Hammer Radsportler gedopt!
Diese Nachricht schlug in Hamm wie eine Bombe ein und ging wie ein Lauffeuer durch die Radsportszene. Wie Willi exklusiv aus ungewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfahren hat, gab der bekannte Hammer Radsportler Hobö unter Tränen zu, sich am Abend vor der viertägigen Niedersachsenrundfahrt 1999 mit dem Mittel "Kallafutzki"* gedopt zu haben.
Wie uns der Coach des Radsportclubs "Taifun" K. Gunnemann jetzt im Gespräch mitteilte, waren schon am ersten Tourtag beim morgentlichen Fahnenappell Zweifel aufgetaucht. Unter der bohrenden Nachfrage ist Habö dann zusammengebrochen und hat diese verwerfliche Tat gestanden: Schon seit einigen Jahren nutze er die leistungssteigernde Wirkung des in Sportkreisen noch relativ unbekannten Mittels. Nun kurz vor seinem 50. Geburtstag wolleer endlich reinen Tisch machen und einen Schlussstrich ziehen.
Der im Freundeskreis aufgrund seiner Tierliebe "Pferdeflüsterer" genannte Bockumer Junge musste sich Fronleichnam 1999 vor dem im Kloster Corvey tagenden Ehrengericht des "RSC Taifun" verantworten. Nach hochnotpeinlich, stundenlanger Befragung trug zuletzt eine anschließende Besichtigung einiger Gewerbebetriebe in Einbeck zur Wahrheitsfindung bei. Letztendlich blieb es bei einem strengen Verweis, da der Sünder tiefe Reue zeigte.
Seinen Ehrentitel "Vorbild der Bockumer Jugend" muss Habö allerdings mit sofortiger Wirkung ablegen. Der geläuterte Dopingsünder stand Willi für ein Interview leider nicht zur Verfügung, da er den Rummel um seine Person verabscheut und seinen 50. Geburtstag lieber auf dem Rennrad auf Mallorca feiert. Der "RSC Taifun" und Willi wünschen Hobö für die zweite Lebenshälfte alles Gute und "Keine Macht den Drogen".
-d.AvB-
*Die genaue Schreibweise, Zusammensetzung und Wirkung ist noch nicht bekannt. Die Dopinglabore "Enge Weste, Uhle und Haus Wiemann" arbeiten zwar fieberhaft, melden aber bisher nur geringe Fortschritte.