Kunst

Heute möchten wir einen Künstler vorstellen, der sich selbst als psychosedelischer Künstler bezeichnet:

Matthias Hollmann

Matthias Hollmann, alias K.P.M.H., früher Kale Phe tib. immer ruhig, 1956 in Hamm geboren, ein guter Freund von "unserem" Kai Jürgenliemk, lebt seit 1992 mit Angelika Kietzmann zusammen. Er begann in den 70er Jahren künstlerisch tätig zu werden, pflegte Kontakte und war Schüler von Lütkenhaus, Robbert und Steinberg, sowie Meisterschüler von Helmut Plontke. Eine sprachlose Begegnung hatte er mit Josef Beuys, der ihn, wie er selbst sagt, sehr beeinflusst hat.

Sein erstes ausgestelltes Werk war bei der Ausstellung (Nipi) von Peter Pirog und Ulrich Nitsche 1975 in der Teestube des diakonischen Werkes im Lutherzentrum in Hamm dabei. Es erfolgte eine erste kritische Resonanz durch den Künstler Siegfried Fuchs. 1981 folgte eine Gemeinschaftsausstellung mit Künstlerfreund Knut Kargel in Diestedde, in der Abtei Liesborn wurden 89/90 "Interpunktionen" gezeigt. Außerdem gab es einige Beteiligungen bei anderen Ausstellungen in NRW.

Seine Werke sind mental beeinflusst durch Dadaismus, Surrealismus, Pazifismus, Anarchismus, Zen-Buddhismus, Christentum und dem I Ging. Seine eigene unbewusste Affirmation lautet entsprechend dem 56. Zeichen "Lü" (der Wanderer).

Über sich und die Kunst schrieb Matthias Hollmann in brainstorm (momentanes Organ der deutschen kunst-vertretung 1980):

Kunst ist eine subjektive Wiedergabe innerer Regungen oder äußerer Anregungen. In jedem Fall existiert ein Schaffensprozess. Sein Produkt (im weitesten Sinne) ist wahrnehmbar oder nicht mehr wahrnehmbar. Die subjektive Wiedergabe wird zur Botschaft. Sie ist der Berührungspunkt zwischen dem Kunstschaffenden und dem Kunstkonfrontierten. Und Kunst hat überall seinen Platz.

Kunst ist eine offene, für jeden machbare (wenn erstmal zugänglich), heilsame, bereichernde, vielleicht überflüssige, aber revolutionierende Angelegenheit. Für den Kunstschaffenden ist sie not-wendig.

Seine Mittel sind unbegrenzt und die Darstellungsmöglichkeiten unermesslich. In diesem Sinne sollte unsere Kunst zum Vehikel einer, den Völkermord und die Gewalt am Volk ablehnende, die bewusste Sensibilität und Toleranz erstrebende Vertretung für mehr Menschlichkeit sein. Es ist ein Bemühen, sein Ausdruck findet sich in kunst.

Kunstinteressierte Gäste sind nach telefonischer Absprache (02381 / 889425) herzlich zu einem Gespräch beim Künstler eingeladen.