von rund 2000 Zuschauern bei den Sticks & Stones. Um so interessanter ist es dann, herauszufinden, wie die das anstellen. So als Frau würde ich erst mal so sagen, dass Schnuckelchen Uli das weibliche Publikum nicht nur mit seiner Schmuserockstimme in recht kurzer Zeit zum Schmilzen bringt. (Und der hat einen knackigen Ar...!!!!) Allerspätestens bei den Soli von Gitarrist Harry, u. a. an der Mandoline, ist man dahin. Mal hier eine Prise Hiphop à la Sticks and Stones mal da eine geballte Ladung Energie. Ein sehr gemischtes Programm, Pink Floyd, REM, Dire Straits, natürlich Stones und und und... Zu einem beachtlichen Teil klingen die Herren wie

das Original. Das Ganze ohne Profilneurose und ohne Arroganz, nur einzig und allein der Spaß an der Musik steht im Vordergrund.

Ist doch schön zu sehen, wenn Musiker mehr mit der Musik als mit sich selbst beschäftigt sind! Ich habe das so oft erlebt, dass Coverbands warten müssen, bis das Publikum endlich besoffen ist und dann ohnehin alles gut findet. Tja, geht eindeutig auch anders rum: Erst tanzen und dann hier und da ein Bierchen trinken und dann weiter tanzen. Der erste Ton war gespielt und nur darauf haben die Fans gewartet. Doch, doch FANS ist das richtige Wort. Die haben schon ihre Fangemeinde. Und die drängeln sich nach vorne! Ihr lest richtig! Normalerweise müssen sich die Leute in dieser Gegend mühselig locken lassen. Auch das scheint ab und zu nicht notwendig. Da stimmt die Besetzung und das Programm. Es ist nicht zu übersehen, dass die sich untereinander gut verstehen. Bleibt nur noch eins zu sagen: Das erkennen wir jetzt alle neidlos an und wünschen weiterhin Erfolg! (wi)